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Frage zu Strinkspat

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Alfred01:
Hier ein Granitbrocken vom Johannes-Schacht, der durchzogen ist
von kleinen Quarzadern - in deren Mitte befindet sich ein "Gang" von
einem dunklen violetten Fluorit. Der Granit und die Ader enthalten zahlreiche
gelb-grüne Flitter von Uranglimmern. Der Brocken ist nicht frisch
und muss wohl einige Zeit an der Oberfläche gelegen haben.
Gefunden habe ich ihn 1987, als die Autobahn gerade gebaut war
und die Fundstelle leicht zugänglich war. Solche Stücke waren damals
häufiger zu finden. Ob Stinkspat vorliegt, weiss ich nicht und um welchen
Uranglimmer es sich handeln könnte kann ich nicht mit Sicherheit sagen.
Interessant ist, dass der Granit schon etwas verwittert aussieht,
wodurch die kräftigen Farben des Uranglimmers und des Fluorits mehr zur Geltung kommen.

berthold:
Hallo Alfred,

..da bin ich mir recht sicher, dass das Stinkspat ist. Jedoch ob es sich (noch) um Uranglimmer handelt, da habe ich leichte Zweifel. Wenn es Uranglimmer ist, dann (wegen der Farbe) Uranocircit (der müsste gut LW- fluoreszieren), auf jedem Fall muss sich eine deutliche Radioaktivität feststellen lassen. Die Verwitterung zersetzt jeden Uranglimmer schneller als den Fluorit und ich habe vielfach Stücke gesehen, wo statt des Uranglimmers ein gelbrünliches weiches, leichts speckiges, manchmal auch mit Schrumpfrissen durchzogenes Mineral (Notronit ?) an die Stelle des Uranminerals im Stinkspat getreten ist. Solche Stücke lassen sich übrigens auch heute noch problemlos (z.B. Rolandhalde) finden.

Gruß

Berthold   

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