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Autor Thema: Unbekanntes Mineral / dendritische Bildung vom Eisenguss (Wüstit)  (Gelesen 10201 mal)

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Offline TinoLith

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Re: Unbekanntes Mineral
« Antwort #15 am: 26 Mar 12, 12:06 »
Muss ich mal testen,
ich denk mal normale Flüssigzitrone müsste auch reichen.

Danke für den Tip.

Offline TinoLith

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Re: Unbekanntes Mineral
« Antwort #16 am: 26 Mar 12, 13:59 »
Jetzt fiel es mir ein,
wir hatten bei dem UMO (unidentifiziertes mineralogisches Objekt) Argentit ins Rennen geworfen.
Wobei ich immernoch eher zu dem letzteren Hüttenprodukt tendiere.

Viele grüße
Glück Auf
Tino

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Re: Unbekanntes Mineral
« Antwort #17 am: 26 Mar 12, 14:29 »
Das muss irgendwas mit Eisen sein zumindest siehts nach Rost aus , vielleicht haben die in der Hütte irgendwas reinlegiert wodurch das weniger magnetisch wird , mit Mangan müsste das gehen , je mehr Mangan desto weniger Magnetismus .

Und rostet es trotzdem noch -- manche rosträge Stähle sind ja auch unmagnetisch - da ist Cr/Ni drin , da unser Stück aber rostet denke ich das Mangan am geringen Magnetismus schuld ist . . .

Offline Schlacke

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Re: Unbekanntes Mineral
« Antwort #18 am: 26 Mar 12, 16:06 »

Ganz normale dendritische Bildung die im Eisenguss entsteht, wenn in einem Lunker (Hohlraum durch unterschiedliche Abkühlung) eine Auskistallisation von Eisen erfolgt.
In der Mineralogie als Wüstit (FeO) bekannt.

Glückauf!

Schlacke

Offline TinoLith

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Re: Unbekanntes Mineral
« Antwort #19 am: 27 Mar 12, 08:20 »
Guten Morgen,

Das Foto von Wüstit, bei Mineralienatlas, sieht tatsächlich der Struktur der Stufe ähnlich.
Danke für den Tip.

Über den Fundort mache ich mir jedoch keine Illusion, den rauszufinden.

Glück Auf
Tino
« Letzte Änderung: 27 Mar 12, 10:04 von TinoLith »

Offline TinoLith

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Re: Unbekanntes Mineral
« Antwort #20 am: 27 Mar 12, 08:22 »
Apropos Lunker,

der muss hier übrigens ganz schön groß gewesen sein.
Das große Stück misst immerhin 6x6x3 cm !!!

Glück Auf.
Tino

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Re: Unbekanntes Mineral
« Antwort #21 am: 27 Mar 12, 12:17 »
Also ich hab schon aufm Schrottplatz Gußteile von Maschinen gesehen wo so Wallnussgroße Hohlräume drin waren - und das waren alte Maschinen die durchaus viele Jahre Dienst getan  haben , sah aus wie ein Fuss von einer Fräse o.ä. , da kann es schon passieren wenn irgendwas größeres gegossen wird , vielleicht fürn Schiffbau oder ä. das da im Ausschuss mal ne 20 cm Druse ;) drin ist . . .

Coole Stücke sind das auf jeden .

Offline Doc Diether

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Re: Unbekanntes Mineral
« Antwort #22 am: 27 Mar 12, 12:26 »
würde noch einen Test mit verdünnter Salzsäure, so ca. 10% "einwerfen". Dann verschwinden oxidische Überzüge und es wird aussagekräftiger. Vielleicht noch mal ein Foto einstellen.
Gruß
Doc Diether

Offline TinoLith

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Re: Unbekanntes Mineral
« Antwort #23 am: 27 Mar 12, 12:48 »
Hallo,
ich glaube eher nicht, dass das Museum sich zu so einem Test hinreißen lässt. Zumal es sicher schon an der Besorgung der Salzsäure hapern würde. Es handelt sich um ein naturhistorisches Museum, wo es hauptsächlich um tote Tiere geht und so ganz nebenbei auch noch ne stiefmütterlich behandelte mineralogische Sammlung existiert. (Sicherlich auch aus Geldmangel - wie überall) Wenn im nächsten Jahr die Kollegin in Ruhestand geht, geht auch die mineralogische Sammlung vermutlich wieder für viele Jahre/Jahrzehnte schlafen. Es soll bloß alles noch vorher in Ordnung gebracht werden, damit auch ein neues Inventar geschrieben werden kann. (Das alte verbrannte 1945 bei der Bombardierung Magdeburgs)

Glück Auf
Tino

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Re: Unbekanntes Mineral
« Antwort #24 am: 27 Mar 12, 13:08 »
Warum schreiben denn immer alle es gäbe keine Chemikalien ?

Ich krieg hier alles in kleinen privaten Drogerien , das wär ja kein Leben mehr wenn es keine Säure mahr gäbe . . .

Offline TinoLith

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Re: Unbekanntes Mineral
« Antwort #25 am: 27 Mar 12, 13:37 »
Das Thema ist ja nicht, dass es keine Chemikalien gäbe,
aber ich kann ja nicht eine Stufe, die mir nicht gehört, sondern dem Museum/der Stadt, in Salzsäure packen um deren
Oxidationsschichten zu entfernen.
Reinigung mal von abgesehen.

Bei Chemikalien/Säuren steh ich auch auf dem Standpunkt, es gibt sie überall, man muss nur genau hinschauen.
Seis Zitronensäure im Haushalt oder halt Salzsäure aus der Apo/Drogerie.
Nur der Umgang sollte stets sorgfältig sein.

Glück Auf

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Re: Unbekanntes Mineral
« Antwort #26 am: 27 Mar 12, 14:27 »
Ja das ist richtig , war nur weil letztens jemand meinte es gäbe kein Borax mehr fürs Lötrohr , daraufhin bin ich gleich los und hab mir nochn Kilo geholt . . .

Aber es stimmt schon an fremden Stufen rumätzen ist nicht gut .

Ich würde sie allerdings so lassen , rostet an der Luft eh wieder .

Offline Krizu

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Re: Unbekanntes Mineral
« Antwort #27 am: 28 Mar 12, 19:34 »
Hallo,

es gibt noch Borax. Doch das Sicherheitsdatenblatt hat sich auf nachwuchsschädigend erweitert.

MfG

Frank

Offline cmd.powell

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Re: Unbekanntes Mineral
« Antwort #28 am: 28 Mar 12, 22:59 »
Hi

Zu den Chemikalien: Nur Stoffe die als giftig bzw. sehr giftig eingestuft sind, dürfen nicht mehr an Privatpersonen abgeben werden. Bei brandfördernden und/oder explosiven Stoffen stellen sich oftmals die Lieferanten quer bzw. man bekommt unangemeldeten Besuch von der Kripo. Aufgrund der allgemeinen Terrorhysterie sollte man solche Stoffe grundsetzlich nur in sehr kleinen Mengen oder geringen Konzentrationen kaufen - was für den normalen Mineraliensammler aber keine Einschränkung bedeutet. Wasserstoffperoxid gibts bis pan 10% und Salpetersäure bis 53% - das reicht dicke. Salzsäure und die anderen Süppchen, die man so zu reinigen kocht, sind fast alle problemlos zu bekommen - da muß man nur mal in der Bucht oder gar Amazon nachschaun.

 

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