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Autor Thema: Schörl, Brasilien / mit Glimmer  (Gelesen 4752 mal)

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Offline vanderheide

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Schörl, Brasilien / mit Glimmer
« am: 03 Apr 12, 23:22 »
Hallo Miteinander,
Ich arbeite an einem Schörl (schwarzer Turmalin) aus Brasilien (100 X 40 mm).
Jetzt bin ich auf eine Stelle gestossen, die rot glänzt.
Ich habe versucht die Stelle durch die Lupe zu fotographieren. Die Resultate sind nicht sehr
befriedigend.
Kennt jemand einen solchen Einschluss??
Gruss
Hans
« Letzte Änderung: 23 May 17, 18:58 von oliverOliver »

Offline Uwe Kolitsch

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Re: Schörl, Brasilien
« Antwort #1 am: 04 Apr 12, 19:19 »
Sieht nach einem rötlichen Glimmer aus.
Schon ungefähre Härte mit einer spitzen Nadel geprüft?

Offline Jochen1Knochen

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Re: Schörl, Brasilien
« Antwort #2 am: 04 Apr 12, 21:10 »
Hallo Hans!
Kann ja auch Granat sein.
Deutschland/Sachsen/Mittelsachsen, Landkreis/Hartmannsdorf/Mühlau
Schörl, Brasilien / mit Glimmer

Von den Fotos her ist nicht viel zu erkennen.Wie Uwe schon geschrieben hat:Härtetest machen ;)
Gruss Jens

Offline vanderheide

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Re: Schörl, Brasilien
« Antwort #3 am: 04 Apr 12, 22:46 »
Hallo Uwe und Jochen,
Besten Dank! Wie grob ist (40x vergrössert!!) der Nadel. Bei wenig Druck haben sich Plättchen (wie Mica) gelöst und sind aus dem Loch herausgefallen. Auf dem Tisch - winzig klein - glänzten sie tatsächlich wie Glimmer.
Die Fotos sind doof, ich weiss, sie haben überhaupt keine Qualität.
Dann zerstöre ich bei der Weiterarbeit wohl kaum etwas Aussergewöhnliches.
Eigentlich hat es mich irritiert, dass dieser Turmalin nicht ganz "rein" sein sollte.
Was meint Ihr?
Gruss
Hans

Offline cmd.powell

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Re: Schörl, Brasilien
« Antwort #4 am: 05 Apr 12, 02:59 »
Hallo Hans

Es ist ganz normal und alltäglich, das Kristalle die Kristalle einer anderen Mineralart eingeschlossen haben. Das Gegenteil, ein völlig einschlussfreier Kristall ist die Ausnahme. Das liegt daran, das viele Kristalle mit den Kristallen anderer Mineralarten (Unterschied Mineral - Kristall beachten) zeitgleich wachsen. Man spricht hierbei von der sogenannen Paragenese. Und wenn mehrere Kristalle von unterschiedlichen Mineralen gleichzeitig wachsen, stoßen sie irgendwann aneinander und beginnen, sich zu umschließen. Kristalle gleicher Mineralart (z.B. zwei Turmaline) können sich dabei ebenso gegenseitig behindern und verwachsen wie Kristalle verschiedener Mineralarten, wie z.B. Turmalin und Glimmer oder Turmalin und Granat.
Oft ist es auch so, das eine Mineralart zuerst Kristalle bildet, z.B. der Glimmer, und erst später der Turmalin auf den bereits "fertigen" Glimmerkristallen aufwächst. Der Turmalin sieht dann fast überall ebenmäßig aus, nur an der Stelle, wo er auf den Glimmerkristallen aufgewachsen ist, stecken noch Reste von diesen im Turmalin.

Offline vanderheide

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Re: Schörl, Brasilien
« Antwort #5 am: 05 Apr 12, 22:41 »
Hallo Markus,
Ich finde es so gut nachvollziehbar, was Du hier über das Wachstum
der Kristalle schreibst, Markus, aber unter diesem Aspekt habe ich meine
Exemplare nie kritisch angeschaut.

Ich habe 10 von meinen 360 geschliffenen Steinen hier ausgewählt.
Zehn Steine, von denen ich nicht nur sagen kann, dass sie eine hohe
Reinheit haben, sondern wo auch die Bilder die Reinheit wiedergeben.

Sind sie in diesem Falle eher Besondere zu nennen?

1 / 011 Bergkristall           Grösse:75 x 60 x 55 mm
2 / 344 Citrinquarz           Grösse: 55 x 45 x 25 mm
3 / 078 Rauchquarz         Grösse: 45 x 40 x 30 mm
4 / 286 Rosenquarz         Grösse: 110 x 110 x 65 mm (Mineral, aber kein Kristall)
5 / 246 Rosenquarz         Grösse: 125 x 80 x 60 mm (Mineral, aber kein Kristall)
6 / 090 Rosenquarz         Grösse: 120 x 80 x 50 mm (Mineral, aber kein Kristall)
7 / 094 Turmalin (Schörl)            Grösse: 40 x 35 x 30 mm
8 / 267 Turmalin (Melonen)         Grösse: 40 x 24 x 10 mm
9 / 059 Malachit                        Grösse: 60 x 40 x 20 mm (Mineral, aber kein Kristall)
10/ 155 Aquamarin - Beryll         Grösse: 25 x 20 x 15 mm (nach der Farbe zu urteilen: Beryll)

Gruss
Hans

Offline cmd.powell

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Re: Schörl, Brasilien
« Antwort #6 am: 06 Apr 12, 16:49 »
Hallo Hans

Kurz und bündig: Ja !

Dazu muß man natürlich sagen, das viele Stücke nach dem Gesichtspunkt Einschlussfreiheit ausgewählt werden, besonders Edelsteine. Hinzu kommt, das auf Deinen Bildern oft nur Teile eines Kristalls zu sehen sind, z.B. bei dem Bergkristall. Hier wurde wahrscheinlich nur der beste Teil des Kristalls verarbeitet, den Rest kennst Du also gar nicht.

Offline vanderheide

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Re: Schörl, Brasilien
« Antwort #7 am: 06 Apr 12, 21:52 »
Hallo Markus,
Danke für die Bestätigung.
Natürlich, alle Steine habe ich bearbeitet und geformt. Von gewissen Steinen kenne ich die ursprüngliche Ganzheit nicht, so hatte ich zB ein "Abfallstück" einer grossen Kristallgruppe, den der Strahler der Unansehnlichkeit wegen nicht verkaufen konnte, oder ein Bruchstück eines Bergkristalles aus Brasilien, von dem ich meine, man hat es mit Zerkleinerungen eines grösseren Stückes zu tun. Da musste ich die Schäden erst wegschleifen. Absolut verrückt war es den grossen Rosenquarz aus Brasilien zu schleifen .. bis da nichts mehr herausbrach. Der von Madagaskar war dagegen unheimlich rein und schön zu bearbeiten. Ich besitze gewiss auch mit anderen Mineralien verwachsene Exemplare, somit ist für mich die Sache geklärt! Besten Dank!
Gruss
Hans

 

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