Hallo liebe Mineraliengemeinde!
Mein Name ist Sebastian. Ich bin schon seit längerer Zeit hier im Forum angemeldet, bislang hatte ich lediglich mitgelesen und den Atlas als "Online-Mineralienzeitung" genutzt. Nun bin ich aber selbst auf ein Bestimmungsproblem gestoßen. Fundort ist die Sillschlucht südlich von Innsbruck, nahe der Brennerautobahn. Da ich erst seit kurzem hier lebe, kenne ich mich in der örtlichen Geologie leider nur in den Grundlagen aus und lese mich derzeit dahingegend ein.
Gesteinsbeschreibung:
Es handelt sich um sehr harte, quarzitische Brekzien (Größenordnung dm-Bereich), die auf den Geröllhalden am Flussufer inmitten von überwiegend Gneisen und Quarzphylliten aufgelesen wurden. Der Bruch des Gesteins ist splittrig-spröde, klingt beim Anschlagen mit dem Hammer sehr hell. Die Farbe ist grünlich-grau und wird auf den Fotos annähernd wiedergegeben. Als Einsprengsel finden sich verkieselte und inkohlte Holzfragmente (Größe im cm-Bereich), Quarzlinsen sowie kleine Kugeln bzw nierige Aggregate (mm-cm-Bereich) mit metallischem Glanz und Anflügen von rötlich-gelben Anlauffarben. Auf den Bruchflächen zeigt sich im Gegenlicht leichter violetter Schimmer.
Ist anhand der Bilder eine Bestimmung der metallischen Einsprenglinge möglich? In den anstehenden Quarzphylliten gibt es Vererzungen mit Metallsulfiden, evtl besteht da ein Zusammenhang.
Vielleicht kennt sich jemand im Forum mit dem Einzugsgebiet der Sill ein wenig aus und kann mir mit der mineralogischen und stratigraphischen Einordnung der Fundstücke weiterhelfen.
Gerne liefere ich auch weitere (Detail-)Fotos nach.
Vorab schonmal danke für die Mithilfe.
Gruß,
Sebastian