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Autor Thema: Radongas durch Uranocircit  (Gelesen 11188 mal)

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Offline Nathan

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Re: Radongas durch Uranocircit
« Antwort #15 am: 14 Feb 14, 18:03 »
Achso tut mir leid das bezieht sich auf die Grenzwerte für die Radioaktivität nicht auf die Radon Belastung.
Gruß
Philipp

Offline Embarak

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Re: Radongas durch Uranocircit
« Antwort #16 am: 14 Feb 14, 22:00 »
Zum handling noch ein Tip: will man doch mal wieder die Döschen öffnen, könnte man sie im Freien kurz auslüften,
um das radioaktive Radon loszuwerden ( mit dem Wind, nicht gegen.  :)  )

Zitat
...R steht nicht für Rad sondern für Rem (eigentlich rem) , diese Einheit ist zwar auch alt aber äquivalent zu µSv.
Kann ich so nicht stehen lassen.  ;)

Bis zum 31. Dezember 1985 war die offizielle Einheit der Äquivalentdosis das Rem (rem), die dann durch Sievert ersetzt wurde.
Dabei gilt die Beziehung
1 μSv = 0,1 Millirem  = 0,1 mR * K

Der Faktor K ist ein Mass für die Schädlichkeit (für den Menschen) und hängt nur von der Art der Strahlung ab.
K liegt zwischen 1 (Beta-, Gammastrahlen) und 20 (Alphastrahlen, mittelschnelle Neutronen)
Damit kannst Du ohne genauere Kenntnis der emittierten Strahlung nur sagen, dass 1 μSv zwischen 0,1 mR und 2 mR ist.
Dabei bitte auch berücksichtigen, daß wir bei Mineralien ein Gemisch aus verschiedenen Zerfallsprodukten der 3 möglichen natürlichen Zerfallsreihen
vorfinden. Ein einfacher Zähler kann die Strahlungsarten nicht unterscheiden und erkennt auch nicht, ob die Emissionen
aus festen - z.B. Uranocircit - , flüssigen oder gasförmigen Quellen - z.B. Radon -  kommen. Den Faktor K können wir also nur schätzen.
Man sollte die angezeigten Werte von Haushalts-Geigerzählern aus diesem Grund nicht so genau nehmen.
5 verschiedene Messgeräte bringen auch 5 verschiedene Zahlenwerte.
Für mich sind solche Zahlen irgendetwas zwischen Messwert und Hausnummer, erst recht, wenn der Messabstand nicht angegeben ist.  >:D 

Der aufgeführte Wert 6mR/h beschreibt dagegen die Äquivalentdosis pro Zeiteinheit, auch Äquivalentdosisleistung genannt.
Meistens wird K mit 1 angenommen, womit das 60µSv/h entspräche. Siehe
http://www.convertworld.com/de/aquivalentdosis/Sievert.html

Gruß
Norbert
« Letzte Änderung: 14 Feb 14, 22:34 von Hg »

Sphinx

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Re: Radongas durch Uranocircit
« Antwort #17 am: 14 Feb 14, 22:10 »
Hallo!

Danke für die vielen Antworten, hätte echt nicht gedacht dass das hier so schnell geht  :D
Wenn ich dass jetzt richtig verstanden habe, wird das Radon von der Jousibox bzw der Holzkiste zurückgehalten? Also ist es
nicht so tragisch, dass ich den Raum bis jetzt kaum belüftet habe?

Am liebsten würde ich die Strahlung eh selbst nachmessen, nur hab ich halt kein Geiger-Müller-Zählrohr daheim.
Es gibt ja eh für Handy Apps, mit denen man angeblich die Radioaktivität messen kann. Aber ich glaube kaum, dass man solchen
vertrauen kann, oder?  ;D

Offline Embarak

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Re: Radongas durch Uranocircit
« Antwort #18 am: 14 Feb 14, 23:02 »
Zitat
...Es gibt ja eh für Handy Apps, mit denen man angeblich die Radioaktivität messen kann...

Da hat hier auch jemand mit rumexperimentiert. Stärkere Strahlung kann dabei aber den Kamera-Chip vom smartphone
beschädigen, der dabei als Messzelle genutzt wird.
http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,30139.0.html

Norbert

Offline Nathan

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Re: Radongas durch Uranocircit
« Antwort #19 am: 15 Feb 14, 12:08 »
Hallo Norbert,


1 μSv = 0,1 Millirem  = 0,1 mR * K

Der Faktor K ist ein Mass für die Schädlichkeit (für den Menschen) und hängt nur von der Art der Strahlung ab.
K liegt zwischen 1 (Beta-, Gammastrahlen) und 20 (Alphastrahlen, mittelschnelle Neutronen)
Damit kannst Du ohne genauere Kenntnis der emittierten Strahlung nur sagen, dass 1 μSv zwischen 0,1 mR und 2 mR ist.
Dabei bitte auch berücksichtigen, daß wir bei Mineralien ein Gemisch aus verschiedenen Zerfallsprodukten der 3 möglichen natürlichen Zerfallsreihen
vorfinden. Ein einfacher Zähler kann die Strahlungsarten nicht unterscheiden und erkennt auch nicht, ob die Emissionen
aus festen - z.B. Uranocircit - , flüssigen oder gasförmigen Quellen - z.B. Radon -  kommen. Den Faktor K können wir also nur schätzen.

Da rem auch eine Äquivalentdosis ist darf man diese nicht noch mit K multiplizieren. Sonst hast du vollkommen recht!

Gruß
Philipp

Offline openpit

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Re: Radongas durch Uranocircit
« Antwort #20 am: 15 Feb 14, 13:04 »
Vorsicht!

Norbert hat mit seiner Aussage vollkommen recht:


1 μSv = 0,1 Millirem  = 0,1 mR * K

Der Faktor K ist ein Mass für die Schädlichkeit (für den Menschen) und hängt nur von der Art der Strahlung ab.
K liegt zwischen 1 (Beta-, Gammastrahlen) und 20 (Alphastrahlen, mittelschnelle Neutronen)


R steht eben nicht für (die alte Äquivalenzdosis) "rem", sondern für die Dosis "Röntgen". Sofern ich mich entsinne habe ich dies aber an einer anderen Stelle schoneimal geschrieben.

Glück Auf!
Micha

Offline Nathan

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Re: Radongas durch Uranocircit
« Antwort #21 am: 15 Feb 14, 13:20 »
Achso Sorry  :)
Philipp

Sphinx

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Re: Radongas durch Uranocircit
« Antwort #22 am: 15 Feb 14, 18:28 »
Hallo!

Danke Norbert für den Link! Laut diesem Thread ist das Messen von Radioaktivität
übers Handy garnicht so ein Fake wie ich gedacht habe.  :o
Aber diese Messungen kommen halt auch nicht an die der echten Messgeräte ran.

Ich glaube, für die Messung von Radon kann ich die App sowieso vergessen. Denn was ich bis jetzt
gelesen habe, misst man Radon mit einem HPGe Detektor, oder?

(Entschuldige wegen meinen dummen Fragen, ich hoffe ich gehe euch nicht auf die Nerven)

Offline Hg

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Re: Radongas durch Uranocircit
« Antwort #23 am: 15 Feb 14, 20:01 »
Schau doch mal hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Radonmessung

Da sind die gängigsten Methoden zusammengefasst. Der HPGe kommt hier beim Adsorptionsverfahren zum Einsatz.

Sphinx

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Re: Radongas durch Uranocircit
« Antwort #24 am: 16 Feb 14, 17:31 »
Danke für den Link!
Ich hab jetzt selbst nochmal im Internet recherchiert, und auch im Internet steht dass das Radon großteils von einer zugeklebten Jousibox zurückgehalten wird. Also brauch ich mir hoffentlich keine Sorgen machen.

Danke nochmals für die vielen Antworten!  :)

 

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