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Autor Thema: Gehört selbst gefundene lokale Steinsammlung bei Alg 2 zum Vermögen?  (Gelesen 8163 mal)

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Offline MartinB

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Ja!

Und nun (bitte) geht hin, die Ihr in der Nähe seid, helft dem Menschen, indem ihr ihm bestätigt, dass das, was er da mühevoll zusammengetragen hat, wirklich nicht so viel wert ist, wie der Staat meint. So wünschenswert ein Urteil auch wäre, es wird wohl niemand, der harzt, losgehen und den Staat verklagen. Der hat gute Juristen, und Prozesskostenhilfe ist bei vermeintlich verwertbarem Vermögen (da sind wir wieder bei der Sammlung) nicht sicher.

He, Mineral, bist Du eigentlich noch da? Ansonsten können wir uns die Mühe auch sparen ...

LG

Martin

Offline Steinjäger

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Hallo!

als jemand der auf der "Zahlerseite" des Sozialsystems steht wiederstrebt es mir dabei behilflich zu sein mit diversen Tricks und Kniffen den Status der "Bedürftigkeit" gegenüber den Sozialbehörden aufrecht zu erhalten um einen sicher schmerzlichen materiellen Verlust zu vermeiden. Die Überlegung zur Lösung des Problems sollte doch eher in eine andere  Richtung gehen nämlich: Was kann ich selbst, jetzt und sofort, tun um mich aus der Abhängigkeit vom Sozialsystem zu befreien und eine Situation schaffen in der solche Probleme wie die behördlich angeordnete Verwertung der Sammlung erst gar nicht auftreten. Auch wenn es am Anfang schwerfällt "selbst und ständig" an der Verbesserung der eigenen Situation zu arbeiten ist das mittel- bis langfristig bestimmt nicht nur in materieller Hinsicht sondern auch in Bezug auf das eigene Selbstbewußtsein weitaus besser als "Hartz 4". Wie Abraham Lincoln schon sagte: "Ihr könnt den Menschen nie auf Dauer helfen, wenn ihr für sie tut, was sie selber für sich tun sollten".
Glück auf!

Steinjäger

Offline loparit

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@Steinjäger

Deiner Aussage ist nichts hinzuzufügen!

Gruß
loparit

Offline pseudonym

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Naja ich glaub nicht das jemand der Mineralien sammelt zu den Leuten zählt die frühs schon vorm Lidl warten damit sie sich ihre täglich Dosis holen können .

Das es natürlich verallgemeinert wird ist mir klar .Es gibt aber auch viele die aufgrund von Alter , Unfall oder ähnliches da rein rutschen - das sollte man bedenken wenn man Pauschalurteile abgibt.

Ich stehe selber momentan vor dem Problem aus gesundheitlichen Gründen beruflich umsatteln zu müssen und ich kenne viele die aus ähnlichen Gründen umgeschult wurden und danach keine vertretbare Arbeit bekommen haben  sowas liegt einfach am Markt und am System , da tuts natürlich weh wenn man dann seine Sammlung abgeben muss , nur weil man sich in den Jahren vorher kaputtgearbeitet hat um seine Familie zu ernähren .

(7€ Stundenlohn ,3Schichten Zeitarbeit+aufstocken oder 5 € Stundenlohn,Vollzeit+ aufstocken ist definitiv nicht vertretbar und Menschenunwürdig, das sagt nicht das Amt sondern der gesunde Menschenverstand)

Es sind nunmal nicht alle die H4 kriegen den ganzen  Tag besoffen . . .
 
« Letzte Änderung: 13 May 12, 11:36 von pseudonym »

Offline cmd.powell

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  • Calcit vom Winterberg, Harz
Hi

Ich sehe es prinzipiell auch so wie Steinjäger, allerdings ist dies sicher auch nur eine Seite der Medaille. Pseudonym hat hier die mögliche Kehrseite schon aufgezeigt und diese zeigt - leider - die Realität im heutigen Joballtag mit Zeitarbeit und Niedriglohndumping. Klar, wer einen Job will, wird sicher einen finden, keine Frage. Es ist nur echt blöd, wenn man nach 200 Stunden/Monat Malloche in z.T. übelst gesundheitsruinierenden Jobs nicht mehr zum "Leben" hat als ein H4-Empfänger. Ich kenne etliche Kollegen die auch bei Vollzeit dank Miete etc. nicht mehr genug übrig haben um z.B. die Kinder auf eine Schule schicken zu können, die ihnen eine andere Zukunft ermöglicht als die, welche die Eltern haben. Mal locker 750.000.000.000 Euro versprechen, damit die Bänker weiterhin ruhig schlafen können bei denen ich nicht mal einen 10.000 Euro Kredit bekommen würde - irgendwas läuft da mächtig schief. Und das ist sicher nicht die Grundsicherung, welche unser Sozialsystem einzelnen Mitgliedern zukommen lässt, sondern auch der entsprechende Anreiz, sich selber aus Abhängigkeit des Sozialsystems zu befreien. Allerdings ist an dieser Stelle der Gesetzgeber gefragt z.B. mittels Mindestlöhnen entsprechende Grundlagen zu schaffen und nicht wir hier in einem Mineraliensammlerforum. Ich persönlich würde es allerdings begrüßen, wenn eher früher als später in diesem Punkte etwas passieren würde, da sich unsere soziale Marktwirtschaft derzeit offensichtlich in einer Abwärtsspirale befindet und wenn dieser Trend nicht irgendwie gestoppt wird, werden nicht nur die H4-Empfänger durch das soziale Raster fallen, sondern auch die inzwischen eh schon dramatisch zusammengeschrumpfte Mittelschicht. Ich persönlich kann nur davor warnen, eine zu große Bevölkerungsschicht durch stufenweise "Enteignung" zu potentiellen Tätern zu metamophieren, die nichts mehr zu verlieren haben. Das hat 1789 "Nebenan" schonmal einen Haufen Köpfe rollen lassen und es ist irgendwie traurig mitanzusehen, das sich die Menschheit zu mindesten im sozialen Bereich nicht weiterentwickelt hat. Dabei ist die Rechnung doch so simpel: Mehr Lohn bedeutet automatisch mehr Sozialabgaben, welche das Sozialsystem stärken. Gleichzeitig steigt der Anreiz zu arbeiten, was das Sozialsystem entlastet. Übrig bleiben die Härtefälle, die aus Gesundheitsgründen nicht mehr Arbeiten können und für die das soziale Netz eigentlich gedacht ist. Ach ja, nebenbei steigt auch noch die Kaufkraft, die Rentenbeiträge werden auch mehr etc.. Ok, die Banken machen nicht mehr 100.000.000 Euro Quartalsgewinn, sondern nur noch 75.000.000...

Zu dem konkreten Fall von Mineral kann ich nur hinzufügen, das ich nicht glaube, das seine Sammlung bzw. der Wert seiner Sammlung den verwaltungstechnischen Mehraufwand (Gutachter, evtl. Gerichtsverfahren etc.) auch nur im Geringsten decken kann. Was kostet ein solches juristisches Tauziehen den eigentlich den Sozialstaat und was bekommt er dafür. Als neutraler Beobachter würde ich jetzt mal tippen: Lasst dem Mann seine Sammlung, das ist den Aufwand nicht wert. Das ist typischen behördliches Schmalspurdenken. Anders sähe es sicher aus, wenn er bezifferbare Werte gehortet hätte. Und da praktisch jeder von uns weiss, das Mineraliensammlungen kaum zu beziffern sind, ist es sehr unwahrscheinlich, das sich der ganze Aufwand für irgendwen rechnet.

Offline Goldi85

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  • go ahead, make my day!
Hallo,

so ganz kann ich das nicht verstehen. Da schreibt der Threadersteller zwar einerseits davon, dass das Sammeln der "Allgemeinheit, z.b. durch Ausstellung" zu Gute kommt, aber andererseits will er seine Sammlung lieber entwerten, bevor etwas verkauft wird. Also lieber vernichten als bewahren  ???
Ich würde aber auch nicht soweit gehen und hinterfragen bzw. spekulieren, ob und warum denn in diesem Fall der Bezug von Arbeitslosengeld notwendig ist. Das sollte dann doch Privatsache sein und fügt der Diskussion prinzipiell nichts hinzu.

Gruß  Daniel

 

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