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Autor Thema: Fund aus der Ivreazone, TI, CH  (Gelesen 24130 mal)

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Offline vanderheide

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Re: Fund aus der Ivreazone, TI, CH
« Antwort #45 am: 13 Jul 12, 23:37 »
A III ist fertiggearbeitet. Die folgenden Aufnahmen versuchen nur die Gesteinsart zu zeigen.
Foto 1 ganzer Stein
Foto 2 die untere Seite
Foto 3 ich versuche die Elemente, die Smöller aufzeigte, aufzufinden:
A – Plagioklas?
B – Migmatit?
C – Quarz
D – Kalifeldspat?
E – Biotit ?
F – Gemisch von Glimmer, Granat, Plagioklas ?
An einer Stelle bekam ich immer wieder einen schwarzen Streifen auf dem Schleifrad, konnte aber nichts Markantes an dieser Stelle entdecken.

Offline vanderheide

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Re: Fund aus der Ivreazone, TI, CH
« Antwort #46 am: 13 Jul 12, 23:37 »
Foto 4
D – Kalifeldspat?
E – Biotit-Teilchen?

Offline vanderheide

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Re: Fund aus der Ivreazone, TI, CH
« Antwort #47 am: 13 Jul 12, 23:38 »
Foto5
B, C, D, wie oben
G – „das Bläuliche“ – kann das Cordierit sein?

Foto 6
Detailaufnahmen vom E = Biotit?
Lichtbrechung.
Das „Goldige“ ist verwitterter Biotit?

Foto7
Zwei vermeintliche Resten von Granaten
Und was können hier die haarfeinen, schwarzen Nadelstriche sein?

Ich hoffe, ich habe zum grössten Teil richtig bestimmt?
Was ist daneben und was habe ich übersehen?
Ich wäre dankbar um Hinweise.
Gruss
Hans

Offline Isle

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Re: Fund aus der Ivreazone, TI, CH
« Antwort #48 am: 19 Jul 12, 19:33 »
Abend,

sorry hab den post nicht in Gänze verfolgt, hoffe ich hab nix übersehen..

zu B: Migmatit ist ein Gestein, kein Mineral. Das ist so erstmal nur ein Bereich der reicher an dunklen Gemengeteilen ist.
zu C: jop.
zu D: im Bild r.u. ja, im linken seh ich zu wenig.

zu G: Cordierit via Fernansprache auf nem Photo trau ich mir nicht zu.

Das "Goldige" ist wahrscheinlich Hydrobiotit/Vermiculit, da ist dieses goldgelbe Erscheinen zu beobachten.

in Foto 7: das linke Photo sieht in der Tat sehr nach Granat aus, rechts.. meh ich seh nix. Die Einschlüsse sind Minerale die vom Granat während des Wachstums eingeschlossen wurden. Müsste man gucken, sind vielleicht Amphibole.

Insgesamt wär das Gestein für mich ein Mylonit, oder von mir aus auch Gneis.

Offline smoeller

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Re: Fund aus der Ivreazone, TI, CH
« Antwort #49 am: 19 Jul 12, 22:02 »
Hallo,

zu B: das ganze Gestein ist ein Migmatit. Migmatit bedeutet teilweise aufgeschmolzener Metamorphit. Dabei entsteht ein heller Anteil, das Leukosom (i deinem Fall das helle Band in der Mitte) leukogranitischer Zusammensetzung (Quarz und Feldspäte) und ein dunkler Restit (nicht aufgeschmolzene dunkle Minerale), das sog. Melanosom. Das können Granat, Biotit, Amphibole, Pyroxene sein, in deinem Fall Biotit.

Das letzte ist ein Gneis mit rosa Granat, schwarzem Biotit (das sind wohl auch die schwarzen Blättchen im Granat), Quarz, Feldspat und Graphit. Letzterer ist meist nicht sichtbar, zumindest nicht ohne Mikroskop. Auch Cordierit oder Sillimanit kann drin sein, aus den italienischen Alpen kenne ich welche mit Sillimanit (Val Gressoney).

Glück Auf!
Smoeller

Offline vanderheide

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Re: Fund aus der Ivreazone, TI, CH
« Antwort #50 am: 29 Aug 12, 22:31 »
Hallo,  Besten Dank für Eure Antworte. Ich war lange in den Ferien, bin erst seit 1 1/2 Wochen zurück und fand erst heute Zeit zu antworten.
Jetzt klärt sich für mich die Migmatit-Frage, Smöller. Das ist ja das Verflixte, dass ich mich Vorstellungen aneigne über die Erscheinungen von Mineralien und Gesteine und dann zugleich von diesen begrenzt bin. Deshalb bin ich Euch so dankbar, dass Ihr Euch immer wieder die Zeit nimmt zu ergänzen, zu erläutern und zu korrigieren.
mit den besten Grüssen
Hans

Offline vanderheide

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Re: Fund aus der Ivreazone, TI, CH
« Antwort #51 am: 16 Sep 12, 22:06 »
Hier folgt ein weiterer Fund auf dem Weg von Malesco nach Cannobio. Der Stein wurde an der Hauptstrasse unterhalb von Spoccia aus der Felswand gelöst. Von der Geologischen Karte her bin ich in dem Übergangsbereich von Gabbro, Amphibolit, Dioritisches Gestein nach Paragneis.
Die Grösse des Steines: 135 X 90 X 55 mm
Zweierlei fällt mir auf:
1. Der Stein besteht aus vielen, dünnen Schichten (Seiten B und D). Jeder Schicht hat eine gestreifte Textur (Seiten A und C)
2. Der Stein scheint "imprägniert" (man könnte meinen, ich habe Shell-Lack darüber gegossen). Dadurch wirkt die Seite A - je nach Lichteinstrahlung - goldenbraun. Hingegen dort, wo die "Imprägnierung" nicht hingelangte, schimmert der Stein silbern.
Ich nehme an, dass die Verfärbung und die Aufnahme (wahrscheinlich) von Eisen, heute nicht mehr möglich und sie auf einen Prozess hinweist, der viel früher stattgefunden hat?
Der Stein ist relativ hart (5 - 6) und lässt sich auf Hochglanz polieren.
Mit welchem Gestein habe ich es hier zu tun?
Ich bin dankbar für Hinweise!
Gruss
Hans

Bild vom Rohling und vier Ansichten des geschliffenen Steines

Offline vanderheide

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Re: Fund aus der Ivreazone, TI, CH
« Antwort #52 am: 16 Oct 12, 22:41 »
Frage: Ist die Bestimmung dieses Gesteins schwer oder mehrdeutig? Woran liegt es?
Gruss Hans

Offline vanderheide

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Re: Fund aus der Ivreazone, TI, CH
« Antwort #53 am: 23 Dec 12, 23:15 »
Hallo miteinander
und erstmal schöne Festtage und einen guten Rutsch ins Neue Jahr!
Wer mal zwischendrin Zeit hat, könnte mir helfen den letzten Stein hier zu bestimmen oder mir den Grund angeben, weshalb das schwer ist?
Herzlichen Dank!!
Hans

Offline guefz

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Re: Fund aus der Ivreazone, TI, CH
« Antwort #54 am: 23 Dec 12, 23:26 »
Hallo,

die deutliche Schichtung weist in Richtung Gneis, genauer kann ich das allerdings nicht sagen. Die braune Farbe kommt sicherlich durch einen geringen Gehalt an Eisen.

Günter

Offline vanderheide

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Re: Fund aus der Ivreazone, TI, CH
« Antwort #55 am: 27 May 13, 22:18 »
Lieber Günter,
Besten Dank für Deinen Hinweis. Ich erwartete mehrere Hinweise, aber offensichtlich war man überfordert. Kürzlich habe ich den Stein einen Experten gezeigt. Dann hat er mir gesagt: Der Fundort liegt so nah an der Insubrischen Linie, da ist alles metamorph. Es kann Gneis, wie Schiefer sein, weiter ist es nicht zu definieren.
Gruss
Hans

 

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