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Autor Thema: Steinsäge  (Gelesen 14253 mal)

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Offline Ametüst

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Steinsäge
« am: 11 Jun 12, 18:10 »
Hallo alle miteinander,

ich möchte ab und an mal einen kleinen bis mittleren Stein (Quarz insbes. Amethyst, Achat) selbst schneiden. Wäre die vorgestellte Maschine geeignet?
http://www.ebay.de/itm/200760414261?ssPageName=STRK:MEWAX:IT&_trksid=p3984.m1438.l2649

VG, Ines.

Offline Jörg

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Re: Steinsäge
« Antwort #1 am: 11 Jun 12, 19:17 »
Hallo Ametüst,

nicht wirklich. Das Ding hat eine recht breite Schnittfläche, da zerbröselt zu viel von dem guten Material. Da wäre eine billige Fliesenschneidemaschine, bei welcher das Blatt im Wasserbad (Kühlmittel kann je nach Bedarf angepasst werden) läuft, sogar sinnvoller.
Für kleine Minerale/Steine ist eine Säge mit Sägeblatt (möglichst dünn), von unten eindeutig besser.
Das Ding vom Foto läuft mit Wasserkühlung. Ich weiß nicht, ob man da was umbauen kann. Für Achate und Co. ist eine spezielle Kühlflüssigkeit sinnvoll.
Für Deine Bedürfnisse wäre eine spezielle Steinsäge mit dünnem Blatt und langsamer Drehzahl besser geeignet.
Ich habe Dir mal ein Bild von was Sinnvollem angehängt.

Glück Auf!
Jörg

Offline Ametüst

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Re: Steinsäge
« Antwort #2 am: 11 Jun 12, 19:29 »
Hallo Jörg, das mit der Drehzahl habe ich schon befürchtet. Auch deine anderen Argumente leuchten mir ein.

Dein angehängtes Bild kommt mir irgendwie bekannt vor ;). Leider war die Anfahrt für mich bissel weit.

Herzliche Grüße, Ines.


Offline Jörg

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Re: Steinsäge
« Antwort #3 am: 11 Jun 12, 19:54 »
Hallo Ines,

wäre das was? Die Schnitttiefe der Säge ist identisch mit der Einzelsäge von ALGE.
Hast sogar noch 2 Schleifscheiben dabei.
http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,29970.0.html
Der Preis ist VS!
Versand sollte auch möglich sein.

Bei Interesse einfach eine PN an mich.

Glück Auf!
Jörg

Offline Silberschweif

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Steinsäge
« Antwort #4 am: 27 Sep 12, 12:18 »
Hallo,
ich hab mich grade hier neu angemeldet. Ich hab schon einiges hier gelesen aber noch nicht alles :)
Ich hab etwa vor einem Jahr angefangen mit einer selbstgebauten Flachschleifmaschine aus einer Töpferscheibe zu schleifen.
resultate sind sehr gut allerdings besitze ich keine möglichkeit die Rohsteine selbst zu schneiden. Alle Kostengünstigen möglichkeiten habe ich durch von Hand sägen mit Flex etc.
Ich möchte mir jetzt eine Steinsäge selbst bauen.
Ich habe mir überlegt das ganze mit der Aufnahme einer Tischkreissäge und einem 2 Achsen Maschinenschraubstock zu bauen.
Beim Motor selbst habe ich aber noch keine Ahnung worauf ich zu achten habe.
sollte die Säge eher mit hoher oder niedriger Drehzahl laufen. Am liebsten wäre es mir wenn ich auf 220v bleiben könnte Da ich in meiner werkstatt keinen drehstrom liegen hab.
Vieleicht kann ich auch einfach meinen Poliermotor mit einer riemenscheibe ausrüsten und den dazu nehmen.  Stark genug dürfte er allemal sein
Alternativ hab ich noch einen alten Hängebohrmotor mit Flex Welle aus DDr Beständen allerdings fürchte ich das dieser zu schwach sein dürfte.
Zur not würde ich aber auch einen eigenen Motor für die Maschine zukaufen.
Ich will mit der Säge eher kleine Steine bis ca Handtellergröße schneiden.
Wie groß sollte das Dia Blatt sein ? Ich hab meine Schleifscheiben bisher bei Homberg u Brusius bestellt die haben auch Dia Blätter die geeignet sein dürften.
Nochmal zur aufnehme der Steine haltet Ihr einen Maschinenschraubstock für sinnvoll oder sollte es eher etwas sein wie bei einer Drehbank ?
Ich hab leider keinerlei Praxiserfahrung und ich möchte mir teure Fehlversuche sparen :)
liebe Grüße
chris

Offline dendrocopos

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Re: Steinsäge
« Antwort #5 am: 28 Sep 12, 09:38 »
Hallo Silberschweif,

ich habe mir in vielen Jahren nun mitlerweile die dritte Säge gebaut und dabei vieeeel umgebaut. Mit meinem letzten Stück bin ich fast zufrieden. Mit einer Kreissäge wirst Du kein Glück haben. Erstens läuft diese viel zu schnell und zweitens wird es ein Kamikazejob wenn Du beginnst das Sägeblatt zu kühlen. Dann zur Not eine stabile Fliesenschneidemaschine. Meine beste Erfahrung habe ich mit meiner Säge gemacht, welche mittels Getriebemotor über einen Riemen und Welle angetrieben wird. Das dauert aufgrund der geringen Umdrehungsgeschwindigkeit des Blattes zwar etwas länger dafür wirst Du aber ewige Zeiten Freude an dem Sägeblatt haben, Kühlung vorausgesetzt! wenn Du das ganze nicht gewerblich betreiben möchtest, sollte Dich das aber eher wenig interessieren. Durch die extrem guten Schnittflächen machst Du die Zeit beim schleifen um ein vielfaches wieder gut. Ein weiterer Vorteil ist, dass Du die ganze Säge nicht einhausem musst, da bei hohen Geschwindigkeiten eine riesige Sauerei entsteht. Im weiteren bekommst Du einen Getriebemotor kaum zum stehen. Du brauchst also wesentlich geringere Motorleistungen. Steinklemmen kann man selbst bauen. Diese funktionierem meist am besten. Ich kann Dir mal ein Foto schicken. Die Zuführung zum Sägeblatt kannst Du wahlweise mittels Wippe oder Schlitten realisieren. Ich habe an meinen Sägen beide Varianten. Das ist einfach Ansichtssache. Für die kleineren Steine bis 10cm verwende ich die Wippe für alle größeren den Schlitten da sonst der Druck auf das Sägeblatt zu groß wird.

Glück auf !

Frank

Offline Silberschweif

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Re: Steinsäge
« Antwort #6 am: 28 Sep 12, 12:51 »
Hallo Frank,
vielen Dank für deine Antwort und die Information nach der ich gesucht hatte.  Mit Antriebseinheit meinte ich nicht eine ganze kreissäge das wäre unverantwortlich diese in zusammenhang mit wasser ... Am ende wär das noch das Ende meines Hobbys :(
Mit Antriebseinheit meinte ich sowas
http://www.ebay.de/itm/Kreissagewelle-/130773993219?pt=Industriemaschinen&hash=item1e72bcc703
Es ist eine welle mit geschlossener lagerung Spannvorrichtung und Riemenscheibe am anderen Ende. Die welle wollte ich einfach unterhalb der Schneidplatte anbringen so das nur die eine Seite des Sägeblattes oben rausschaut. Die Kühlung wollte ich durch eine plastikwanne mit wasser gefüllt durch die das Sägeblatt läuft bewerkstelligen. Zusätzlich werde ich wohl noch eine meiner aquarienpumpen für die abführung vom schleifschlamm installieren. Ich werd mich dann mal nach gebrauchten Getriebemotoren umschauen.
lieben Dank
chris

Offline dendrocopos

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Re: Steinsäge
« Antwort #7 am: 28 Sep 12, 14:39 »
Hallo Chris,

die Welle sieht schon ganz ordentlich aus. Solch ein Stück habe ich auf meiner großen Säge auch. Dafür benötigst Du aber mind. ein 50er/ 60er Blatt. Das wird dann schon was zum klotzen und nicht zum kleckern... Durch den hohen Flansch der Sägeblatthalterung und den Tisch darüber gehen dir 5-8cm der Blatthöhe verloren, d.h. Du kannst noch Steine bis ca. 20 cm Höhe schneiden. Ich wünsche Dir viel Erfolg!

Glück auf!

Frank
« Letzte Änderung: 20 Mar 13, 17:37 von oliverOliver »

Offline Silberschweif

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Re: Steinsäge
« Antwort #8 am: 28 Sep 12, 18:31 »
Hallo Frank,
ja es ist eine vorläufige überlegung das so zu machen meist ändert sich beim bauen ja auch noch was.
Seis man kommt günstiger an andere teile oder man bekommt eine bessere idee *g*
geht mir oft so das ich mitten im bau dann doch wieder alles ganz anders mache wie geplant.
Ich hab die Führung für die Backenzwinge auch noch nicht wirklich stehen.
Ich hab mir vorgestellt wenn ich günstig an einen Kreuztisch komme so wie diesen
http://www.ebay.de/itm/Kreuztisch-Frastisch-Koordinatentisch-475x153mm-NEU-18510-/261093044207?pt=Gartenbauwerkzeuge&hash=item3cca5bafef
hätte ich dieses Problem elegant gelöst man müßte dann natürlich die aufhängung für die welle ändern aber das ist an sich ja auch kein problem
Um nochmal auf den getriebemotor zurückzukommen wieviel umdrehungen sollte der so machen 100 ?
Ich schätze das ist ein ganz guter wert
liebe Grüße
chris

Offline fassi

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Re: Steinsäge
« Antwort #9 am: 28 Sep 12, 20:28 »
Hallo
Ich habe auch schon mehrere Steinsägen gebaut .
100 U/min sind definitiv zu wenig .
Die Drehzahl kommt auf das verwendetet Sägeblatt an.
Die Daten zur drehzahl gibts beim Hersteller  der jeweiligen Blätter .-
damit sollte ein Getriebemotor auscheiden

Einen Kreuztisch unter die Steinklemme zu bauen ist nur sinnvoll wenn man beabsichtigt größere Brocken in paralelle Scheiben zu schneiden .
für das trennen von steinen mit nur einen Schnitt ist das herausgeworfenes Geld  ;)

Ganz wichtig -  steinklemme muss 100 % paralell zum Sägeblatt verlaufen

Offline Jörg

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Re: Steinsäge
« Antwort #10 am: 28 Sep 12, 20:33 »
Hallo Chris,

ich bin auch gerade dabei, mir eine Steinsäge selber zu bauen  :D

Motor: 1100W von einem alten Hauswasserwerk.
Auf die Welle eine Keilriemenscheibe von einer Lichtmaschine geschraubt.

Wellenlager für die Sägewelle: 2 Radlager PKW

Widerlager: Aus alter PKW-Achse gedreht

Welle: Vollstahl, an den äußeren Enden auf Innendurchmesser der Radlager abgedreht.
An einem Ende ein Flansch angeschweißt für 30mm Innendurchmesser Sägeblatt. Außendurchmesser 425mm, 0,9mm stark.
Das Sägeblatt kann gegen ein kleineres, dünneres ausgewechselt werden.
An der anderen Seite für ein nicht segmentiertes Flex-Blatt.
Kurz vor dem einen Lager eine größere Keilriemenscheibe angeflanscht. Die ist je nach benötigter Drehzahl auswechselbar.

Rahmen: Geschweißte Eigenkonstruktion.
Eine Halterung für ein Radlager abnehmbar, geschraubt (damit die Welle zum Sägeblatt- und Riemenscheibewechsel schnell demontiert werden kann).

Haben vor 2 Std. einen ersten Probelauf gemacht. Funktioniert prima.
Habe im Moment leider alle Hände voll zu tun.
Werde aber bei Gelegenheit mal eine genaue Beschreibung nebst Fotos posten.

Das Ding hat die Vorteile:
Großes Sägeblatt für große Steine (20 cm Schnitttiefe) - langsame Drehzahl
Dünnes Sägeblatt für wenig Schnittverlust (0,5 mm bei Met´s) - langsame Drehzahl
hochwertiges Flex-Blatt für schnelle Schnitte - hohe Drehzahl.

Kosten: Minimal, haben alte PKW-Teile und Metallreste verbaut. Einzige Ausgaben waren 10m Winkeleisen (30mm) und die Sägeblätter.

Nachteil: Man braucht ein Schutzgas-Schweißgerät und eine gute Drehbank (hat beides ein guter Freund).

Will den Rahmen morgen noch mit Rostschutz streichen, und die Tage eine Kastenverblendung aus Riffelblech basteln.
Dann nur noch die Schalen für die Wasserkühlung.

Glück Auf!
Jörg

Offline Krizu

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Re: Steinsäge
« Antwort #11 am: 28 Sep 12, 20:35 »
Hallo,

vielleicht als Hinweis: In der Regel ist die Umlaufgeschwindigkeit entscheidend. Also Umfang des Sägeblattes X UPM.

Meine "alte" Säge für Halbleiter hatte normal 30.000UPM aber das Blatt war nur 2" oder 3" Durchmesser ;-

Mfg

Frank

Offline Silberschweif

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Re: Steinsäge
« Antwort #12 am: 29 Sep 12, 11:59 »
In meinem früheren Leben war ich Zerspanungsmechaniker und hab bei einer großen Firma für Getriebeteile und Zahnräder gearbeitet. Noch früher zu Lehrzeiten hab ich Amphibienfahrzeuge und Landmaschinen gebaut.
Gerade weil ich aus dieser sehr präzisen ecke komme gefällt mir die idee mit dem Kreuztisch sehr gut. so kann ich auf 1/10 steuern wie dick die scheiben werden sollen. Ist warscheinlkich übertrieben aber ich hab ja schon geschrieben wenn ich günstig rankomme besorge ich mir einen dh bis 20 € Die ganze Säge soll nicht mehr als 100€ kosten ohne Sägeblatt.
Ach ja noch eine Frage zum Sägeblatt ist es sinnvoll ein gesintertes Blatt zu verwenden oder tuns die normalen auch <?
Die Dimensionen der säge und die Geräuschentwicklung sollen sich auch in Grenzen halten.
lg
chris

 

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