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Amethyst im Karbonatgestein
Jochen1Knochen:
Hallo Jörg!
Wo ist in dem Link was von der Entstehung?Da steht was von Quarzbrocken mit Amethyst.Amethyst in Kalk lese ich dort leider nicht.
Hallo Mario!
Natürlich ist das Bruch,aber da muß ja der ganze Gang komplett abgerutscht sein und in etwas reingefallen sein,was sich verhärtet hat.Da ist ja im Gestein eigentlich auch nichts anderes außer dem Amethyst drin.
Also ich habe und kenne praktisch Amethystbruch in Quarz bzw. Achat von Schlottwitz,in Hornstein von Warmbad und in Fluorit von Geringswalde.
Deshalb ist das in Kalk auch etwas ungewöhnlich für mich.
Gruß Jens
smoeller:
Hallo,
Karbonatgestein halte ich für merkwürdig, in der Regel hat man in dem Gebiet Gneis oder Glimmerschiefer als direktes Nebengestein der Gänge. Karbonatgesteine gibt es in der Gegend zwar, aber als Marmore und Kalksilikatmarmore/-felse. Ablagerungen von Kalksteinen (im Sinne mariner Ablagerungen) gibt es in der Gegend eher nicht, da das Erzgebirge ein Hebungs- und Abtragungsgebiet darstellt.
Es könnte sich aber um Letten, also hydrothermal zersetztes Nebengestein handeln, das in Form einer Brekzie die Bruchstücke verkittet. Aber eher noch ist es Kluftlehm oder ähnliches. Oder es wurde künstlich nachgeholfen, im besten Falle mit einer Härtung des Lehms/Letten, im schlimmsten Falle mit einer Art Zement.
Glück Auf!
Smoeller
triassammler:
Hallo,
auffällig ist etwas, das wie Anwachssäume um die enthaltenen Amethysttrümmer aussieht. Nach der Zertrümmerung muss es eine Phase gegeben haben, in der die Fragmente eine "Hülle" bekommen haben. Erst danach erfolgte die Einlagerung in die jetzige Matrix.
Mir entzieht sich zwar eine weiterführende Deutung hinsichtlich der Zusammensetzung der Matrix, aber vielleicht hilft das den Kundigen weiter?
Gruß,
Rainer
Blackminer:
Nu bin ich aber total durcheinander... ???
Die Mildenauer Pseudomorphosen sind doch sonst im Quarz, oder?
Wenn das gezeigte Stück von Mildenau stammt, wäre es hydrothermal überprägt. Und dann mal weiter gesponnen, könnte es sich bei dem Nebengestein doch nur um Calcit oder Dolomit handeln... ???
Quasi Baryt o.ä. wird von Quarz umkrustet, dann das Innere weggelöst und ausgefüllt. Danach erneutes Auflösen der Gangfüllung incl. Bewegungen und dann würden die Pseudomorphosen abbrechen und in der neuen Gangfüllung schwimmen. Oder liege ich da falsch?
Sicher kann nur mineralroli was genaueres zu dem Stück (Karbonat) sagen.
Glück auf!
Jochen1Knochen:
Hallo Raik!
Calcit oder Dolomit ist das bestimmt nicht.Die Matrix kommt mir irgendwie sandig vor.
--- Zitat von: smoeller am 17 Jun 12, 22:50 --- Oder es wurde künstlich nachgeholfen, im besten Falle mit einer Härtung des Lehms/Letten, im schlimmsten Falle mit einer Art Zement.
--- Ende Zitat ---
Ich kannte da mal einen von Chemnitz,der von Mildenau sehr viele Bruchstücke hatte.
Auf die Frage,was er damit macht:"Die schmeiße ich mal in Gips und säge das durch.Mal sehen was dabei rauskommt."
Das Endergebnis habe ich aber nie gesehen.
Gruß Jens
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