Hallo,
Mylonit kann durchaus sein. Habe helle Orthogneis-Mylonite mit plattigen Quarzen iom Aufschluss in Süditalien selber gesehen. Das kann soweit gehen, dass man ein Gestein hat, das ähnlich einer Torte aus abwechselnd Bändern von Quarz und Feldspat besteht. Granat ist durchaus möglich, wenn, wie schon gesagt, das Ausgangsgestein granatführend war Aber auch Granulite mit einer solchen Struktur gibt es, als Beispiel wäre Todtmoos im Südschwarzwald zu nennen.
Typisch für nicht vollständig umkristallisierte Mylonite sind in den Feldspäten spätige Altkörner, die von einem Saum feinkörnigen Feldspats umgeben sind (Rekristallisation). Ein Granulit dürfte das eher nicht zeigen, da bei den hohen Temperaturen der Metamorphose (mindestens ca. 650-700 °C) Feldspat wenn, dann vollständige Rekristallisation zeigt.
Glück Auf!
Smoeller