Hierbei ist es unerheblich, ob der Fluoritkristall völlig oder teilweise erhalten ist oder vollständig weggelöst wurde.
Hallo Peter,
hierbei möchte ich Dir widersprechen. Von Umhüllungspseudomorphosen/Perimorphosen sollte man nur sprechen, wenn der umhüllte Kristall teils oder völlig weggelöst wurde.
Jede Überkrustung durch eine jüngere Mineralisation als Perimorphose zu bezeichnen (und dazu zählt auch das von Dir gezeigte Bild) halte ich für unsinnig und einen Trick der Händler, den Preis für solche gewöhnlichen Paragenesestufen nochmal anzuheben.
Um mich mit meiner Aussage abzusichern habe ich auf die schnelle Lapis Heft 11, 1981 (Themenheft Pseudomorphosen) herangezogen.
Anbei drei Beispiele aus Altenmittlau:
Mimetesit und Cerussit überkrusten einen Bleiglanzwürfel. Diesen Zustand würde ich nicht als Perimorphose bezeichnen:

Pseudomorphose von Azurit nach Fluorit
Mimetesit zeichnet die ursprüngliche Kristallform eines Bleiglanzwürfels nach, welcher schon teilweise weggelöst wurde. Das ist eine Perimorphose:

Pseudomorphose von Azurit nach Fluorit
und zum Schluß noch eine waschechte Pseudomorphose, Malachit nach Azurit:

Pseudomorphose von Azurit nach Fluorit
der Vollständigkeit halber hier noch ein "frischer" Azuritkristall:

Pseudomorphose von Azurit nach Fluorit
Beste Grüße
Stefan