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Niederösterreich: miozänes Kieselholz aus der Hollabrunn-Mistelbach-Formation

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oliverOliver:
Weiters gibt es in der Umgebung von Hollabrunn anscheinend auch Holzreste in reiner Limoniterhaltung. Bei diesem kleinen Stück handelt es sich allerdings nur um einen Abdruck in einer Limonit-Sand-Konkretion ohne körperlich erhaltene Holzstruktur (siehe Foto 2) – das Holz dürfte vollständig vergangen sein. Es ist auch nicht völlig auszuschließen, dass es sich dabei um den Abdruck eines Kieselholzes in einer Limonitkruste handeln könnte, was allerdings ziemlich unwahrscheinlich ist – auch der Sinter über dem Abdruck spricht dagegen.

oliverOliver:
Kiesgrubenimpressionen aus der HMF, Teil 4:
eine Grube im südlichen Manhartsberggebiet

oliverOliver:
Lange hat sich jetzt bei mir schon nichts Neues bezüglich Kieselholz aus der HMF getan – nur „Rostholz“ habe ich dort in letzter Zeit öfters gefunden (dazu demnächst mehr).
Jetzt im Mai gab`s endlich wieder mal zwei – allerdings sehr kleine – Feldfunde aus dem Gebiet östlich von Hollabrunn. Leider eben Feldfunde und dementsprechend „mundgerecht“  >:D zerteilt. Das eine (Foto 2) ist überhaupt etwas „zerschrottet“ bzw. schon länger in der durchackerten Schicht abgerollt, und hat zudem einen rezenten Bruch. Das zweite ist besser erhalten (anscheinend frisch aus dem anstehenden Schotter geackert und noch nicht lange im Pflughorizont) und zeigt an der Oberfläche eine gut freigewitterte Holzstruktur (Foto 3), hat aber dafür gleich an beiden Enden ganz frische Brüche. Es sind also nur sehr bescheidene „Schrottstücke“ – in guten Fundgebieten (wie z.B. der SMFF) läge so was auf jedem besseren Feldweg herum. Aber weil hier in der HMF gut verkieselte Hölzer eben doch recht selten sind, freue ich mich sogar über solche Splitter …..

oliverOliver:
Auch wieder ein paar ganz nette, wenn auch kleine Stücke – gefunden Anfang Juni zwischen Hollabrunn und Mistelbach. Alle mit schöner Holzstruktur an der Oberfläche (Fotos 1+2), aber, wie an frischen Bruchflächen sichtbar, relativ schwach / schlecht / grobkörnig verkieselt (wie z.B. auch schon das Stück aus AW # 9).
Das war diesmal – was die Fund-Anzahl (aber leider nicht die Qualität bzw. Größe !) betrifft – mein bisher bester Tag in der HMF, mit insgesamt elf Stück Kieselholz (die meisten der übrigen, nicht abgebildeten sind aber noch kleiner). Allerdings sind unter denen auch drei bis vier mit guter / dichter / feinkörniger Verkieselung dabei (zum Teil sogar durchscheinend, siehe das Stück auf den Fotos 3+4), aber alle rezent gebrochen (Feld- und Feldwegschotterung- bzw. Klaubsteinschüttungs-Funde). Und auffälligerweise sind diese alle – im Gegensatz zu den grob verkieselten – mehr oder weniger deutlich abgerollt (das auf den Fotos 3+4 nur auf dem am Foto nicht sichtbaren Ende, also wohl nach dem Transport, aber noch vor der rezenten Beschädigung auch schon einmal zerbrochen), was wieder mal das Problem der eventuellen / vermutlichen sekundären Verlagerung aufwirft (wie auch bei so gut wie allen anderen miozänen kieselholzführenden Formationen in NÖ).
Oder ist die sehr unterschiedliche Qualität der Verkieselung doch nur durch den divergierenden Chemismus verschiedener Ablagerungsmilieus bedingt (so sind ja z.B. die beiden Hölzer aus dem vorigen Beitrag, trotz sehr ähnlicher Oberflächen wie bei den schwächer verkieselten, auch sehr gut verkieselt)? Ob ich das Problem jemals werde lösen können ? Derzeit bin ich da eher pessimistisch …..

oliverOliver:
Hier mal ein geringfügig größeres, nicht durch die landwirtschaftliche Tätigkeit zerstückeltes Exemplar. Das ist aber auch schon das einzig gute daran, ansonsten ist es leider ein völlig unspektakuläres „Brett“ (max. D. = nicht einmal ganz 3 cm) –  abgesehen von einem Mikro-Zweigansätzchen, das aber auch nicht der Rede wert ist ……

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