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Autor Thema: Mineraliensammeln mit dem Fahrrad - geht das?!  (Gelesen 4154 mal)

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Offline stonehengst

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hallo,

Um es vorweg zu nehmen, ja es geht ;) . Aber es wirft natürlich ganz neue Probleme auf. Daß die Mitnahme vieler Stufen begrenzt ist, gehört dabei zu den kleineren . Und ich meine dabei nicht cm-große Pyrit xx aus irgendeiner Tongrube.
Mich würde hier interessieren ob es noch mehr "Verrückte" gibt, die sowas machen ::). Ich war z.B. mit Rad und Anhänger im MontBlanc-Massiv unterwegs (an einem Tag 2000 Höhenmeter) und habe sogar noch eine Museumsstufe ( Rauchquarz xx - ca 15 cm, steht im Museum) mitgebracht. Und in Tschechien fand ich 15 mm große Hessonit xx. Im September fahre ich nun für zwei Wochen nach Savoyen/Isere(Axinit,Epidot,  SE-Mineralien) . Mein Traum wäre eine Exkursion mit dem Rad in Namibia. Über einen Erfahrungsaustausch bzw. Anregungen/Kritik zum Thema Rad und Mineralien würde ich mich freuen.

Glück Auf,   Thomas

Offline MichaelP

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Re: Mineraliensammeln mit dem Fahrrad - geht das?!
« Antwort #1 am: 28 Jul 12, 20:01 »
Hallo,
die Halden der näheren Umgebung fahre ich fast immer mit dem MTB an. Alles was ich brauche wird im Rucksack transportiert.
"Nähere Umgebung" ist ist dabei für mich als Radrennfahrer etwas weiter gefaßt. Ein paar Mal bin ich auch schon 75km ins Siegerland geradelt, habe da 2 Stunden Steine gekloppt, und bin dann die 75 km wieder mit dem vollen Rucksack nach Hause geradelt.
Also wie du siehst, bist du nicht der einzige "Verrückte".
Glück auf!
Michael

Offline Tobi

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Re: Mineraliensammeln mit dem Fahrrad - geht das?!
« Antwort #2 am: 28 Jul 12, 20:05 »
Hi Thomas,

ich bin in der Tat auch schon mit dem Rad sammeln gegang.. ääh gefahren. Genau wie bei Michael waren Rucksack und MTB dabei meine "Ausrüstung". Allerdings bin ich dafür nur ein paar Kilometer gefahren und war ich nur auf der Suche nach Kleinstufen, die konnte ich bequem in den Rucksack eintüten. Mich würde der Gedanke ein wenig abschrecken, eine richtig große Sammeltour per Rad zu machen. Erstens hätte ich Angst wegen des Gewichts, zweitens um die Stufen selbst, falls mal was passiert. Aber wenn man sowas angeht und vernünftig macht, ist es natürlich ein doppelt schönes Naturerlebnis. Gerade in Namibia (eines meiner Hauptsammelgebiete) stelle ich es mir sehr schön vor ... wegen des Klimas allerdings auch recht schweißtreibend ;)

Gruß
Tobi

Offline stonehengst

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Re: Mineraliensammeln mit dem Fahrrad - geht das?!
« Antwort #3 am: 29 Jul 12, 00:40 »
hallo beiderseits,

gut zu wissen, daß ich nicht alleine bin :). Im Schwarzwald bin ich öfter mit dem Rad unterwegs, manchmal auch mit Anhänger, wenn ich was größeres im Sinn habe (Untertage o.ä.). Oft fahre ich ein Stück mit der Bahn. Den Rücken halt ich mir gewöhnlich frei. Zur Zeit habe ich ein Reiserad mit  Stahlrahmen und breiten Ballonreifen. Große Satteltaschen und eine Lenkertasche sind für die Klamotten und die Sammelausrüstung. Ggf. ist auch eine leichte Brechstange, am Hauptrohr des Rahmens horizontal befestigt dabei. Für meine Tour in die Alpen (Massif Maurienne und Massif de la Lauziere) werde ich mir noch ein paar Lowrider anschaffen.
Angesichts der Steigungen in den Alpen hab ich mir einen anderen Zahnkranz mit günstigerer Übersetzung montieren lassen. Meistens geht es dann dennoch nur im kleinsten Gang bei einer Geschwindigkeit von 4-5 km/h bergauf :P. Die Steigungen in den Alpen sind meist nicht steiler als im Schwarzwald aber natürlich länger.
sollte ich etwas mehr oder besonders gutes finden schicke ich es mit der Post nach Hause, war leider bisher selten der Fall.Natürlich nimmst Du vielmehr Details der Landschaft wahr und oft hältst Du mal an einem kleinen Aufschluß an. Aber das kostet natürlich alles Zeit. Wenn man irgendeine "sensible Aktion" vorhat hat das Radl natürlich den Vorteil, daß man es gut verstecken kann.
So wenn ich jetzt noch checke, wie ich hier ein paar Bilder reinkriege wird das Ganze anschaulicher. Vielen Dank schon mal für euer feed back.

Glück Auf,   Thomas

Offline Tobi

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Re: Mineraliensammeln mit dem Fahrrad - geht das?!
« Antwort #4 am: 29 Jul 12, 09:03 »
So wenn ich jetzt noch checke, wie ich hier ein paar Bilder reinkriege wird das Ganze anschaulicher.

Das dürfte helfen:
http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Hilfe%20und%20Information/BilderUploadHilfeForum

Offline Rockhounder

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Re: Mineraliensammeln mit dem Fahrrad - geht das?!
« Antwort #5 am: 31 Jul 12, 19:41 »
Hallo,

sammeln mit dem Rad hab ich auch schon gemacht. So verrückt ist das gar nicht. :)
Da gibt`s eine Tongrube und einen Basaltbruch im benachbarten Tschechien.
Auf der Strasse mit dem Auto gut 30 -40 km von mir aus zu fahren,mit dem Rad
über einen Grenzübergang für Wanderer bin ich in wenigen Minuten dort.
Und Großstufen finden sich dort sowieso nicht,nur Mikros in Basaltdrusen und kleine
Gipse in einem Kohlenflöz.

Glück Auf
Norbert 

Offline uwe

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Re: Mineraliensammeln mit dem Fahrrad - geht das?!
« Antwort #6 am: 01 Aug 12, 18:59 »
Mit dem Fahrrad sammeln geht gar nicht.

Man kann aber mit dem Fahrrad zu einer Fundstelle fahren. Das bietet den Vorteil, daß man sein Fahrzeug besser verstecken kann als ein Auto. Außerdem hat das Fahrrad keine Nummer. ;)

Uwe

Offline Erik

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Re: Mineraliensammeln mit dem Fahrrad - geht das?!
« Antwort #7 am: 01 Aug 12, 19:26 »
Stimmt  ;D
Ich habe mal eine Zeitlang auf dem örtlichen US-Truppenübungsplatz, als dieser noch in Betrieb war, gesammelt. Mit dem Rad konnte man sich problemlos aus dem Staub machen, denn Jeeps etc blieben irgendwann zwischen den Bäumen stecken  ;)

Um schnell und unauffällig irgendwohin und wieder weg zu kommen wäre auch für mich der Grund für das Rad, sonst wäre es mir aber viel zu unpraktisch, ehrlich gesagt.

Gruß, Erik
« Letzte Änderung: 01 Aug 12, 19:50 von Erik »

Offline Walpurgin

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Re: Mineraliensammeln mit dem Fahrrad - geht das?!
« Antwort #8 am: 01 Aug 12, 19:33 »
aha...du warst das also Erik.

Offline stonehengst

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Re: Mineraliensammeln mit dem Fahrrad - geht das?!
« Antwort #9 am: 01 Aug 12, 22:59 »
Naja um ehrlich zu sein zwang mich ein finanzieller Engpass aufs Auto zu verzichten. Mittlerweile dauert der Engpass fast 9 Jahre und ich hab mich ans Rad gewöhnt. Oft artet die Exkursion in eine sightseeing-Tour aus und außer ein paar Fotos und Ideen für das nächste Mal kommt nichts zählbares raus. Aber Du bist am Ende trotzdem zufrieden, denn auch der sportliche Effekt zählt. Wenn ich was finde, umso besser. Nach fast 40 Jahren Sammeln ist man eh etwas schleckig geworden und nimmt nicht jeden Bruch mit, sodaß die Satteltaschen nicht gleich reissen.
Anfang September fahre ich ins Gebiet von Albertville (SW vom Mont-Blanc). Am col du Glandon suche ich nach Axinit und Epidot, in der Region Beaufortain nach Zepteramethyst, bei La Lechere kommen in Talnähe Anatas,Brookit, Crichtonit u.ä. (MM) vor.
Wenn das Wetter mitspielt übernachte ich im Freien direkt in der Fundregion. Ansonsten Campingplatz, Rad bleibt im Zelt, und ein paar Tage auf die Hütte.Hoffe, daß ich nicht so viele Tage zum Relaxen brauche.

Glück Auf,   Thomas

 

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