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Asbest-Mineral - gefährlich?

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Alcest:
Dann müsste die halbe Natur ausgeschildert werden. Es ist nicht die Schuld des "geldgeilen" Verleihers, wenn Touristen blindlings und blauäugig auf Steinen rumhämmern.

Asbest wird absolut überdramatisiert - die feinen Fasern dürfen nur nicht durch die Nase gezogen werden. Händewaschen soll gegen Fasern an den Händen helfen. Das hilft im Übrigen auch bei Arsenverbindungen, die bei 0,1 g tödlich wirken. Es bedarf auch keiner besonderen Sicherheitsvorkehrungen beim Transport, solange das Stück nicht lose herumfliegt. Respekt ist angebracht, Paranoia nicht.

Ob Fasern eingeatmet wurden, können wir durch das Internet nicht feststellen. Das wird nur ein Lungenspezialist können.

Goldi85:

--- Zitat von: Krizu am 15 Aug 12, 14:24 ---Hallo Daniel,

dem Fragesteller geht es um die gesundheitliche Risikobewertung mit dem unbekannten Stück nach nicht näher spezifiziertem Kontakt.
Nicht der jetzigen Handhabung...

MfG

Frank
P.S.: http://de.wikipedia.org/wiki/DHMO

--- Ende Zitat ---

Ah ok, da hatte ich nicht ganz aufgepasst...
Zur Einschätzung, einfaches einmaliges Berühren sollte kein Problem darstellen. Das Risiko würde ich mit dem Rauchen von Zigaretten vergleichen: man kann von der ersten Zigarette krank werden oder auch später, die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung ist bei jeder Zigarette gleich. Raucht man mehr, so steigt das Risiko. Es gibt keine Schwelle, ab der es gefährlich wird und unter der man zu 100% sicher ist.
Und gleichermaßen könnte man sich fragen, wieviele einheimische Mineraliensammler in der Alpenregion bereits gesundheitliche Schäden durch Asbest davon getragen haben, die sicherlich häufiger mit dem Mineral in Berührung kommen. Mir sind keine bekannt.

Noch eine Geschichte am Rande: In der Solfatara von Pozzuoli werden Steine in denn austretenden Gasstrom gelegt, bis sich diese mit einer roten, glitzernden Schicht überzogen haben. Diese werden dann für 1€/Stück an Touristen verkauft. Mich hat es dann damals doch etwas gewundert, als ich zuhause nachgelesen habe, dass es sich bei dem roten, staubigen Zeug an meinen Fingern um Realgar (As4S4) gehandelt hat...

Gruß  Daniel

uwe:
Was soll das ganze Gerede?

Es handelt sich um Byssolith, welcher in den Tälern des Pinzgau sehr häufig ist. Dieses Mineral ist natürlich nicht meldepflichtig.

Solange man die Kristallbruchstücke nicht schnupft geht keine Gefahr davon aus. Rauchen und Saufen ist wesentlich gefährlicher.

Uwe

pseudonym:
Und dann muss man wissen das nur wenige Asbeste lungengängige Fasern absondern , von den Fasern wiederum die abgesondert werden gelangt auch nur ein Bruchteil in die Lunge , und von denen die in die Lunge gelangen erregt wiederum nur ein Bruchteil Krebs .

Das andere was man sich vor augen halten muss sind Asbestdächer , die gab und gibt es in vielen Gegenden immernoch und wer da in so nen Haus oder in der Nähe wohnt atmet das Zeug ein ,ausserdem wurde das früher exzessiv beim Bau verwendet - und im Verhältniss zur Zahl derer die damit (auch in anderen Branchen )gearbeitet haben sind nur wenige krank geworden.

Ich bin mir sicher das die Fahrt zu Fundstelle das gefährlichste war .

Besorgt euch ne schöne durchsichtige Schachtel , stellt die Stufe rein und freut euch über den Fund , zur Sicherheit würde ich die anderen Stücke nochmal abspülen , den Rucksack auf links drehen und waschen .

Dann könnt ihr wieder ruhig schlafen , andere Giftwirkungen hat Asbest übrigens keine .

smoeller:
Hallo,

Ich halte dasStück für weitestgehend ungefährlich. Selbst wenn es Byssolith ist.

Eine Gesundheitsgefährdung geht bei Asbest vor allem von Fasern aus, die im mikroskopischen Bereich (und zwar in einem recht engen Länge- zu-Durchmesser-Verhältnis) liegen. Und die kann man von einer Mineralstufe nicht in größerer Konzentration bekommen, ohne die aktiv (d.h. durch eigenes handeln, etwa kratzen, schlagen, drücken) zu bearbeiten. Solange man das Stück nur in den Händen hält, reicht hinterher, einfach die Hände in Wasser (oder falls nicht vorhanden, im Gras) gründlich abzuwischen. Anders in der Industrie oder auf dem Bau: Hier wird das Material mechanischer Belastung ausgesetzt, etwa durch abkratzen, dabei werden jede Menge Fasern frei.

Glück Auf!
Smoeller

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