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Hilfe Bestimmung / Hornblende (Amphibol)

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sheldon:
Hallo liebe Forengemeinde,

ich bin noch kein Sammler von Mineralien, obwohl ich gerne einen Blick auf ungewöhnliche Steine werfe. Bei einer Wanderung auf der Weinebene (An der Grenze Kärnten/Steiermark in Österreich) ist mir auf einer Forststraße ein Stein aufgefallen. Laut wiki besteht die Gegend aus Paragneisen, die Gesteine sind alle grau und leicht zerbröckelnde Platten. Auf den Stück ist der untere Teil aber schneeweiß und pechschwarze, glänzende, 4mm lange Säulen sind da aufgewachsen. Auf einer alten Sicherung habe ich eine Strichprobe probiert, sie ist schwarz mit einem Hauch von grün.

Für einen Profi sicher kein Problem, aber als Laie schwierig: Ist das normaler Gneis, woraus bestehen die schwarzen Nadeln und nach welchen interessanten Sachen sollte man in der Gegend Ausschau halten?

smoeller:
Hallo,

Es dürfte sich um Hornblende (Amphibol) handeln, ein kompliziert zusammengesetztes Calcium-Eisen-Magnesium-Silikat, das in manchen Gesteinen (Amphibolite, manche Gneise, manche Vulkanite, einige Kalksilikatgesteine und Hornblendeschiefer) einen Hauptgemengteil darstellt und in den Alpen nicht selten ist. In Österreich wurde auch die nach dem Bundesland Kärnten geprägte Bezeichnung Karinthin für einige Hornblenden geprägt. Was es heute ist, ist schwierig zu sagen, meist aber wohl Paragasit/Ferropargasit oder Magnesiohastingsit. Das sind gebräuchliche Hornblenden in der Art, wie es das Foto zeigt. Eine genaue Bestimmung erfordert eine quantitative Analyse.

Bei dem schneeweißen gehe ich mal von Feldspat und Quarz aus, gewöhnliche Begleiter der Hornblende.

Im Bereich der Weinebene gab es einige Mineralfundstellen, es gibt sogar das Mineral Weinebenit. Wie es heute da aussieht, kann ich dir nicht sagen. Ist z.T. ein Problem mit dem Sammeln in der Region, wegen Nationalparks.

Glück Auf!
Smoeller

sheldon:
Danke!

Ich habe ein Körnchen Amphibol abgeschlagen und es wird von einem Neodym Magneten angezogen, was es wohl bestätigt. Danke!

Desweiteren habe ich mich auf dieser Seite umgesehen. Auf der Weinebene gibt es ja ein großes unterirdisches Spodumenvorkommen. Auf den Fotos erscheint der aber recht unscheinbar.

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