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Autor Thema: 2. ungewöhnliches geschiebe  (Gelesen 2921 mal)

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Offline Klamottenputzer

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2. ungewöhnliches geschiebe
« am: 28 Aug 12, 14:41 »
Hallo allemiteinander!

Nach längerer Abwesenheit, und Kampf mit den Bildern,heute das 2. Geschiebe.
Kurze Beschreibung: Handstück 8 x 5 cm, vollkristallin, sehr schwer etwas abzuschlagen, innen schwarz - sieht aus wie Basalt- mit weißen bis grauen mikrokristallienen Einsprenglingen, außen grünlich mit einzelnen Flecken.

Wer hätte eine Idee ?

Offline Sprotte

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Re: 2. ungewöhnliches geschiebe
« Antwort #1 am: 28 Aug 12, 20:46 »
Hallo Klamottenputzer,

entsprechend der Bilder und deiner Beschreibung würde ich spontan auf Dolerit (Diabas) tippen, die in den unterschiedlichsten Varianten im Geschiebe vorkommen (leider lassen sich nur die allerwenigsten davon eindeutig einem Herkunfsort zuordnen). Eine Detailaufnahme der Oberfläche wäre hilfreich - möglichweise handelt es sich um Kinne-Diabas, einem bekannten Leitgeschiebe, oder Särna-Diabas.

Viele Grüße
Sprotte

Offline Klamottenputzer

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Re: 2. ungewöhnliches geschiebe
« Antwort #2 am: 28 Aug 12, 21:37 »
Hallo Sprotte!

Vielen Dank für deine schnelle Antwort, versuche noch schnell 2 bilder einzustellen, ansonsten versuche ich morgen nochmal ein Bild bei Tageslicht,
Aus Diabas wurden ja auch Steinzeitbeile gefertigt, bei dieser Härte des Gesteins kann man das auch irgentwie nachvollziehen, wenn man sich überlegt, das das riesige baumstämme damit gefällt worden sind.

mit freundlichen gruß  Klamottenputzer

Offline Klamottenputzer

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Re: 2. ungewöhnliches geschiebe
« Antwort #3 am: 28 Aug 12, 21:47 »
Ist wohl ein Kinne Diabas - habe auf der Seite von Bräunlich eine schöne Erklärung mit Fotos die genauso aussehen wie mein Stück.

trotzdem vielen dank  klamottenputzer

Offline Sprotte

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Re: 2. ungewöhnliches geschiebe
« Antwort #4 am: 29 Aug 12, 09:07 »
Ja, es ist höchstwahrscheinlich Kinne-Diabas (die hohe Zähigkeit vieler Diabase (Dolerite) und damit die spezielle Eignung für die Herstellung von Steinbeilen und -äxten (bekannt sind besonders neolithische Äxte aus "Asby-Diabas") ist durch die ophitische Struktur, d.h. die spezielle Anordnung leisten- bzw. plattenförmiger Plagioklas-Kristalle, bedingt).

Viele Grüße
Sprotte
« Letzte Änderung: 29 Aug 12, 09:17 von Sprotte »

Offline Jörg

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Re: 2. ungewöhnliches geschiebe
« Antwort #5 am: 29 Aug 12, 10:14 »
Hallo,

das Gestein erweckt auf den ersten Blick tatsächlich den Eindruck eines Kinne-Diabas - möglicherweise ist es auch einer.
Doch was mich daran etwas stört, ist die für meinen Geschmack zu scharfe Abgrenzung der Einsprenglinge gegenüber der Matrix.
Beim Kinne-Diabas ist der Übergang der Augite immer stark verwaschen.
Auch sind die Einsprenglinge etwas zu eckig (doch das kann daran liegen, dass der Verwitterungsgrat bei dem vorliegenden Gestein noch nicht allzu stark ausgeprägt ist, und sich die Oberfläche dadurch schärfer konturiert zeigt.
Allerdings wären dann die Augite in frischerem Zustand noch schlechter zu erkennen.
Ich würde hinter Kinne-Diabas ein Fragezeichen hängen.

Glück Auf!
Jörg


 

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