Hallo Thomas
Draht-, moos-, fadenartige Formen des Silbers, aber auch Silberdendriten entstehen in Oxidations- und Zementationslagerstätten aus S-, As- und Sb-Erzen als Folge ihrer Zersetzung und Reduktion aus den Oberflächenlösungen durch verschiedene organische Verbindungen.
Es wurde experimentell nachgewiesen, dass sich in Anwesenheit löslicher organischer Verbindungen solche Aggregate aus Lösungen auf Kohlestücken bilden können.
Ob nun ein dendritisches oder drahtförmiges Silber als Kristall bezeichnet werden kann, dürfte eine Frage akademischer Natur sein.
Soweit nachvollziehbar, sind Kristalle durch geometrische Flächen definiert.
Da auch Dendriten auf ihren Ästen Flächen aufweisen, bzw. auch Teilabschnitte von Silberdrähten Flächen haben können, sollte die Frage wohl eher an einen Kristallographen gerichtet werden.
Meiner Meinung nach ist ein noch so langer Draht kein Einkristall sondern eine Aggregatsform.
gruss
collector (der mit dem Bernstein.-Riesenkristall)