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Eure Meinung zu diesem Foto
Tobi:
Hallo Stefan,
auch ich kann dich verstehen, habe ebenfalls eine stinknormale DigiCam aus dieser Preisklasse, die auch schon locker 6 oder 7 Jahre alt ist (Canon Digital IXUS 60). Damit wird man eben niemals die ultimativen, farbechten, tiefenscharfen, megaauflösenden Superbilder machen, ist so! Ich habe anfangs auch absolute Schrottbilder gemacht, aber im Lauf der Jahre immer bisschen rumprobiert (Beleuchtung, Einstellung, nachträgliche digitale Bearbeitung etc.). Wenn du meine Bilder im Thread über Mineralienbilder anschaust, dann wirst du sehen, dass aus den letzten Monaten durchaus das ein oder andere richtig gute Bild dabei ist, trotz "Null-acht-fuffzehn-Kamera". Gerade bei Nahaufnahmen ist schnell was unscharf oder zu dunkel, das ist normal. Während man mit entsprechender Ausrüstung selbst von millimeterkleinen Kristallen gestochen scharfe Bilder machen kann (ich sage nur Matteo Chinellato), bleibt uns eben nur der Versuch, bei Nahaufnahmen möglichst farbecht, recht hell und nicht allzu verwaschen zu bleiben.
Und von daher finde ich dein Bild jetzt auch keinesfalls Sch...e, wie du eingangs meinst. Wie gesagt: Bisschen rumprobieren, danach digital noch ein bisschen Schärfe, Farbe der Realität der Stufe anzupassen, dann kriegt man auch mit einer normalen Kamera gute Bilder hin ... auch wenn einen so manche Fotosession zur Verzweiflung bringen kann ;)
Gruß
Tobi
Krizu:
Hallo Stefan,
so schlimm ist das Bild wirklich nicht.
- Es ist in meinen Augen etwsa überbelichtet.
Daher kontrolle des Histogramms, das wurde unter http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,23168.msg184264.html#msg184264
beschrieben.
Manchmal ist diese scheinbare Unschärfe eine Bewegungsunschärfe der Kamera beim Abdrücken. Fernauslöser, 10s Zeitverzögerung, max. 1s Belichtungsdauer. Da hilft Neatimage unter erweitere Bearbeitung (oder so) bzw. Gimp.
Schärfen mit Gimp: Das Bild wird entrauscht (ideal Neatimage ;-) ) Dann wird eine Zerlegung gemacht:
- Farben - Kompnenten - zerlegen - LAB - nicht ebenen aktivieren!
Beim LAB einstehen drei sw-Bilder, einmal die Helligkeit (gut zu erkennen) und ein Bild mit der rot-grün und der gelb-blau Information. Jetzt spielt man am L und lässt die anderen in Ruhe!
- leichtes Schärfen + etwas kontrast.
Dann wieder zusammenfügen.
Warum der Umweg für den es auch irgendwo ein Gimp-Skript gibt?
Das menschliche Auge holt die meisten Detailinformationen über SW also den Helligkeitskontrast. Fehlfarbe nwerden aber schnell erkannt. Daher versuche ich die Manipulation auf den L-Kanal zu beschränken.
Beleuchtung:
Ih habe beste Erfahrungen mit einem mit weissen Papier ausgeklebten Karton gemacht. Das gibt sehr diffuses Raumlicht und dann kann noch ein Spot gesetzt werden.
Beispiele dafür:
http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,29488.msg228916.html#msg228916
oder
Embarak:
Hallo
Wie die vorigen Beiträge zeigen, schließt eine Kompaktkamera gute Mineralienbilder nicht aus.
Im Gegenteil; die Kompakten haben gegenüber den Spiegelreflexkameras wenigstens einen Vorteil:
Konstruktionsbedingt haben sie einen kleineren Chip, was als Nebeneffekt zu höherer Tiefenschärfe führt.
Bei Blende 8, ISO 100, 2 s Zeitverzögerung mit Stativ macht es Spaß, die Kompakten auszureizen !
Meine ersten Mineralienbilder entstanden ebenfalls mit einer Kompakten ( Panasonic Lumix DMC-FX9) und
nach langen Experimenten mit Beleuchtung, Kameraeinstellungen und Bildbearbeitung kamen dann doch ganz gute Bilder raus.
Hinter vielen hier eingestellten Bildern steckt oft ein höherer Zeitaufwand für Bildbearbeitung und lange Bildserien.
Das nachbearbeitete Bild von loparit zeigt deutlich, was mit Bildbearbeitung aus einer Kompakten rauszuholen ist.
Für einfache Bildbearbeitung empfehle ich auch, sich mit dem erwähnten Histogramm und Tonwertkorrektur zu beschäftigen.
Auch zu letzterem gibt es schon etwas:
https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,27150.0.html
Beides kann man mit Photoshop und GIMP(2.8 ) nach demselben Strickmuster machen.
Für selektive Bildbearbeitung mit Freistelltechnik , HDR- oder Mehrebenen-Bilder muss man sich dann schon etwas mehr mit Bildbearbeitung beschäftigen.
Viele Ideen sind auch in einem sehr langen thread:
https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,22911.0.html
Gruß
Norbert
Tobi:
Eine weitere Sache solltest du auch noch bedenken, Stefan, bevor du angesichts vermeintlich schlechter Bilder verzweifelst: Es hängt auch stets von dem Mineral bzw. von dessen optischen Eigenschaften Farbe, Transparenz und Glanz ab, wie gut man es fotografieren kann. Meine letzten Fotos z.B. waren ein orangefarbener Mimetesit und ein gelber Wulfenit - beides durchscheinende Mineralien mit weder sehr greller noch sehr dunkler Farbe und keinem zu starken Glanz. Sie ließen sich problemlos knipsen, nach wenigen Versuchen waren gute Aufnahmen im Kasten. Ganz anders z.B. sieht es mit komplett transparenten und dann auch noch farblosen Kristallen aus (z.B. manche Bergkristalle oder Fluorite), da kann es echt die Geduld strapazieren, bis man sie vernünftig hinkriegt. Genauso - und da sind wir wieder bei Anfang dieses Threads und deiner Sulfidstufe da oben - verhält es sich oft bei Mineralien mit metallischen Eigenschaften. Ich habe z.B. eine große Galenitstufe aus Madan, mit der meine Normalo-Kamera einfach noch nie zurecht kam, es kommt einfach ein wirklich gutes Bild bei raus. Deswegen solltest du ganz besonders bei einer Nahaufnahme von Pyrit und Molybdänit nicht verzweifeln, es gibt leichtere Sachen zu fotografieren ...
Ametüst:
Hallo Stefan,
du hast "nur" eine 99€-Kamera. Na und? Deswegen solltest du dich nun nicht schämen. Das Foto ist in Ordnung. Man sieht das Mineral und wichtige Details. Das sollte doch reichen, um sie einzustellen. Schließlich sind wir hier nicht im Fotoatlas, sondern im Mineralienatlas.
Viele Grüße, Ametüst.
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