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Wachstumsphänomene an Kristallen

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kks:

--- Zitat von: geomueller am 16 Sep 13, 16:28 ---
 was spricht bei dem Baryt-Goethit von Culmitzsch gegen eine Epitaxie.

--- Ende Zitat ---

Hallo,

lass' es mich mal so sagen: Direkt dagegen spricht erst mal nichts, aber es spricht auch nichts dafür. Eine Epitaxie liegt nur dann vor, wenn die Gitter der beteiligten Phasen nach strengen kristallographischen Regeln zueinander orientiert sind. Um das zweifelsfrei festzustellen, kommt man im Allgemeinen nicht um Beugungsexperimente, vor allem Laue, herum. Das gilt hier nicht nur für den Baryt-Goethit, sondern auch für den Calcit-Markasit weiter oben..

Gruß,

Klaus
 

Jochen1Knochen:
Hallo!
Ich habe mal etwas vereinfacht die Epitaxie im Lexikon etwas abgeändert.Nicht viel,sollte aber verständlicher sein,als die vorherige Beschreibung.
Gruß Jens

Josef 84,55:
Hallo,

ich würde den Calcit und den Wulfenit auch nicht als Epitaxie beschriften.

Die Einschlüsse im Calcit sind zwar nur auf bestimmten Flächen aufgewachsen und vielleicht sogar ursprünglich orientiert, aber durch die kugeligen Aggregate läßt sich das nicht mehr nachvollziehen.

Bei den Einschlüssen im Wulfenit währe die grobe Orientierung eher durch eine geometrische Auswahl zu erklären. Nur die senkrecht zur Wachstumsfläche stehenden Nadeln aus den Goethitbüscheln wurden nicht vom gleichzeitig wachsenden Wulfenit eingeschlossen.

Trotzdem, zwei interessante Stücke und schöne Fotos.

Grüße Josef

cmd.powell:
Hi

Die beiden letzten Beispiele schauen mir auch nicht wirklich nach einer Epitaxie aus. Allerdings lautet das Thema ja "Wachstumsphänomene an Kristallen" und von daher haben die Beispiele durchaus ihre Berechtigung hier.

uwe:
In diesem thread sollten auch die sogenannten deformierten Fluorite aus Zschopau nicht fehlen (gab da vor Jahren mal einen Artikel in Lapis oder Mineralienwelt). Auf dem Bild sieht man ein solches Exemplar. Es handelt sich hier nicht um einen nachträglichen Lösungsvorgang. Die Lamellen sind hier alle Fluorit.

Gruß
Uwe

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