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Autor Thema: Mafischer Granulit  (Gelesen 2566 mal)

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Offline Sprotte

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Mafischer Granulit
« am: 24 Sep 12, 20:02 »
Guten Abend,

ich habe eine Frage zur östlichen Verbreitungsgrenze der Mafischen Granulite insbesondere auch der Granatcoronite. Zu letzteren bemerkt Vinx [1], dass diese an der Westküste der Lübecker Bucht vereinzelt einsetzen und dann (nach Westen und Norden) häufiger auftreten. Die Frage ist auch für die Verbreitung des Halland-Retro-Eklogits von Bedeutung. Wenn ich mir allerdings die mir zugänglichen Fundorte von Mafischem Granulit (nicht nur Granatcoronit) und Halland-Retro-Eklogit anschaue, finde ich keinen Hinweis auf Mecklenburg als Fundort. Genannt werden Schleswig-Holstein, Dänemark und Die Niederlande.

Viele Grüße
Sprotte

[1] Vinx R. (1996): Neue kristalline SW-schwedische Leitgeschiebe: Granatcoronit (mafischer Granulit): ein neues Leitgeschiebe SW-schwedischer Herkunft. In: Archiv für Geschiebekunde, Bd. 2 Heft 1, S. 3-20.

Beschreibung des Geschiebes: Mafischer Granulit (6 cm x 4,5 cm x 3 cm). Fundort: Nordwestmecklenburg, ca. 30 km östlich von Lübeck. Aus dem Edukt stammen grünschwarzer Pyroxen und der größte Teil des Plagioklas (leistenförmige Kristalle). Für die braune Färbung ist der feinkörnige (Korngröße um 0,5 mm), ungleichmäßige verteilte rote Granat verantwortlich, der teils girlandenförmig um die anderen dunklen Minerale am Übergang zum Plagioklas angeordnet ist (Übergang zum granatcoronitischen mafischen Granulit = Granatcoronit). Retrograd treten schwarzer Amphibol (insbesondere randlich um Pyroxen) sowie etwas Biotit und Plagioklas auf, letzterer mosaikartig mit Amphibol verwachsen. Daneben tritt etwas Quarz (auch innerhalb der dunklen Minerale) auf.

Offline Jörg

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Re: Mafischer Granulit
« Antwort #1 am: 25 Sep 12, 12:41 »
Hallo Sprotte,

vom Geschiebefächer her, passt Dein Fund doch ganz gut.
Da viele Gesteine der beschriebenen Lokalität durch den Eisstrom von Bornholm nach Westen hin verlagert worden sind, ist Deiner wohl auf dem direkten Weg durch gekommen.
Demnach müsste das Fundgebiet jetzt weiter nach E ergänzt werden.
Leider kann ich zu Geschiebefunden der südlichen Ostsee keine persönlichen Beobachtungen beitragen, da mein "Jagdgebiet" weiter im Norden liegt.

Beste Grüsse und Glück Auf!
Jörg



 

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