Vermischtes / Miscellaneous / Varios > Dies und Das / this and that

Warum immer nur Kristalle?

<< < (2/4) > >>

pseudonym:
Na da ist schon was dran , die perfekten Bilder was die Ausbildung der xx angeht ist zwar sehr faszinierend , das ist gut und auch richtig -ich seh es immer wieder gern .

Aber :

Aber welche Chance hat man denn genau so etwas in der gezeigten Qualität zu finden ?

Wenn man finanziell nicht wirklich sehr gesegnet ist hat man nicht soviele Möglichkleiten, da muss man kleinere Brötchen backen .

Mit Büchern und Museen ist es das gleiche ,wäre schön wenn man auch mal paar Bilder von weniger perfekten Stücken sehen könnte.

Man hat mehr von einer mittelmäßigen Stufe die daheim liegt und die man selber gefunden hat , als von einer perfekten die bei irgendnen Millionär in der Wohnung steht .  ;)


Also ich seh das auch so , man kann ruhig mal die 2t-beste Stufe zeigen .

seisteff:
Das ist auch Meine Meinung!!!

Aber wenn ich hier ein Mineral suche (ich bin ein Leihe)
Finde ich hier keine Beschreibung eine Minerals auser Kristalle!!!

Embarak:
Hallo

--- Zitat ---Also ich seh das auch so , man kann ruhig mal die 2t-beste Stufe zeigen .

--- Ende Zitat ---
Ich finde nicht, daß wir nur 1A-Qualität zeigen. Aber das ist nicht der Punkt.

--- Zitat ---...Aber  mich würden auch gerne mal die nicht so schönen Minerale interessieren !!!
Warum immer nur die schönsten?
Da kann sich kein Laie ein Bild machen, was er gefunden hat.

--- Ende Zitat ---
Eine fast unendlich große Bild-Datenbank und schwupps, findet man genau das Stück vom letzten Besuch im längst abgegrasten Steinbruch.
Nur nach Bildern funktioniert Mineralien- oder Gesteinsbestimmung eben nicht !
Auch im Forumbereich zur Bestimmung von Fundstücken führen die Diagnosen nur nach einem Foto häufig nicht zum Ergebnis,
auch wenn viele Sammler mit gutem Hintergrundwissen einen Blick darauf werfen können.
Die Eigenschaften wie Härte, Strich, Dichte, Glanz, Bruch, Farbe, Fundort usw. spielen bei der Bestimmung ebenfalls eine große Rolle.


--- Zitat ---Man hat mehr von einer mittelmäßigen Stufe die daheim liegt und die man selber gefunden hat , als von einer perfekten die bei irgendnen Millionär in der Wohnung steht .  ;)

--- Ende Zitat ---
Ich würde die Lexikon-Fotografen nicht unbedingt als Millionärsclique ansehen. Sollte es doch so sein, gehöre ich nicht dazu...  ;)
Für das Lexikon gilt: mehr Klasse als Masse.

Auch bei Eigenfunden sollte man sich schon mal eingestehen können, daß ein Fund nicht so toll ist und daß
er nicht unbedingt in eine Vitrine gehört.

Gruß
Norbert

P.S.: Habe beim letzten Sommerfest in meiner Siedlung 5 große Kisten mit alten Eigenfunden für die Kinder aufgebaut.
An den Aufwand für die Sammeltouren habe ich dabei bewusst nicht gedacht. Ich war die Kisten los und die Kinder
hatten für Tage ihren Spass mit den "Glitzersteinen".

cmd.powell:

--- Zitat von: Embarak am 26 Sep 12, 00:21 ---mehr Klasse als Masse.

--- Ende Zitat ---

Sehe ich auch so. Ok, die zweitbeste Stufe kann man sicher auch noch fotographieren, aber jeden gefundenen Kiesel muss man nicht ablichten. Es ist praktisch unmöglich zu sagen, welches die "Beste" Stufe ist, egal von wo und von was, von daher werden sich schon automatisch reichlich Bilder eines Minerals ansammeln - in allen möglichen Formen und Ausbildungen, und in guter Qualität. Hinzu kommen dann noch die Bilder von Leuten, die einen persönlichen Drang haben, ihre Eigenfunde zu veröffentlichen obwohl die Mehrheit der Sammler solche Stücke dann doch eher im Bruch gelassen hätten - denen geht es wahrscheinlich eher um die persönliche Präsentation als um die abgebildeten Minerale - und damit wird die Datenbank schon recht voll und bei allgemeinen Mineralen gar unübersichtlich. Ich denke mal, damit dürfte allen gedient sein. Typische, gut ausgebildete Kristalle oder Aggregate eines Minerals gehören Abgelichtet und nicht irgendein Gebrösele. Sicher ist da auch immer etwas Pralerei (bei dem Einen oder Anderen vielleicht auch etwas mehr) und Neid dabei, aber ich sehe das so: Lieber bei irgendwem in der Sammlung als durch den Brecher gejagt und für immer verloren.
Desweiteren halte ich es für sehr unwahrscheinlich das jemand aufgrund der Abbildung eines derben Pyritbrockens einen perfekt ausgebildeten Pyritkristall richtig zugeordnet bekommt - ich hoffe es ist verständlich, worauf ich hinaus will  ;)

@seisteff: Im Lexikon stehen zu den Mineralen - sofern bekannt - auch mehr oder weniger ausführliche Beschreibungen. Alternativ gibt es auch noch mindat.org etc.

Brodi69:

... und was noch nicht erwähnt wurde, manchmal handelt es sich bei den scheinbar perfekten Stufen eben um Ausschnitte unverletzter Teile einer ansonsten beschädigten Stufe. Die Kristalle sind diesfalls eher Klein, dafür aber sehr beispielhaft auskristallisiert. Der Kristallhabitus ansich ist ein wichtiges Bestimmungsmerkmal für ein Mineral. Mehrere typische und gut erkennbare Kristallformen dienen zur Bestimmung mehr als beschädigte Kristalle. Letztlich ist es ein Genuss, ein schönes und perfektes Bild betrachten zu dürfen. Hier ein Dank an alle Fotografen, die sich viel Zeit nehmen und große Mühe geben, gute, repräsentative Fotos zu schießen.

Ein unendlicher Ausbau der einzelnen Mineralbeschriebe ist wohl auch technisch ein unmögliches Unterfangen, oder soll z.B. die mehrere hundert Seiten umfassende Quarzmonographie ins Lexikon? Es wäre diesfalls unmöglich zum etwas finden, da schlag ich lieber gleich im Buch nach.

Fazit:
- Den Mineralienbeschreibungsumfang finde ich sachgerecht.
- Die Fotos inkl. der vorhandenen Ablichtungen weniger perfekter Stücke halte ich für ausgewogen.
- Ich stimme ich meinen Vorschreibern zu, die Summe ist als ganzes umfassend und zweckmäßig.
=> Mein Dank gilt allen, die irgend einen Beitrag zum gesammelten Wissen in diesem Atlas beitragen.

Gruß
Christian

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln