Hallo Jürgen,
einige nordische Geschiebe, insbesondere auch bestimmte Migmatite, werden zur besseren Abgrenzung mit "Trivialnamen" belegt. Dazu gehören in diesem Zusammenhang z.B. der Västervik-Fleckengneis sowie der Stockholm-Fleckengranit.
Um einen der im Geschiebe reichlich vorkommenden Augengneise handelt es sich nicht. Die Flecken bestehen aus Feldspat, Quarz und Biotit in einer Zusammensetzung und Textur, die einem Granit entspricht (sie sind also nicht durch Deformation und Umkristallisation einzelner Kristalle entstanden). Die Matrix ist dagegen ein klassischer Gneis. Nach der Anatexis ist das Gestein allerdings nochmals leicht deformiert worden, was zu der ellipsoiden Form der Flecken geführt hat.
Viele Grüße
Sprotte