Hallo,
Es gibt zwei verschiedene Dinge in der Süddeutschen Trias:
a) Bereits sedimentär (d.h. durch Einlagerung der entsprechenden Stoffe im noch unverfestigten Sediment) bzw. diagenetisch (bei der Verfestigung des Gesteins bei erhöhten Temperaturen und unter bis zu mehreren Kilometern Gesteinsauflast) entstandene Anreicherungen von Buntmetallsulfiden in bestimmten Horizonten. Da gibt es zwei Bleiglanzbänke (eine im Keuper, eine im Muschelkalk) und eine Azuritschicht. Es gibt im Muschelkalk sogar durch Galenit versteinerte Muscheln.
b) spätere Umlagerung dieser Sulfide bzw. Zufuhr durch hydatogene (wässrige) bzw. Hydrothermale Lösungen im Bereich des Bruchsystems des Oberrheintalgrabens. Es gibt sowohl Vorkommen, für die eine Herkunft aus den Buntmetallsulfide führenden Schichten (z.B. das Vorkommen von Grötzingen bei Karlsruhe (Pfinztal), wo das Kupfer aus der Azuritschicht stammt), als auch solche, bei denen eine Zufuhr angenommen werden muss (Zinkvorkommen von Reichenbach bei Lahr und Wiesloch, ebenso auch tw. die Vorkommen bei Bruchsal.
Die Vorkommen vom Gereuth N Reichenbach im Schwarzwald, von Wiesloch und Bruchsal zeichnen sich durch das Auftreten von Schalenblende (niedrigthermale Form der Zinkblende, tw. mit Wurtzit), von Arsenerzen (ged. Arsen, Realgar, Auripigment) und Jordanit aus. Das könnte auf eine ähnliche Zusammensetzung der Hydrothermen entlang des Oberrheingrabens hindeuten.
Das Alter müsste ich erst nachschlagen. Es gibt da neuere Forschungen der Tübinger Mineralogen um Prof. Markl, besonders bzgl. Wiesloch. Das Alter des Kaiserstuhlvulkanismus ist ins Miozän zu stellen (Beginn ca. 18 Mio. Jahre für die Tuffe von Eichstetten, Ende ca. 16 Mio. Jahre für den Olivinnephelinit vom Lützelberg bei Sasbach). Ein direkter Zusammenhang von Vulkanismus und Erzgängen ist nicht vorhanden, aber die Öffnung der Spalten und der Aufstieg der Lösungen kann durchaus zeitlich mit dem Vulkanismus zusammenfallen.
Glück Auf!
Smoeller