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Süden Bruchsal

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Gerdchen:
Hallo Bernhard,

geh mal bei der Entstehung der Mineralisation unmittelbar am Grabenbruch von hydrothermaltiefentemperierten Vorgängen aus. Durch die tektonisch verursachten Schwachstellen konnten hydrothermale Lösungen aufsteigen und konnten einen Teil ihres Mineralgehaltes ausscheiden. Bei Bruchsal wurden Mineralwässer erbohrt mit folgenden Spurenelementgehalten: Blei, Zink, Kupfer, Arsen und Antimon. Dies sind für Mineralwässer und für Vererzungen am Grabenrand charakteristische Elemente. So ist dann auch dort das Arsen in die Vererzung gekommen.

Reinhold:
Hallo Wolf-Gerd,

--- Zitat von: Gerdchen am 21 Sep 16, 16:17 ---

Am Michaelsberg war vermutlich eine Mutung auf Bleierz.



--- Ende Zitat ---
ich konnte dazu leider nichts finden, aber da etliche Häuser direkt an die Muschelkalkwand angebaut wurden, gibt es etliche Stollen etc. Auch sogenannte Eiskeller waren häufig.
Das mit den hydrothermalen Lösungen hat außer dir auch Sebastian geschrieben und bei Rudolf Metz in Mineralogisch- landeskundliche Wanderungen im Nordschwarzwald (S. 158) heißt es:
An seinem W-Rand wird der Schwarzwald gegen die Vorberge durch eine tertiäre Abschiebung, die Schwarzwaldrandverwerfung begrenzt. Sie selbst und ihr zugeordnete Störungen am Grabenrand sind an mehreren Stellen hydatogen mineralisiert.

Gruß
Reinhold

Veit,Bernhard:
Herzlichen Dank für die Antworten. Wo sind die Überreste der hydrothermalen Quellen. Ich sehe nichts. Langer Rede kurzer Sinn: Ich habe mich entschlossen das Mineral chemisch bestimmen zu lassen, vielleicht bringt uns die Fakten weiter.

Gerdchen:
Kannst du in Bruchsal auch nicht sehen. Sie existieren noch, befinden sich aber in einer Tiefe von 2542 m und wurden 1985 angebohrt. Die Thermalquelle hat die erstaunliche Temperatur von 129°C (heißeste Quelle Deutschlands) und würde ohne den hohen Druck, der dort unten herrscht, verdampfen.
An beiden Seiten des Rheingrabenbruchs befinden sich einige hydrothermale Quellen z.B. Bad Schönborn oder auch Baden Baden (die kann man sehen). Durch Risse und Spalten dringt dieses hydrothermale Wasser nach oben und in Hohlräumchen (hier im Muschelkalk) kristallisierten die Mineralien dann aus. Vom Wasser ist nichts mehr zu sehen.
Prof. Walenta hat die Proben analysiert und dem kann man glauben.

Veit,Bernhard:
Ich kann nur die Antwort von Manfred Gruber angeben: Vergleichsprüfung mit dem gleichen Mineral aus seiner Sammlung von dem Fundort. Kontrolle durch seinen Sammlerkollegen. Sein Material wurde auf der Börse in Stuttgart bestimmt.

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