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Autor Thema: Süden Bruchsal  (Gelesen 23453 mal)

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Offline Gerdchen

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Re: Süden Bruchsal
« Antwort #15 am: 22 Sep 16, 20:47 »
Hallo Bernhard,

geh mal bei der Entstehung der Mineralisation unmittelbar am Grabenbruch von hydrothermaltiefentemperierten Vorgängen aus. Durch die tektonisch verursachten Schwachstellen konnten hydrothermale Lösungen aufsteigen und konnten einen Teil ihres Mineralgehaltes ausscheiden. Bei Bruchsal wurden Mineralwässer erbohrt mit folgenden Spurenelementgehalten: Blei, Zink, Kupfer, Arsen und Antimon. Dies sind für Mineralwässer und für Vererzungen am Grabenrand charakteristische Elemente. So ist dann auch dort das Arsen in die Vererzung gekommen.

Offline Reinhold

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Re: Süden Bruchsal
« Antwort #16 am: 23 Sep 16, 09:21 »
Hallo Wolf-Gerd,


Am Michaelsberg war vermutlich eine Mutung auf Bleierz.


ich konnte dazu leider nichts finden, aber da etliche Häuser direkt an die Muschelkalkwand angebaut wurden, gibt es etliche Stollen etc. Auch sogenannte Eiskeller waren häufig.
Das mit den hydrothermalen Lösungen hat außer dir auch Sebastian geschrieben und bei Rudolf Metz in Mineralogisch- landeskundliche Wanderungen im Nordschwarzwald (S. 158) heißt es:
An seinem W-Rand wird der Schwarzwald gegen die Vorberge durch eine tertiäre Abschiebung, die Schwarzwaldrandverwerfung begrenzt. Sie selbst und ihr zugeordnete Störungen am Grabenrand sind an mehreren Stellen hydatogen mineralisiert.

Gruß
Reinhold


Offline Veit,Bernhard

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Re: Süden Bruchsal
« Antwort #17 am: 07 Oct 16, 14:18 »
Herzlichen Dank für die Antworten. Wo sind die Überreste der hydrothermalen Quellen. Ich sehe nichts. Langer Rede kurzer Sinn: Ich habe mich entschlossen das Mineral chemisch bestimmen zu lassen, vielleicht bringt uns die Fakten weiter.

Offline Gerdchen

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Re: Süden Bruchsal
« Antwort #18 am: 07 Oct 16, 15:12 »
Kannst du in Bruchsal auch nicht sehen. Sie existieren noch, befinden sich aber in einer Tiefe von 2542 m und wurden 1985 angebohrt. Die Thermalquelle hat die erstaunliche Temperatur von 129°C (heißeste Quelle Deutschlands) und würde ohne den hohen Druck, der dort unten herrscht, verdampfen.
An beiden Seiten des Rheingrabenbruchs befinden sich einige hydrothermale Quellen z.B. Bad Schönborn oder auch Baden Baden (die kann man sehen). Durch Risse und Spalten dringt dieses hydrothermale Wasser nach oben und in Hohlräumchen (hier im Muschelkalk) kristallisierten die Mineralien dann aus. Vom Wasser ist nichts mehr zu sehen.
Prof. Walenta hat die Proben analysiert und dem kann man glauben.


Offline Veit,Bernhard

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Re: Süden Bruchsal
« Antwort #19 am: 20 Oct 16, 14:34 »
Ich kann nur die Antwort von Manfred Gruber angeben: Vergleichsprüfung mit dem gleichen Mineral aus seiner Sammlung von dem Fundort. Kontrolle durch seinen Sammlerkollegen. Sein Material wurde auf der Börse in Stuttgart bestimmt.

Online Sebastian

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Re: Süden Bruchsal
« Antwort #20 am: 20 Oct 16, 14:53 »
Hallo, die entscheidenden Fragen sind. Wer hat wie was woran analysiert.
Wenn das geklärt ist kann man abschätzen wer rät, was weiss oder auch niemand was weiss.
Gruß Sebastian
P.S. Draufschauen gilt nicht als Analyse

Offline Günter Blaß

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Re: Süden Bruchsal
« Antwort #21 am: 20 Oct 16, 19:09 »
Hallo Sebastian,

Du sprichst mir aus der Seele! Danke!

Günter Blaß

Offline Veit,Bernhard

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Re: Süden Bruchsal
« Antwort #22 am: 21 Oct 16, 14:42 »
Danke für Eure Antworten. Ich habe mich entschlossen, das Mineral chemisch bestimmen zu lassen, daß hier Klarheit herrscht.
Thermalbäder als Beleg für hydrothermale Quellen ? Sind das nicht hydrothermale Blasen wie sie entlang des Grabenbruchs zu finden sind ?

Offline Gerdchen

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Re: Süden Bruchsal
« Antwort #23 am: 21 Oct 16, 19:38 »
Thermalquellen sind hydrothermale Quellen. An der Grabenstörung kann das Wasser tief genug zirkulieren um erhitzt zu werden.

Lass doch ein Stüfchen einfach bei Günter Blaß (siehe zwei Beiträge vorher) untersuchen, kann ich nur empfehlen.

Offline Veit,Bernhard

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Re: Süden Bruchsal
« Antwort #24 am: 30 Oct 16, 14:58 »
Prof. K. Walenta `glauben`, ich dachte ich bin in der Naturwissenschaft.
Persönlich habe ich eine andere Vorstellung vom sog. Grabenbruch. Das war lediglich ein Riss wie bei einem Hautriss und an der Stelle, wo der Riss tief genug war, ist Magma ausgetreten: der Kaiserstuhl-
Dann fielen Bruchstücke von den Rändern in den Riß: Vorbergzone, Riegelscholle, Tuninergschole.
Dann erfokgte der Druck der afrikanischen Platte mehr westlich. Der Riss erweiterte sich. Die Pyrenäen, das Massiv Central und das Rohnetal entstanden. Diese Prozesse kann man auch an den Minerallagerstätten erkennen.

Offline Gerdchen

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Re: Süden Bruchsal
« Antwort #25 am: 30 Oct 16, 20:47 »
Prof. K. Walenta war Leiter des Institutes für Mineralogie und Kristallchemie in Stuttgart (Ich glaube bis 1994). Hat sehr viele Erstbeschreibungen von Mineralien durchgeführt und veröffentlich. Warum soll dies nichts mit Naturwissenschaften zu tun haben und warum sollte man diesem Mann nicht glauben? Richtig googeln hilft.
Über die Entsehung des Rheingrabens findet man auch sehr viel im Internet und auch über die Thermalquellen am Grabenrand (um den geht es).
Prof. K. Walenta glaube ich wesentlich mehr wie deinen Theorien.
Hiermit bin ich aus diesem Thread raus und kann nur noch sagen was Sebastian schon gesagt hat " draufschauen gilt nicht als Analyse". Eine Analyse ist nicht wirklich teuer und nur damit kannst du deine Theorie beweisen.

Offline Veit,Bernhard

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Re: Süden Bruchsal
« Antwort #26 am: 06 Nov 16, 14:29 »
Meine Stücke werden gerade von Günter Blaß analysiert. Ich bin zu der Überzeugung gekommen, da´die hydrothermale Erklärung nicht stimmt, also gebe ich meine Hypothese weiter: Biomineralisation.

Online Sebastian

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Re: Süden Bruchsal
« Antwort #27 am: 06 Nov 16, 14:40 »
Wie bist du zu der Erleuchtung gekommen? Kannst du es dir nur nicht vorstellen oder gibt es Fakten? So eine Argumentation ist nicht nachvollziehbar und lässt jeden Wissenschaftler kopfschüttelnd im Regen stehen.
Welche Fakten sprechen denn für eine biomineralisation? Ne hier Steig ich nicht durch...

Offline stoanklopfer

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Re: Süden Bruchsal
« Antwort #28 am: 06 Nov 16, 20:03 »
... da´die hydrothermale Erklärung nicht stimmt ...

Und worauf beruht deine Erkenntnis? Eine Behauptung wie deine (Biomineralisation) wird nicht wahrer, wenn man sie nicht belegt. So wird in der Naturwissenschaft gottseidank normalerweise nicht gearbeitet!

Offline Veit,Bernhard

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Re: Süden Bruchsal
« Antwort #29 am: 08 Nov 16, 12:23 »
Angefangen hat alles in diesem Steinbruch in Bruchsal.
Ich habe die ganzen Stücke bei mir daheim und da fällt auf, daß der Muschelkalk von grauen Schlammschichten durchzogen ist: fossiler Schlamm.
Meine Deutung: die Mineralien kommen aus dem Kalk oder aus dem Schlamm. ebewesen sind in der Lage: Stoffe gegen ein Konzentrationsgefälle anzureichern. Sterben diese dann, setzten sie diese wieder frei. Prinzip Osmose.
Warten wir die Analyse ab, dann werde ich weiter ausführen.