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Autor Thema: STEINSÄGE: Fliesensäge, Dremel, Flex.... bin verwirrt -_-  (Gelesen 24546 mal)

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Offline Steinschlichter

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Hallo Forum,

ich schleife und poliere bisher Steine aus Flüssen von Hand.
Nun möchte ich mich aber auch an andere Steine und Mineralien heranwagen.
Ohne sie zu zersägen komme ich aber nicht weiter, wie ich gemerkt habe (zerteilen mittels Geologenhammer bringt nicht das gewünschte Ergebnis).

Ich habe bereits einiges im Internet und hier im Forum über Steinsägen gelesen aber mir sind ein paar Dinge noch nicht klar, hoffentlich könnt Ihr mir helfen (wahrscheinlich gähnt jeder altgediente Sammler und Schleifer beim Threadbetreff "Steinsäge").

GANZ WICHTIG: ich werde die Maschine in einer Mietwohnung betreiben!
Meine Wunschmaschine wäre also leise und sauber.
So ganz wird das natürlich nicht klappen. jedoch habe ich darauf zwangsweise immer ein Augenmerk. Ein sehr lauter oder sehr schmutziger Sägevorgang ist also für mich ausgeschlossen.

Hier mein Wissensstand (der vielleicht falsch ist) und meine Fragen:

1. FLIESENSÄGE
Es wird Anfängern immer wieder eine Fliesensäge (Baumarkt) empfohlen.
Schlecht daran scheint in erster Linie das breite Blatt zu sein = viel Materialverlust.
Gibt es sonst keinen Nachteil? Läuft sie schneller, als eigentlich erwünscht?

2. TRENNSCHLEIFER, Flex
 Anscheinend haben manche auch schon mit einer Flex gearbeitet. Da kommt dann wohl nur eine mit Drehzahlregelung in Frage. Allerdings müsste ich ja auch kühlen mit Wasser, also bräuchte man wohl einen dafür ausgelegten Trennschleifer? Drehzahlgeregelte gibt es ab ca. 80Euro. Da bin ich wohl mit der Fliesensäge besser dran?

3. DREMEL, Minischleifer
Ich habe in einem Video auf Youtube gesehen, wie jemand mit einer montierten Dremel o. Ähnl. Recht flott einen Halbedelstein zerteilt hat.
Das schien mir recht elegant, weil die Maschine preisgünstig ist, wenig Platz weg nimmt und nicht so laut ist, wie eine große Maschine.
Allerdings wurde ohne Kühlung gesägt. Das staubt doch dann ohne Ende?
Ich hätte mir vorgestellt, ein großes Plastikfaß als „Arbeitskabine“ zu verwenden. Ich würde also den Trennprozess in dem Faß machen, z.B. mittels großem Loch vorne und zwei seitlichen Eingriffslöchern. Am Faß würde ich einen Anschluß anbringen für einen Haushaltsstaubsauger.
Vielleicht auch eine Einrichtung, die Wasser auf die Scheibe tröpfelt- aber ob eine Dremel sowas mitmacht?

4. „Richtige“ Steinsäge
Z. B. http://www.steinschleifmaschinen.at/index.php?pagenr=2
„Hersteller INLAND
Modell  Swap Top Steinsäge 

Bachsteineschneiden,Mineralienschneiden,Edelsteinschneiden,
Keramikschneiden,Fosilienschneiden,Glasschneiden
Auch zweckmäßig als Zweitsäge für kleinere Trimmarbeiten bzw. für den Schmuckschleifer, der keine großen Schnittiefen benötigt.
Preis 236 Euro.“
Frage: ist so eine Säge sehr laut?

5.  ALGE Edelsteinbearbeitungszentrum
Kürzlich wurde hier im Forum ein ALGE Edelsteinbearbeitungszentrum verkauft- etwas in der Art wäre wohl meine Traummaschine gewesen.
http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,29970.msg231229.html#msg231229

Mir scheint, dass die DREMEL-Lösung die realistischste wäre (abgesehen von einem ALGE-Glückskauf).
Ich könnte mit dem Dremel ja auch noch Schleifarbeiten ausführen.
Oder sehe ich das zu optimistisch?

Vielen Dank im Vorraus für Antworten!
Gruß
Richard



Offline Steinschlichter

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Hallo Forum,
hier noch ein paar Zusatzinfos:

Ich möchte nicht nur Flußsteine bearbeiten, sondern habe mir auch Rohhalbedelsteine gekauft (unter anderem Jaspis und Tigerauge).
Diese Brocken sind z.T. so groß, wie eine Männerfaust.

Was ist übrigens von einem "normalen" Schleifbock aus dem Baumarkt zu halten? Sind die Schleifscheiben für Gestein geeignet oder nur für Stahl?

Danke
Gruß
Richard

Offline Jörg

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Hallo Richard,

das mit einem "lauten und schmutzigen Sägevorgang" wird sich kaum vermeiden lassen.

- Flex staubt wie hulle, und wird sich schlecht mit Wasserstrahl kühlen lassen (Ablenkung), es sei denn, Du bastelst ein Tauchbad. Doch dann müsste die Flex fest monitert werden. Wäre nicht ganz ungefährlich.
- Dann eher eine Fliesensäge. Doch die ist auch sehr laut, und das Wasser spritzt Dir heftig entgegen.
- Dremel bei Faußtgröße halte ich für zu klein. Das Sägeblatt sollte in der Schnitthöhe schon Steingröße haben.

Innerhalb der Wohnung wäre eine ALGE und Co. schon das Richtige (Lautstärke etwas moderater, Wasserrücklauf mittels Plexiglasabdeckung kein Problem).

Zitat
"normalen" Schleifbock aus dem Baumarkt
Nicht verkehrt. Du kannst ja mal bei einem Steinmetz anfragen, ob sie Dir alte gebrauchte Korundscheiben überlassen. Die sind an dem schmalen Ende meist recht gut erhalten, da sie oft mit der flachen Seite Flächen schleifen. Problem hier, Du musst Dir eine Aufnahme (Hülse?) für die Aufnahme basteln, da die Dinger mit einer kleinen Flex betrieben werden.

Alternative: Kannst Du nicht bei einem Freund mit Außengelände sägen? Dann würde auch eine große Flex ausreichen, wenn Du nur Stücke zum Schleifen absägen möchtest. Sägeblatt für Granit drauf, dann kannst Du sie mit hoher Drehzahl und ungekühlt laufen lassen. Die Steine mit einer Zwinge befestigen.
Aber Vorsicht, ist nicht ganz ungefährlich. Ab und zu fliegt einem schon mal was um die Ohren.
Doch für das Sägen mit wenig Schnittverlust kommt wohl nur was professionelles in Farge.

Glück Auf!
jörg

Offline Krizu

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Hallo,

da sich keiner der Fachleute meldet, meine Meinung als Laie:
- Das Sägen kannst du in der Wohnung meiner Meinung nach wege ndes Wassernebels mit Schleifstaub und den Spritzern knicken.
- Einfaches Flexen geht, aber verbrennt den Stein und geht garantiert nicht in der Wohnung. Wenn ich Steine (Beton) flexe parke ich sogar das Auto um.
- Dremel ist bis zu welchem Scheibendurchmesser zu verwenden? eher im 1"-Bereich also 2cm Schnitttiefe ohne verkanten. Es gibt auch weiche Steine ;-)

Du musst Dir darüber klar sein: Das Schnittvolumen gelangt als Staub in den Raum oder ins Wasser. Ein Staubsauger wird auch nicht die feinen Partikel immer zurückhalten.

Also meine Meinung: Lass es im Auftrag machen.

MfG

Frank


Offline Lausitz

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Hallo Steinschlichter
Zitat
1. FLIESENSÄGE
Es wird Anfängern immer wieder eine Fliesensäge (Baumarkt) empfohlen.
Schlecht daran scheint in erster Linie das breite Blatt zu sein = viel Materialverlust.
Gibt es sonst keinen Nachteil? Läuft sie schneller, als eigentlich erwünscht?
ein breites Blatt ist gegen ein schmaleres austauschbar,dazu braucht es eine entsprechende Blattaufnahme für die Welle. Für eine Schlosserei in deiner Nähe kein Problem wenn du es selbst nicht bewerkstelligen kannst.
Allerdings braucht es einer ständigen Kühlung des Schnittgutes sowie Blatt, keine Ahnung ob es Fliesenschneider in solchen Ausführungen gibt.

Zitat
TRENNSCHLEIFER, Flex
 Anscheinend haben manche auch schon mit einer Flex gearbeitet. Da kommt dann wohl nur eine mit Drehzahlregelung in Frage. Allerdings müsste ich ja auch kühlen mit Wasser, also bräuchte man wohl einen dafür ausgelegten Trennschleifer? Drehzahlgeregelte gibt es ab ca. 80Euro. Da bin ich wohl mit der Fliesensäge besser dran?

mit ner Flex nen Stein zersägen kommt Selbstverstümmelung gleich, laß das besser. Für den Dremel gilt das selbe.

Zitat
Was ist übrigens von einem "normalen" Schleifbock aus dem Baumarkt zu halten? Sind die Schleifscheiben für Gestein geeignet oder nur für Stahl?

Schleifscheiben aus Korund sind nicht hart genug für deine angedachten Jaspise, evtl. Chalzedone oder andere Quarze.
Siliziumkarbid eignet sich da besser, sind aber nicht billig. Soweit ich weiß hat ein  handelsüblicher Baumarktschleifbock keine Wasserkühlung, nur ist diese zum Staubbinden unerläßlich, sonst ist deine Wohnungseinrichtung bald mit einer weißen Steinstaubschicht überzogen. Von den gesundheitlichen Bedenken ganz zu schweigen.

Zitat
nnerhalb der Wohnung wäre eine ALGE und Co. schon das Richtige (Lautstärke etwas moderater, Wasserrücklauf mittels Plexiglasabdeckung kein Problem).
ist vieleicht ne gute Lösung, aber bedenke das es für deine Mietwohnung auch einen Vermieter gibt und ob dem gefällt das seine Wohnung als Steinbearbeitungswerkstatt herhalten muß??

Zitat
Also meine Meinung: Lass es im Auftrag machen.

ist in deinen Fall die beste Lösung.

Besten Gruß






Offline Steinschlichter

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Hallo an die Antwortenden,

danke für Eure Tipps!

Jetzt habe ich ja schonmal einiges zum Nachdenken auf den Weg bekommen, wenn auch die Aussagen z.T. widersprüchlich sind aber das ist in Foren ja meist so (wie im richtigen Leben). Jeder hat seine eigene Meinung und ich muß mir am Ende das rauspicken, was mir entspricht.

Die Flex bei einem Freund auf Aussengelände wäre eine Möglichkeit, obwohl ja ein anderer sagte, es sei zu gefährlich. Aber mit entsprechender Schutzausrüstung müsste es ja gehen (mir ist mal eine Flexscheibe um die Ohren geflogen und an die Hand geknallt und die dicken Lederhandschuhe haben's gut gemeistert- allerdings waren es nicht die für 99Cent mit mehr Stoff, als Leder, sondern etwas teurere komplett aus Leder).

Zu bedenken, das die Schnittbreite bestimmt, wieviel Staub anfällt ist auch ein guter Hinweis. Bisher war mir die Breite egal, weil mich der Materialverlust nicht störte. Aber der Staub schon......

Dass die Dremel keine so große Schnitttiefe hat, stimmt natürlich. Ich hatte gehofft, vielleicht von beiden Seiten je einen Schnitt zu setzen, so dass sie sich dann in der Mitte treffen. Vielleicht stelle ich mir das ja zu einfach vor?
Ich muß dazu sagen, dass ich bisher eher mit Holz und Stahl "gearbeitet" habe. Allerdings nie im großen Stil.

Als Auftragsarbeit möchte ich es nicht gern erledigen lassen, da geht mir dann das Gefühl dafür verloren, es komplett selber gemacht zu haben.

Beim Schleifbock auf Siliziumkarbid anstatt Korund zu achten: stimmt, hatte ich nicht bedacht (obwohl ich ja schon diffus ahnte, dass man für Stein etwas anderes nimmt, als für Stahl), auch ein guter Hinweis.

Da ich einen Billig-Minischleifer besitze, werde ich vielleicht doch erst mal eine Minidiamantscheibe kaufen und testen, wie gut das geht, um mal ein besseres Gefühl für die Sache zu kriegen (Lärm, Staub).
Sollte es halbwegs gut gehen, könnte ich in Erwägung ziehen, die Steine jeweils doch zu zerkleinern (wegen der Schnitttiefe) und würde mir dann eine Dremel zulegen.
Oder dann die Dremel für kleinere Arbeiten und die großen Steine bei einer Freundin (Bauernhof) mittels Flex in Scheiben schneiden.

Ich sehe, Ihr habt mich ein ganzes Stück weiter gebracht, vielen Dank!

Grüße
Richard
« Letzte Änderung: 23 Oct 12, 12:39 von Steinschlichter »

Offline Stephkling

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Hallo Richard,
wo wohnst Du denn?
Das sägen bzw. schneiden der Steine geht ja relativ schnell, wäre also die Möglichkeit die Steine sägen zu lassen bei einem Schleifer oder auch vielleicht bei einem Mineralienverein mit Ausrüstung.
Eine günstige und relativ 'ruhige' Methode ist dann das schleifen mit Hand bzw. auch das Trommeln. Man braucht halt Zeit dazu, bekommt aber ein sehr gutes Gefühl fürs schleifen.
Bevor Du etwas anschaffst, was Dich dann später ärgert, schau Dir lieber das eine oder andere mal live an!
Grüße aus dem Schwarzwald
Stephan

Offline Steinschlichter

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Hallo Stephan,
ich wohne an der schönen Donau :-)

Die Idee mit dem Minaralienverein ist gut, ich werde mal schauen, ob es sowas bei uns gibt.

Von Hand habe ich bereits geschliffen, das maucht mir viel Freude. Ich möchte aber künftig mein Tätigkeitsfeld etwas ausdehnen.
Einen Tumbler möchte ich nicht einsetzen, denn ich will keine rundlichen Steine erzeugen, sondern möchte die natürliche Form bei Bedarf erhalten können. Im Einsatz habe ich einen billigen Spirator, der aber erstaunlich gute Dienste leistet.

Jedenfalls habe ich mir gestern eine Diemant-Trennscheibe mit Durchmesser 45mm bestellt und Mini-Siliziumcarbidschleifscheiben. Das werde ich beides mit meinem Miniwerkzeug (ähnlich Dremel) ausprobieren.
Wenn das mehr oder weniger gut geht, werde ich mir eine Dremel 3000 oder 4000 zulegen (mein Werkzeug hat nämlich nur 18Watt). Das Billiggerät nervt mich sowieso etwas, wegen der geringen Leistung.
Wie ich dann weiter verfahre, sehe ich ja dann.

Selbstbau wäre zwar reizvoll aber dafür fehlt mir glaube ich der Nerv.

Grüße
Richard

Offline Lausitz

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Zitat
Ich möchte nicht nur Flußsteine bearbeiten, sondern habe mir auch Rohhalbedelsteine gekauft (unter anderem Jaspis und Tigerauge).
Diese Brocken sind z.T. so groß, wie eine Männerfaust.

Zitat
Jedenfalls habe ich mir gestern eine Diemant-Trennscheibe mit Durchmesser 45mm bestellt und Mini-Siliziumcarbidschleifscheiben

na, da wirst du aber nicht weit kommen mit den kleinen Scheiben

Gruß aus der Lausitz

Offline Steinschlichter

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na, da wirst du aber nicht weit kommen mit den kleinen Scheiben
Hallo,
ja, das kann schon sein. Kostet mich aber nicht viel der Versuch und ich sehe dann mal ein wenig, wo ich eigentlich stehe.
Das scheint mir jetzt einfach die preisgünstigste Variante zu sein, um etwas Erfahrung zu sammeln.

Und wenn die Erkenntnis dann ist: Dremel geht gar nicht (so wie Du es ja sagtest), dann habe ich mittels Ausschlußverfahren immerhin schonmal EINE Möglichkeit ausgeklammert......
Oder es funktioniert super aber halt nur mit kleineren Steinen und ich mache vielleicht dann erst mal so weiter, bis mir wieder eine gebrauchte ALGE über den Weg läuft ;-)
Grüße
Richard

Offline Steinschlichter

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Hallo Leute,
ich berichte mal, wie es gerade steht. Schliesslich können andere Sägeanfänger ja auch davon profitieren.
Inzwischen habe ich Tigerauge bearbeitet mit Mini-Siliziumcarbid -Schleifscheibe und mit Diamanttrennscheibe. Werkzeug ist ein Miniwerkzeug (ähnlich Dremel).

TRENNSCHEIBE:
Die Trennscheibe ist verblüffend laut und die Schmierung und Kühlung sind so schwierig, wie ich es erwartet hatte, da das Wasser sofort abgeworfen wird.
Also werde ich mir einen Tröpfelmechanismus basteln.
Mit der Schneidleistung an sich käme ich klar, schließlich will ich keine Großfertigung ;-)
Vorher dachte ich ja noch, ich bräuchte mehr Watt, jedoch merke ich jetzt, dass das Hauptproblem nicht die geringe Leistung der Maschine ist, sondern die geringe Leistungsabgabe des Werkzeugs an das Werkstück. Ich kann ja sowieso nicht stark aufdrücken. Also werde ich vorerst mit meinem billigen schwachen Gerät weiter experimentieren.

SCHLEIFSCHEIBE:
Das Schleifen geht viel besser, als ich gehofft hatte.
Probeweise habe ich unterhalb des Dunstabzugs am Herd gearbeitet, das funktioniert schonmal prima: der feine Staub wird abgesaugt und gelangt nach draußen. Allerdings wird bestimmt irgendwann an der Hauswand der Staub eine Verfärbung der Wand verursachen. Das behalte ich einfach mal im Auge und sehe ja dann, ob eine Reinigung gut möglich ist (wovon ich durchaus ausgehe, schließlich ist es nur Staub).
Ob dieser feine Staub wohl in einem Filtervlies hängen bleiben würde? Ich bekam per persönlicher Nachricht den Tipp, eine Dunstabzugshaube zu verwenden. Ich werde bei Gelegenheit ein Vlies in die Haube einlegen und eines vor dem Luftauslass an der Außenwand befestigen. Wenn dann das erste Vlies verdreckt und das Außenvlies nicht, dann werde ich mir einen Bastelarbeitsplatz mit Umluftabzugshaube einrichten.
Was aber ziemlich stört ist die starke Vibration der Maschine. Bereits nach wenigen Minuten waren meine Finger leicht betäubt. Also Gummiummantelung und Handschuhe verwenden. Vielleicht muß ich aus dem Grund dann doch mal eine Dremel kaufen, die z.T. Angeblich gut gedämpft sind. Hat da jemand Erfahrung gemacht?

Unterm Strich bin ich auf jeden Fall schonmal zufrieden mit meinem Erfahrungszuwachs :-)
Grüße
Richard

Offline Jörg

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Hallo,

Zitat
Also werde ich mir einen Tröpfelmechanismus basteln.
Habe ich auch schon mit rum experimentiert. Wasser von oben auf das Blatt.
Bileb allerdings ohne Erfolg, da das Wasser sofort von Luftzug der drehenden Scheibe zu den Seiten abgelenkt wurde.
Bin mal gespannt, ob Dir eine Lösung einfällt.

Glück Auf!
Jörg

Offline fassi

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Wenn ich das hier lese dann wird mir  echt Angst das sowas auch andre  "Säge und Schleif Neulinge " versuchen  >:(

Ihr müsst ja unendlich Zeit haben für solche Abenteuerlichen Experimente
Aber jeder ist seines Glückes eigner Schmied  ;) ;)

Offline Steinschlichter

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Wenn ich das hier lese dann wird mir  echt Angst das sowas auch andre  "Säge und Schleif Neulinge " versuchen  >:(

Ihr müsst ja unendlich Zeit haben für solche Abenteuerlichen Experimente
Klingt ja geheimnisvoll......
Hast Du das denn schon selber ausprobiert? Wenn ja: welche Erfahrungen hast Du damit gemacht?
Wenn nein: warum machst Du dann so eine Aussage?
Klar: Konformisten sind natürlich grundsätzich nicht so experimentierfreudig und lehnen ab, was sie nicht kennen.........
Klar, ich könnte einfach das kaufen, was die Industrie für den gewünschten Zweck anbietet. Das würde mir aber nicht reichen. Auf die Art lerne ich nämlich wenig.

Übrigens: "unendlich viel Zeit"... Was mag das wohl bedeuten?
"Hobby" bedeutet für mich: Tätigkeit, die mir Spaß macht, die ich meiner freien Zeit ausübe. Wenn ich da dann sage würde: "keine Zeit für Experimente", dann wäre das doch eine traurige Sache- oder?

Viel Spaß noch,
Gruß
Richard

Offline Steinschlichter

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Hallo Jörg,
danke für's "Glück auf"

Wasser von oben auf das Blatt.
Blieb allerdings ohne Erfolg, da das Wasser sofort von Luftzug der drehenden Scheibe zu den Seiten abgelenkt wurde.
Bin mal gespannt, ob Dir eine Lösung einfällt.
Ja, das ging mir heute so ähnlich. Zwar nicht mit Wasserzufuhr, sondern stehendem Wasser....... (Stein lag im Wasser und Scheibe sollte Wasser mit in den Schneidspalt ziehen).
Ich denke, die Lösung müsste so aussehen, dass die Wasserzufuhr die Steinoberfläche benetzt. Die drehende Scheibe würde dann das Wasser in den Spalt ziehen.
Das ganze ist jedoch mit derart viel Wassernebel verbunden... Gefährlich ist es zwar nicht, da die Maschine mit nur 18V betrieben wird, jedoch kann ich mir nicht vorstellen, dass es der Lebensdauer der Maschine gut tut.....
Vielleicht würde da eine biegsame Welle Abhilfe schaffen.

Momentan sieht es jedenfalls so aus, dass mir die Schleiferei irre Spaß macht :-) Allerdings merke ich bereits, dass 5 Euro für 10 Schleifscheiben nicht mehr ganz so billig erscheint, wenn ich sehe, wie der Durchmesser der Scheibe abnimmt ^^
Der Dunstabzug, der den Staub direkt nach draussen führt, scheint mir inzwischen so genial, dass ich in Erwägung ziehe, die Schleifarbeit ganz einfach am Herd zu erledigen. Da kann ich zwar nicht sitzen aber bis jetzt ist es okay so (schliesslich schleife ich nicht jeden Tag stundenlang).

Heute habe ich versucht, eine dünne Schicht vom Tigerauge abzutrenenn mittels Hammer und Meissel (meines Erachtens Muttergestein), jedoch hatte ich am Ende nur einen Haufen kleiner Tigeraugen vor mir liegen. Das macht aber nichts, dieses Herantasten an ein Thema macht mir Freude.
Das interessante ist, dass ich selber noch nicht weiss, wo mich der Weg lang führt und wie ich das am Ende dann betreiben werde.

Ich habe gesehen, dass es eine Art elektrischen Minimeissel gibt, der eigentlich von Archäologen verwendet wird, um Fossilien frei zu legen. Vielleicht wäre das eine bessere Möglichkeit, um die Steine vom Muttergestein zu befreien.

Gerade dieses Muttergestein ist wohl der Grund, für den relativ günstigen Preis, den ich bezahlt habe.

Danke für die Tipps,
schönen Abend noch,
Richard

 

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