Ich wag mich wieder mal auf dünnes Eis.
Beim Betrachten der Heliodoraufnahmen von Schluchti habe ich mich gefragt, ob wir Bilder von wunderschönen Mineralen überhaupt objektiv bewerten können. Zugegeben, bei den Aufnahmen der beiden Kristalle stimmt nach meiner Meinung so ziemlich alles. Vor allem wurde die, nach meiner Meinung schwierigste Aufgabe bei der Mineralstufenfotografie - die Struktur, sehr gut abgebildet.
Keine Frage, es sind Spitzenfotografien und wenn ich Fotos bewerten wollte, gäbe ich auch eine 10. Aber lassen wir uns nicht auch von der relativen Seltenheit und Ausbildung solcher Kristalle und den harmonischen Farben beeinflussen? Wären wir nicht auch begeister, wenn die Ausleuchtung nicht optimal wäre?
Ich habe z.B. eine Stufe, bei der auf violetten Fluoritrasen blasse, grüne Parasymplesitkugeln aufgewachsen sind. Selbst wenn ich davon eine Spitzenaufnahme machen würde (wozu ich nicht in der Lage bin), würde das Bild farblich so häßlich wirken, daß man es sofort wieder schließen würde.
Ich erfreue mich an gelungenen Aufnahmen, bin aber einer Bewertung gegenüber eher skeptisch.
Uwe