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Karrenbildung im Salz
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Kluftknacker:
Hallo (Hobby-)Geologen,
ich suche eine verständliche Erklärung,wie sich kleine Karren (hier: vertikal stehende "Lösungsrippen") auf der Oberfläche einer Rückstandshalde vom Kalibergbau bilden (SE-Seite, also entgegen der üblichen NW-Wetterseite).
Erosion durch Niederschlagswasser- ist klar. Da ich annehme, dass die Rückstandshalde (besteht aus ca. 80% Steinsalz, der Rest ist Kieserit, Anhydrit, Gips, Kalisalze und ein wenig Ton;vom Bergwerksschrott will ich nicht weiter reden) ein annähernd homogenes "Gemisch" darstellt, bliebt die Frage, wie die harten Rippen (siehe Foto) entstehen. Diese sind,wenn man einen Bereich ohne Karrenbildung aufgräbt, nicht im Haldenkörper vorhanden. Das bedeutet, dass sich diese Rippen erst während der erodierenden Einwirkung bilden.
Wie genau funktioniert das? Ein wirklich Hinweis auf ein 1A-Buch oder eine hervorragende Webseite (gerne auch engl.-sprachig), die genau solche Phänomene nachvollziehbar erklärt, würde mir auch reichen.
Danke.
GA
Kluftknacker
giantcrystal:
Hallo
Gib doch bitte mal zu dem Bild einen Maßstab
Ansonsten sind die Vorgänge vermutlich der Verkrastung im Kalkstein, Gips oder anderen löslichen Gesteinen ähnlich.
Unterschiede hierzu lassen sich wahrscheinlich dadurch erklären, das es sich eben um ein inniges Gemisch sonst im Allgemeinen nicht miteinander vorkommender Mineralien (z.B. Gips und Kieserit) handelt, die nun plötzlich - ebenfalls völlig atypisch - gemeinsam den Atmosphärilien ausgesetzt sind.
Bei solchen für die Mineralart recht exotischen Verhältnissen werden wohl auch die Lehrbücher nicht viel weiterhelfen, eher schon ein Fachartikel zum Thema Kalihaldenerosion
Glück Auf
Thomas
Kluftknacker:
--- Zitat von: giantcrystal am 23 Nov 12, 21:23 ---Gib doch bitte mal zu dem Bild einen Maßstab
--- Ende Zitat ---
Bildbreite ca. 80 cm
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