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Autor Thema: Obsidian im Westerwald? / nein  (Gelesen 16817 mal)

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Offline Wegschmeißit

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Re: Obsidian im Westerwald?
« Antwort #15 am: 28 Nov 12, 14:13 »
Hallo Günter

Vielen Dank für die ausführlichen Infos.
Ich glaub ich weiß jetzt auch was ich mir zu Weihnachten schenke!  ;D

Glück Auf
Dirk

Offline Harzsammler

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Re: Obsidian im Westerwald?
« Antwort #16 am: 28 Nov 12, 15:45 »
Hier das Bild 2.
Hallo Ingo,

besonders das zweite Bild lässt mich an aufgeschmolzenes bzw. angeschmolzenes (Sand)-Gestein denken. Ich finde sowas in meiner Gegend sehr häufig auf dem Gelände von mittelalterlichen Glashütten. Auch das Stück von Bild 1 passt dazu.

Viele Grüße,

Michael

Offline Ingo Materne

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Re: Obsidian im Westerwald?
« Antwort #17 am: 29 Nov 12, 16:05 »
Hallo zusammen!

Zunächst mal vielen Dank für die rege Teilnahme und die tollen Infos.

Um mich der wahren Identität der Funde weiter zu nähren, habe ich noch ein paar Fotos gemacht.

Ich wollte nochmal darauf hinweisen, dass ich den Stein auf Bild 2 meines ersten Posts an einem anderen Fundort gemacht habe, als alle anderen Steinchen - am Rande des Hülsberg (Trachyt) NO von Wirges - aus einer relativ frisch gebaggerten Abbruchkante der angrenzenden Tongrube.

Ich denke daher, dass die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um Schlacke handelt, recht gering ist. Ich bitte aber immer um Korrektur meiner Annahmen, da ich ja keinen großen Erfahrungen habe.

Unter folgendem Link habe ich ein Dokument entdeckt, welches u.a. die Geologie genau bei meinen Fundstellen beschreibt. Leider habe ich zu wenig Fachkenntnisse, um da durchzusteigen. Mit den Suchbegriffen "Hülsberg" (bei Wirges) und "Mahlberg" kann man die Infos finden.

http://jqwvdcx.archive.org/stream/mikroskopischep04wlgoog/mikroskopischep04wlgoog_djvu.txt

Auf Basis der neuen Recherchen lautet meine Vermutung nun, dass es sich bei den Funden um "Tachylit" handeln könnte.

Wie sehr ihr das?

Danke und Glück auf!

Offline heli

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Re: Obsidian im Westerwald?
« Antwort #18 am: 30 Nov 12, 09:58 »
Sollen die drei letzten Fotos das gleiche Mineral darstellen?

Die vergrößerten Fotos sehen nach einem Bruchstück eines Olivin oder eines (vulkanischen) Glases aus. Auch hier würde ein Ritz- und Strichtest eine Einordnung sicherer machen.

Offline Sebastian

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Re: Obsidian im Westerwald?
« Antwort #19 am: 30 Nov 12, 13:23 »
Ich bleib bei der grünen Glasschlacke.
Die Oberfläche ist typisch für Glasschmelzen.
Gruss Sebastian

Offline Harzsammler

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Re: Obsidian im Westerwald?
« Antwort #20 am: 30 Nov 12, 16:01 »
Da schließe ich mich an - das ist ganz typisches Material von alten Glashütten. (Waldglas)

Michael
« Letzte Änderung: 20 Apr 13, 16:52 von oliverOliver »

Offline smoeller

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Re: Obsidian im Westerwald?
« Antwort #21 am: 30 Nov 12, 16:19 »
Hallo,

Schlacke. Die glasige Grundmasse und die blasige Struktur sprechen dafür. Bei den Vulkanen der Eifel handelt es sich um recht junge Bildungen (Laacher See 14000 Jahre), während die übrigen Vulkanite in Deutschland älter sind und 2 Phasen angehören:
-Neogen, im Kaiserstuhl z.B. Miozän 16,2-18,5 Mio Jahre (Kaiserstuhl, Egertalgraben, Erzgebirge, Rhön, Rheinisches Schiefergebirge, Schwarzwald u.a.)
-Oberkarbon und Perm (Erzgebirgisches Becken, Saar-Nahe-Hunsrück, Schwarzwald, Pfalz, Harz etc.), ca. 250-300 Mio Jahre

In diesen Gesteinen sind Glasanteile meist nicht mehr frisch erhalten, sondern entweder entglast (rekristallisiert) oder häufiger in Sekundärminerale (Calcit, Zeolithe, Tonminerale) umgewandelt. Solch ein frisches Glas wie dieses ist in einem Vulkanit des Westerwaldes, der mindestens 16-18 Mio Jahre auf dem Buckel hat, nicht zu erwarten.

Glück Auf!
Smoeller

 

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