Bergbau und Verhüttung / Mining and Smelting / Minería y Fundición > Bestimmungsanfragen zu Schlacken/Gläsern/Kunstprodukten
Obsidian im Westerwald? / nein
Harzsammler:
Da schließe ich mich an - das ist ganz typisches Material von alten Glashütten. (Waldglas)
Michael
smoeller:
Hallo,
Schlacke. Die glasige Grundmasse und die blasige Struktur sprechen dafür. Bei den Vulkanen der Eifel handelt es sich um recht junge Bildungen (Laacher See 14000 Jahre), während die übrigen Vulkanite in Deutschland älter sind und 2 Phasen angehören:
-Neogen, im Kaiserstuhl z.B. Miozän 16,2-18,5 Mio Jahre (Kaiserstuhl, Egertalgraben, Erzgebirge, Rhön, Rheinisches Schiefergebirge, Schwarzwald u.a.)
-Oberkarbon und Perm (Erzgebirgisches Becken, Saar-Nahe-Hunsrück, Schwarzwald, Pfalz, Harz etc.), ca. 250-300 Mio Jahre
In diesen Gesteinen sind Glasanteile meist nicht mehr frisch erhalten, sondern entweder entglast (rekristallisiert) oder häufiger in Sekundärminerale (Calcit, Zeolithe, Tonminerale) umgewandelt. Solch ein frisches Glas wie dieses ist in einem Vulkanit des Westerwaldes, der mindestens 16-18 Mio Jahre auf dem Buckel hat, nicht zu erwarten.
Glück Auf!
Smoeller
Navigation
[0] Themen-Index
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln