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Autor Thema: sehr schwerer Brocken/ Wolfram-Eisen-Hüttenprodukt  (Gelesen 33214 mal)

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Offline didimarkus

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Re: sehr schwerer Brocken
« Antwort #30 am: 07 Dec 12, 14:35 »
Das wäre eine Lösung, die Dichte würde wahrscheinlich passen,
 allerdings kann ich einen Bergkristall damit
einfach nicht ritzen und Tantalcarbid ist ja viel härter als Quarz,
am Quarz hinterläßt der Brocken nur silbergrauen Abrieb..,
nein, für diese Verbindung ist er zu weich..Danke,M

Offline berthold

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Re: sehr schwerer Brocken
« Antwort #31 am: 07 Dec 12, 15:18 »
Hallo,

abgesehen von der Härte (9-10) von Tantalcarbid will ich an solche Exoten eingentlich nicht so recht glauben, das Kilo Tantalcarbid  kostet immerhin ca. 4000-5000 Euro.

Gruß
Berthold
« Letzte Änderung: 07 Dec 12, 15:31 von berthold »

Offline Stefan

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Re: sehr schwerer Brocken
« Antwort #32 am: 07 Dec 12, 15:20 »
Eine Härte von 6-7  oder 5,5 bis 6 (je nach Quelle) ist doch nicht härter als Quarz.
9-10  - hmm dann haben wir alle falsche Angaben in unseren Datenbanken.
Wo steht denn was von 9-10?

Handbookofmineralogy.com, Mindat, Webmineral, Mineralienatlas, MaterialsData (IMA) ... 6 - 7 oder 5,5 bis 6

Da Tantalcarbid aus einer Schmelze mit Eisen gewonnen wird, kann es gut ein Hüttenprodukt sein.

Besten Gruß Stefan
« Letzte Änderung: 07 Dec 12, 15:29 von Stefan »

Offline kks

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Re: sehr schwerer Brocken
« Antwort #33 am: 07 Dec 12, 15:29 »
Hallo,

Tantalcarbit (mit t) kenne ich nicht, aber Tantalcarbid (mit d) ist ein typischer Hartstoff mit einer Mohs-Härte von deutlich über 9.

Allerdings könnte der Brocken metallisches Tantal (neben Eisen und evtl. Anderem) enthalten, damit scheinen mir die bekannten Daten durchaus vereinbar zu sein.

Gruß,
Klaus

Offline Stefan

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Re: sehr schwerer Brocken
« Antwort #34 am: 07 Dec 12, 15:32 »
Ich meine schon das mit d, Formel: TaC nach welcher Quelle ist es denn so hart? Ich habe oben zahlreiche Quellen angegeben nach denen es nicht so hart ist.

Ich schließe nicht aus, dass die Daten falsch sind. Aber selbst bei der MaterialsData Datenbank von der unser Wert stammt ist der Wert von 6 - 7 angegeben. Insofern wäre hier ggf. Korrekturbedarf.

Besten Gruß Stefan

Offline berthold

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Re: sehr schwerer Brocken
« Antwort #35 am: 07 Dec 12, 15:40 »
Hallo,

man würde TaC nicht für Schneidewerkzeuge einsetzen wenn es nicht so hart wäre.

Quellen: Wikipedia, chemie.de, http://www.tungsten-powder.com/german/Tantalum_Carbide_Powder.html usw.

Gruß
Berthold

Offline Stefan

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Re: sehr schwerer Brocken
« Antwort #36 am: 07 Dec 12, 15:46 »
Hallo Berthold,
ich habe mit der Aussage kein Problem und vermutlich ist das auch richtig.

Nur sind die Quellen nicht gerade das was ich mir gewünscht habe. Bevor ich die Daten von Materials Data und allen führenden Datenbanken und Veröffentlichungen etc. korrigiere möchte ich schon etwas stichhaltigere Quellen als die Wikipedia haben.

Hat zufällig jemand Zugriff auf "Zapiski Vserossiskogo Mineralogicheskogo Obshchetstva 126 (1997) (1), 76" dort sollte die Originalquelle zu finden sein.

Ich möchte hier aber auch nicht vom eigentlichen Thema abschweifen. Das ist ja nach wie vor zu klären.

Daher gehts hier weiter zu dem Thema:
http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,31331.msg241733.html#msg241733

Besten Gruß
Stefan
« Letzte Änderung: 07 Dec 12, 15:54 von Stefan »

Offline didimarkus

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Re: sehr schwerer Brocken
« Antwort #37 am: 07 Dec 12, 16:45 »
Hallo Berthold, Stephan, Klaus, Liebe Alle ..

Ich habe nochmals eine Ritzprobe versucht und dann hat es doch
geklappt, ich konnte den Quarz ritzen, anbei das Bild, es ist die Seite vom Quarz,, die herschaut.
Und auch anbei die Messprobe, die ich mindestens 10 Mal
ausgeführt habe, und obwohl es ja nur eine Küchenmessschale ist,
habe ich nach der Steinentnahme immer diese Differrenz von ca. 75 ml.
Vielleicht ist es tatsächlich Tantalcarbid, weil der Quarz ist geritzt,
also ist der Brocken doch härter, möglicherweise lüftet sich langsam das
Geheimnis, Ganz Vielen Dank, Markus

Offline Jochen1Knochen

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Re: sehr schwerer Brocken
« Antwort #38 am: 07 Dec 12, 19:43 »
Hallo!
Bei solch einem Gewicht sollte dann eigentlich auch ein Schwermetall in Verbindung zu Eisen(wegen des Magnetismus)
die Ursache sein.
Polyxen?
Platin mit bis zu 21% Eisen.Hierbei wohl unregelmäßig verteilt,weil der Magnet ungleichmäßig zieht.
Deshalb auch der Rost.
Iridiumreiche Variante mit einer Härte von 6 bis 7
Deshalb auch die Schwierigkeit beim Quarz ritzen,da dieser die gleiche Härte hat.
Die Dichte sollte da zwar erst ab 15 beginnen,aber da käme es darauf an,wie sauber das Material hier ist.
Was war denn das eigentlich für eine Sammlung,aus der dieses Stück stammt?War das so von aller Welt,oder schon etwas mehr von Spezialisierung?Gab es da eventuell in der Sammlung ein Land,woher viel dabei ist und das dann richtungsanzeigend sein könnte?
Gruß Jens

Offline Harzsammler

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Re: sehr schwerer Brocken
« Antwort #39 am: 07 Dec 12, 20:15 »
Hallo,

ich werfe mal einen zerbrochenen Hartmetalleinsatz von einer Vortriebsmaschine aus dem Tunnelbau oder von einem größeren Bohrgerät in den Raum. (Wolframcarbid mit Anteilen von Cobaltcarbid)

Das Tantalcarbid, das ich kenne, hat eine messinggelbe Farbe.

Michael

Offline didimarkus

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Re: sehr schwerer Brocken
« Antwort #40 am: 07 Dec 12, 21:20 »
Hallo Jens
, anbei ein paar Bilder von der Zwischenlagerung der übernommenen Sammlung.
Alles war in Kisten und Beschreibungen der Stücke entweder gar nicht oder in einer anderen Kiste..
Unsystematisch und bunt zusammengewürfelt..Das ist ein Teil der Sammlung, insgesammt werden es wohl 3 Räume
voll sein..Habe jetzt seit einem Jahr erst mit diesem Erbe zu tun und es hat mich total  gepackt ! Kein Wunder !!
Vieles stammt wohl aus dem Kärntner und dem Salzburger Raum (Bleiberg, Hüttenberg, Rauris)
aber wohl auch von der südlichen Grenze zu Österreich, es sind wohl auch alte Funde dabei, der Mann wurde 89.
Er hat aber auch sehr viel selber dazugekauft ( auch eine ganze Sammlung, da geht die Nummerierung bis 500
aber viele Zettel fehlen, es ist sehr chaotisch ) . Wir sind hier im Gailtal und da ist es nicht weit in die Tauern.
In einer Kiste war dann dieser Brocken auch, er ist mir sofort als überschwer aufgefallen..
Der alte Mann hat übrigens auch alte Werkzeuge ( naja, eigentlich hat er Alles gesammelt..) gesammelt, da würde mich
gar nicht wundern, wenn das schwere Stück tatsächlich aus dem Tunnelbau kommt, aber die Frage ist,
ob das tatsächlich so sein kann mit der Härte.. Viele Grüße, Markus

Offline Krizu

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Re: sehr schwerer Brocken
« Antwort #41 am: 08 Dec 12, 10:35 »
Da Tantalcarbid aus einer Schmelze mit Eisen gewonnen wird, kann es gut ein Hüttenprodukt sein.

Hallo,

ich vermute, dass du die Häufigkeit von Tantal überschätzt. Die Jahresproduktion liegt irgendwo bei 1000t bis 1500t. Zum Vergleich Platin: ca 220t.

MfG

Frank


Offline didimarkus

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Re: sehr schwerer Brocken
« Antwort #42 am: 08 Dec 12, 13:51 »
Hallo nochmal,

Jetzt hab ich noch ein paar detailliertere Bilder gemacht,
mehr gibt meine Kamera nicht her..
Danke für Euere Werte Einschätzungen, LG.M

Offline Jochen1Knochen

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Re: sehr schwerer Brocken
« Antwort #43 am: 08 Dec 12, 20:11 »
Hallo!
Ich habe noch wegen Palladiumverbindungen gesucht,weil das die wahrscheinlichste Dichte aufweisen würde.Leider ist alles immer zu weich.
Das ist ja wirklich allerhand,was dir da hinterlassen wurde.Wenn da viel Russland oder Kanada dabeigewesen wäre,dann könnte da eventuell in der Richtung etwas an Fundstellen vorhanden sein.Mit soviel Durcheinander ist das natürlich nicht recht möglich.
Mach aber mal was anderes.Wenn jemand soviel Mineralien anhäuft und über viele Jahre sammelt,dann war er mit Sicherheit nicht allein unterwegs.Du müsstest versuchen,seine alten Freunde und Sammelkameraden zu finden.War er in irgendeinem Verein?
Ging er viel auf Börsen?Ganz unbekannt kann er in seiner Sammelgegend nicht gewesen sein.
Vieleicht kennt ihn auch jemand hier im Forum?Das wäre zumindest ein Weg,um herauszufinden,wo der Sammler sein Material herhat und er kann ja durchaus auch mit jemandem über dieses Stück gesprochen haben.
Gruß Jens

Offline didimarkus

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Re: sehr schwerer Brocken
« Antwort #44 am: 09 Dec 12, 12:37 »
Hallo Jens,

Der alte Edi war ein sehr schwieriger Mensch und eben total eigen..
Was ihm gefallen hat, das hat er gesammelt, vom Eisenmörser bis zum
Spinnrad.., es gibt Photos vom Bergsteigen, aber die sind auch fast Alle
tot. Einen Mann gibt es noch , den werde ich kontaktieren,
der hat mit Ihm früher einiges gemacht, aber inzwischen
werde ich diesen Brocken der Frau Dr. Vera Hammer im Naturhistorischen Museum
zeigen, mal sehen, und dann habe ich hoffentlich die Lösung, super spannend
das Forum, schön wärs, wenn ich dann auch mal etwas weiß !
LG an Alle , Markus

 

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