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Autor Thema: sehr schwerer Brocken/ Wolfram-Eisen-Hüttenprodukt  (Gelesen 33186 mal)

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Offline didimarkus

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Hallo, ich habe in meiner erst kürzlich als Hausinventar erstandenen Mineraliensammlung diesen interessanten
Brocken entdeckt, leider fehlt jegliche Beschriftung.
Der silbermetallische Brocken ist leicht magnetisch, hat ein Volumen von 75 ml und wiegt satte 900 Gramm.
Das ergibt eine Dichte von 12, der Strich ist grau und er ist wohl etwas härter als Kupfer.
Ich würde mich sehr über Ihre Einschätzung freuen, herzliche Grüße, Markus


Offline Alcest

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Re: sehr schwerer Brocken
« Antwort #1 am: 06 Dec 12, 14:03 »
Hallo,

Bleiglanz?

Offline raritätenjäger

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Re: sehr schwerer Brocken
« Antwort #2 am: 06 Dec 12, 14:12 »
Hallo,

leicht magnetisch könnte für einen massiven Pyrrhotin sprechen. Geht ja optisch auch in diese Richtung.

Gruß
Andreas

Offline Alcest

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Re: sehr schwerer Brocken
« Antwort #3 am: 06 Dec 12, 14:23 »
Pyrrhotin doch aber eher als Beimengung, oder? Bleiglanz bei einer vermeintlichen Dichte von 12 g/cm³ ist ja schon heikel, aber Pyrrhotin wäre ja noch einmal bedeutend leichter als PbS.

Wobei PbS nicht härter als Kupfer ist...

Offline Tobi

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Re: sehr schwerer Brocken
« Antwort #4 am: 06 Dec 12, 14:42 »
Hallo Markus,

wirklich sicher, dass du eine Dichte von ZWÖLF (!) verlässlich errechnet hast, bzw. das Volumen genau errechnet hast? Damit wäre das Material schwerer als Silber! Sollte es wirklich stimmen, dann bin ich echt aufgeschmissen, weil die genannten Sulfide dann nicht in Frage kommen; selbst der echt schwere Galenit wäre noch weit von einer Dichte von 12 entfernt :o

Gruß
Tobi

Offline Harzsammler

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Re: sehr schwerer Brocken
« Antwort #5 am: 06 Dec 12, 15:04 »
Hallo Markus,

wie hast Du denn festgestellt, dass der Brocken härter als Kupfer ist?
Wenn Du 1,2 oder 5Cent Münzen genommen hast, verfälscht es das Ergebnis, weil die sind aus Stahl und nur hauchdünn verkupfert.

Michael

Offline didimarkus

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Re: sehr schwerer Brocken
« Antwort #6 am: 06 Dec 12, 16:17 »
Vielen Dank für die Infos und Fragenstellungen,

Ich konnte den "Stein" mit dem Messer nicht mehr ritzen, Kupfer schon noch..
Die Dichte hab ich mit Wasserverdrängung berechnet, eben 75 ml. Volumen bei einem Gewicht von exakt 900 Gramm,
und dann hab ich 900 durch 75 dividiert und bin auf 12 gekommen.
Das Pyrrhotin, das ich besitze, ist viel leichter und der Galenit auch, das ist echt spannend !
Ich stelle noch 2 Bilder dazu, jedenfalls Vielen Dank Euch Allen , Lg. Markus

Offline zinnwald

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Re: sehr schwerer Brocken
« Antwort #7 am: 06 Dec 12, 16:36 »
Hallo ,

werfe mal ein, das es sich um ein Hüttenprodukt handelt.
Gruß zum Nikolaus

Bodo

Offline Alcest

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Re: sehr schwerer Brocken
« Antwort #8 am: 06 Dec 12, 16:57 »
Dann würde ich auch eher zum bleihaltigen anthropogen-verschuldeten Brocken tendieren. Wäre es eine grobe Abmessung mit Lineal gewesen, wär die Differenz zum Galenit noch akzeptabel.


Offline uwe

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Re: sehr schwerer Brocken
« Antwort #9 am: 06 Dec 12, 18:40 »
Das Stück sieht sehr nach Pyrrhotin aus einem Skarnlager aus, wie Andreas schon richtig festgestellt hat. Auf eine Dichtebestimmung würde ich bei einem solchen Stück nichts geben. Alle anderen Tests sprechen für Pyrrhotin.

Beispielsweise gibt es in Antonsthal Haldenmaterial welches diesem Stück zum Verwechseln ähnlich sieht.

Uwe

Offline berthold

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Re: sehr schwerer Brocken
« Antwort #10 am: 06 Dec 12, 18:44 »
Hallo,

Zitat
Ich konnte den "Stein" mit dem Messer nicht mehr ritzen, Kupfer schon noch..

 ??? Das würde doch bedeuten dass dein Messer (Stahl ?) weicher ist als Kupfer - das kann nicht sein.

Gruß
Berthold

Offline guefz

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Re: sehr schwerer Brocken
« Antwort #11 am: 06 Dec 12, 18:56 »
Hallo,

@Berthold:
ich denke der Satz sollte eher so zu verstehen sein:

Zitat
Ich konnte den "Stein" mit dem Messer nicht mehr ritzen, Kupfer (mit dem Messer) schon noch..

@Uwe:
Solange wir keinen Messfehler nachweisen können, steht die Dichtemessung erst mal im Raum und sollte nicht mal eben ignoriert werden.

Günter

Offline berthold

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Re: sehr schwerer Brocken
« Antwort #12 am: 06 Dec 12, 19:31 »
Hallo,

ich zweifle die Dichtebestimmung an.  >:D So eine hohe Dichte wäre nur durch einen großen Anteil seltener Elemente (die zudem elementar vorliegen müssten weil ihre typischen Verbindungen deutlich leichter sind, also kein Hüttenprodukt) zu erklären. Dass das Stückchen hohe Anteile von ged. Paltin, Gold, Uran, Plutonium, Indium usw. enthält will ich nicht glauben.

Gruß
Berthold

Offline Alcest

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Re: sehr schwerer Brocken
« Antwort #13 am: 06 Dec 12, 19:53 »
Mit Blei wären wir immerhin schon bei 11,3. Wenn es Plutonium ist: war nett mit dir  ;D

Offline guefz

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Re: sehr schwerer Brocken
« Antwort #14 am: 06 Dec 12, 20:07 »
Ich habe jetzt auch erst mal die Dichtewerte nachgeschlagen. Reines Blei ist extrem unwahrscheinlich, Galenit liegt bei ca. 7,5, Pyrrhotin bei ca. 4,6. Die Angabe liegt also um einen Faktor 2-3 zu weit im unwahrscheinlichen Bereich. Kann man das durch einen Ablesefehler erklären oder ist das eher eine nordische Sagengestalt?

Günter

 

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