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Autor Thema: sehr schwerer Brocken/ Wolfram-Eisen-Hüttenprodukt  (Gelesen 33217 mal)

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Offline Krizu

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Re: sehr schwerer Brocken
« Antwort #45 am: 09 Dec 12, 13:41 »
Ich habe noch wegen Palladiumverbindungen gesucht,weil das die wahrscheinlichste Dichte aufweisen würde.Leider ist alles immer zu weich.

Palldium? Deutschland? 17€s pro Gramm? ??? ??? Jahresprodktion zweistelliger Tonnenbereich... Dann schon eher der Ansatz vom Harzsammler.

Mfg

Frank

Offline Jochen1Knochen

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Re: sehr schwerer Brocken
« Antwort #46 am: 09 Dec 12, 15:04 »
ich werfe mal einen zerbrochenen Hartmetalleinsatz von einer Vortriebsmaschine aus dem Tunnelbau oder von einem größeren Bohrgerät in den Raum. (Wolframcarbid mit Anteilen von Cobaltcarbid)

Wolfram,Cobalt,Kohlenstoff-ist das magnetisch?

ich vermute, dass du die Häufigkeit von Tantal überschätzt. Die Jahresproduktion liegt irgendwo bei 1000t bis 1500t. Zum Vergleich Platin: ca 220t.

wenn etwas nicht häufig ist-dann darf es das auch nicht sein?
Kaffeesatz ist relativ häufig-käme das in Frage?

Palldium? Deutschland? 17€s pro Gramm? ??? ??? Jahresprodktion zweistelliger Tonnenbereich...

Hatte ich da was von Deutschland geschrieben?
Hatte ich nicht eher geschrieben,daß ich das ausschließe,weil alle Verbindungen zu weich sind?

Gruß Jens


Offline futzi

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Re: sehr schwerer Brocken
« Antwort #47 am: 09 Dec 12, 15:21 »
Also ich habe einen ähnlichen Brocken fast gleicher Dichte.

Schauhe mal hier:

http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,28676.0.html

Nach der Röntgen Fluoreszenz Analyse ist es eine Legierung aus Eisen, Titan und Niob.
Gruß Futzi

Offline Krizu

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Re: sehr schwerer Brocken
« Antwort #48 am: 09 Dec 12, 15:29 »
Hi Jens,

sorry hast recht, ich hatte irgendwie Haldenfund und nicht Kellerfund gespeichert.

Ja: Eisen, Nickel und Kobalt sind ferromagnetischen Elemente. Somit könnten die 10% Kobalt im Widia schon eine Haftung am Magneten erzeugen.

Natürlich darf es etwas Seltenes sein. Aber die Wahrscheinlichkeit geht gegen Null. Palladium wird aufwendig gewonnen. Wenn da erstmal ein Metallstück vorliegt, ist der Safe vermutlich nicht weit. 900g 75%iges Palladium sind rund 8000 €us.

Tantalcarbid wird meines Wissens aufwendig hergestellt und nicht in Form grosser Rohlinge. Vermutlich ist bei Schneidplatten oder etwas größer die Grenze erreicht. Tantalcarbid als Pulver (Goodfellow) kostet 800g 4000€us.

Daher waere bei einem Widia-Baggerzahn in meinen Augen Ende der Exotik. Ohne weitere Hinweise ist das purer Kaffeesatz.

MfG

Frank

Offline kks

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Re: sehr schwerer Brocken
« Antwort #49 am: 09 Dec 12, 16:53 »
Also ich habe einen ähnlichen Brocken fast gleicher Dichte.

...

Nach der Röntgen Fluoreszenz Analyse ist es eine Legierung aus Eisen, Titan und Niob.


Interessant. Ti hat eine Dichte von 4,5, Fe von 7,9 und Nb von 8,6 g/cm³. Da möchte ich wirklich wissen, mit welcher Mathematik man daraus eine resultierende Dichte von 12 errechnen kann.

Gruß,
Klaus

Offline Jochen1Knochen

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Re: sehr schwerer Brocken
« Antwort #50 am: 09 Dec 12, 17:15 »
Daher waere bei einem Widia-Baggerzahn in meinen Augen Ende der Exotik.

Hallo Frank!
Dann würden wir uns aber eher ins Gebiet der Schlacken begeben,denn wie ein Teil eines Werkzeuges sieht das auf keiner einzigen Aufnahme aus.
Ein  erkennbarer größerer Einschluß,ein Bruch in der Mitte,natürlich wirkender Rostbelag und auch keine mechanischen Einwirkungen aufgrund von Arbeitseinsatz.
Und wenn das ein Stück aus der Schmelze einer Giesserei ist kann man sowiso nur rätseln,da es zuviele Legierungen gibt.
Irgendwie sieht für mich das Stück aber natürlich aus.
Gruß Jens

Offline Krizu

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Re: sehr schwerer Brocken
« Antwort #51 am: 09 Dec 12, 18:38 »
Hallo Jens,

Wolfram oder WC wird nicht gegossen. Ich bin der Meinung, dass langsam eine gescheite Analyse her muss.

MfG

Frank

Offline Linda

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Re: sehr schwerer Brocken
« Antwort #52 am: 09 Dec 12, 20:27 »
Hi,
also wenn ich mir die bilder so ansehe, dann sieht es optisch aus wie mein "Bleiglanz, arsenopyrit, pyrit-gemisch" wo wir ja auch etwas länger überlegt hatten was es sein könnte, aber meins ist deutlich weicher...kann es mit dem messer ritzen, mir wurde geraten so schöne tests zu machen, eine ecke abzuschlagen (aber wenn diese hier so hart ist wird das nicht so einfach) und es mal in eine flamme zu halten, durch den knoblauchgeruch sind wir dann auf das arsen darin gekommen, rein optisch würde ich sagen, es sieht genauso aus, aber das reicht ja nicht für eine Bestimmung, wie wir alle wissen
Grüße Linda

Offline berthold

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Re: sehr schwerer Brocken
« Antwort #53 am: 09 Dec 12, 20:47 »
Hallo

@Klaus,
Zitat
Interessant. Ti hat eine Dichte von 4,5, Fe von 7,9 und Nb von 8,6 g/cm³. Da möchte ich wirklich wissen, mit welcher Mathematik man daraus eine resultierende Dichte von 12 errechnen kann.

C( Graphit) hat eine Dichte von ca. 2.2, wie kommen wir zu einer Dichte von 3,52 für C (Diamant) ? Ganz einfach, wir packen die Kohlenstoff-Atome dichter zusammen. Nach welcher Mathematik das geht kann ich Dir auch sagen:  Dx = (Z * M) / (V * NA) 
(siehe http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Röntgendichte).

@Linda
Zitat
sieht es optisch aus wie mein "Bleiglanz, arsenopyrit, pyrit-gemisch"
Sowas kann es aufgrund der wohl jetzt gesicherten Dichte von ca. 12 nicht sein.

Wenn ich zwischen
- natürlich (Mineralbildung)
- Hütten(Abfall)produkt
- Werkzeug (Teil/Rest)
nach der Optik entscheiden soll würde ich auf Hütten(Abfall)produkt tippen. Die Detail-Bilder (Beitrag #11) zeigen mir nämlich keine homogene Struktur wie ich sie bei einem Werkzeug-Werkstoff vermuten würde. Natürliche Mineralbildung kommt aufgrund der Härte und Dichte nicht in Betracht.

Gruß
Berthold 

Offline kks

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Re: sehr schwerer Brocken
« Antwort #54 am: 09 Dec 12, 22:01 »
Ganz einfach, wir packen die Kohlenstoff-Atome dichter zusammen.

Problem ist nur, dass wir hier nicht über den extrem locker gepackten Graphit reden, sondern über drei Metalle, die schon von sich aus relativ dicht gepackt sind. Wenn Du ein Beispiel hast, bei dem eine Legierung aus drei Metallen um gut ein Drittel dichter ist als die dichteste Komponente, nur zu: ich bin gespannt.

Gruß,
Klaus
 

Offline berthold

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Re: sehr schwerer Brocken
« Antwort #55 am: 09 Dec 12, 22:17 »
Hallo,

Zitat
Wenn Du ein Beispiel hast, bei dem eine Legierung aus drei Metallen um gut ein Drittel dichter ist als die dichteste Komponente, nur zu: ich bin gespannt.

Warum muss es denn hier (bei diesem fraglichen Stück) eine Legierung sein? Ich glaube eher an eine Verbindung. Und dass hier höhere Dichten als die höchste der einzelnen beteiligten Elements zu beobachten sind, auch höhere Härte, ist keine Seltenheit, Beispiele spare ich mir hier.

Die Analyse von Futzi scheint mir nicht richtig/vollständig/schlüssig zu sein, dazu kann/will ich nichts sagen.

Gruß
Berthold
« Letzte Änderung: 09 Dec 12, 23:17 von berthold »

Offline Harzsammler

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Re: sehr schwerer Brocken
« Antwort #56 am: 09 Dec 12, 22:57 »
Also ich habe einen ähnlichen Brocken fast gleicher Dichte. ...
Nach der Röntgen Fluoreszenz Analyse ist es eine Legierung aus Eisen, Titan und Niob.

Interessant. Ti hat eine Dichte von 4,5, Fe von 7,9 und Nb von 8,6 g/cm³. Da möchte ich wirklich wissen, mit welcher Mathematik man daraus eine resultierende Dichte von 12 errechnen kann.
Diese Dichte bei der Zusammensetzung kann ich auch nicht nachvollziehen.

Ich weiß nicht, wie das Gerät kalibriert war. Aber ich hatte mal das Problem, dass ein Labor mit einem RF - Gerät nicht den Gehalt von Kupfer in einer Bronzelegierung erfassen konnte, weil es auf die Analyse von Filterstäuben kalibriert war.

Bei intermetallischen Verbindungen ändert sich zwar das Gitter und damit die Dichte - aber in der Größenordnung?

z.B. Titanaluminid Dichte 3,8 -  intermetallische Verbindung aus Titan (4,5) und Aluminium (2,7).
Und gab es sowas 1967 schon?

Michael
« Letzte Änderung: 20 Apr 13, 19:38 von oliverOliver »

Offline kks

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Re: sehr schwerer Brocken
« Antwort #57 am: 10 Dec 12, 11:40 »
z.B. Titanaluminid Dichte 3,8 -  intermetallische Verbindung aus Titan (4,5) und Aluminium (2,7).

Sag' ich doch. 3,8 ist kleiner als 4,5.

qed
Klaus
« Letzte Änderung: 20 Apr 13, 19:38 von oliverOliver »

Offline Mangan-TIM

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Re: sehr schwerer Brocken
« Antwort #58 am: 10 Dec 12, 19:38 »
Hallo,

wie ist denn die Dichte von Palladium??? - 12 !!! und wenn es doch ein Nugget sein sollte, und es, rein hypotetisch, aus Rußland (Ural-Region) kommen sollte - was spricht denn dagegen. Der reine Metallpreis??? Wohl kaum, das ist eine alte Sammlung, wenn ich richtig gelesen habe, und der Preis für Palladium lag noch vor 20 Jahren viel niedriger als heute. Das kann ich als Zahntechniker mit absoluter Gewissheit sagen. Und die rostigen Partikel können schon Eisen sein und daher dann auch der Magnetismus, wenn auch nur schwach. Was spricht dagegen??

Offline futzi

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Re: sehr schwerer Brocken
« Antwort #59 am: 10 Dec 12, 19:45 »
Also ich bin nicht zu doof um bei einem Brocken die Dichte zu bestimmen.

Die Analyse hat ein Juwelier gemacht der das sonst mit Edelmetallen macht.
Auch bei mir bleibt die große Frage nach der Dichte bei diesen Ausgangsstoffen.

Ach ja zu Gesteinsbestimmung hatte ich auch schon öfter die Dichte Bestimmen dürfen und meine komische Mathematik hatte sich nie
geirrt.

 ??? ??? ???
Futzi

 

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