Hallo Sebastian,
der Kaolin wurde durch die Sand- und Tonwerke Kriegsheim GmbH (Sandgrube Schiffer & Kircher) abgebaut. Es handelt sich dort um kaolinhaltigen Quarzsand oberpliozänen Alters mit einem ca.15% igen Kaolingehalt (Weißes Pliozän). Das Material stammt vom Buntsandstein der Haardt und ist als fluvio-lakustrische Bildung in einem Senkungstrog abgelagert worden.
Der Kaolingehalt des urspünglichen Sediments erklärt sich durch eine gleichmäßige Verteilung von Feldspat, der durch oberflächennahe Verwitterung umgewandelt wurde.
Aus dem kaolinhaltigen Material wurde ein Glassand mit 99,6% SiO2 gweonnen und wurde in Porzellan-, Wandplatten- und Steingutfabriken verarbeitet.
Bei Grünstadt kommen ebenfalls kaolinige Sande, die dortigen Klebsande, vor. Auch aus ihnen kann Kaolin geschlämmt werden.
Gruß
Gerdchen