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Autor Thema: Topas Schneeberg  (Gelesen 13770 mal)

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Offline Jochen1Knochen

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Re: Topas Schneeberg
« Antwort #15 am: 22 Dec 12, 20:06 »
Da steht sinngemäß und abgekürzt nur: eine mysteriöse Fundstelle ist der Steinberg bei Burkhardtsgrün, da soll es in einem Schacht einen "Topasgang" geben,  Proben/Belegstücke sind nicht erhalten.
Hallo Fritzi!
Du scheinst da aber viel abgekúrzt zu haben.
Mysteriós?
Ich habe das Buch schon mehr als 10 Jahre nicht gelesen,aber an solcherart Schreibweise kann ich mich nicht erinnern.
Das mit dem Handel der Eibenstocker Topase kann aber durchaus auch in einem anderen Buch oder eine Seite weiter gestanden haben.
Kann ich auch nicht nachprúfen,da ich das Buch nicht besitze.
Ich kenne hier auch nicht das angebotene Material.Ich kenne halt nur beide Órtlichkeiten.Am Sandberg habe ich als fortgeschrittener Anfänger meinen ersten grósseren Quarz von 7cm gefunden.Interessante Gegend!
Ich wuerde aber bestimmt nie so ein Gestein wie hier in diese Frage zum Verkauf anbieten.
Gruss Jens

Offline Fritzi

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Re: Topas Schneeberg
« Antwort #16 am: 22 Dec 12, 21:22 »
Hallo Jens,

nun, ja, abgekürzt habe ich, weil der Inhalt des Geschriebenen sich nicht automatisch erhöht hätte, nur weil ich den ganzen Text abgetippt habe.

Die Worte "mysteriöse" und ""Topasgang"" (an fassi) habe ich aus dem Originaltext im Buch so übernommen.

VG
Fritzi

Offline Conny3

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Re: Topas Schneeberg
« Antwort #17 am: 23 Dec 12, 09:30 »
Hallo,

ich habe das Buch auch und nachgeschaut. Der Topas und Burkhardsgrün wird dort gleich 5 x erwähnt:
S. 23:
LICHTWER kehrt nach Eibenstock zurück, informiert den Bergemeister über seine Anordnungen und beauftragt diesen mit den Nachforschungen auf Topas am Riesensberg ...... Die Reise geht weiter nach Burkhardsgrün, wo ich im dortigen Revier zum Bergamt Schneeberg gehörig, den Topas-Bruch in Gegenwart des Edelsteininspektors Richter, der Schneeberger Geschworenen Krause und des Schützen Böhme besichtigte...

und weiter auf S. 39:

Topasbruch Burkhardsgrün

dann S.49/50: ...oder Topas aus einem Vorkommen bei Burkhardsgrün südlich von Schneeberg handelte.

und noch das schon von Claudia erwähnte Zitat aus dem Buch auf S. 99:

Eine mysteriöse Fundstelle edler Steine ist der Steinberg bei Burkhardtsgrün, im Eibenstocker Granit südlich von Schneeberg gelegen. da soll es in einem Schacht einen "Topasgang" geben,..... .....an erster Stelle diese Lokalität, wo es in einem Schacht einen Topasgang gebe.Von 1679 an - derselbe MICHAEL CLAUS, der in diesem Jahr Opal von Eibenstock nach Dresden sandte, hatte auch Proben des Topases von Burkhardsgrün eingehändigt- geistert dieser Fundpunkt ein halbes Jahrhundert lang durch die Archive, ohne das Belegstücke erhalten sind......


S.100: Gottesberger Topase  (Hier wird auch ein Topasbruch bey den Schloß Mutschen" erwähnt ;)

Quellen: Die edlen Steine Sachsens, Quellmalz/Karpinski, 1990

Also in diesem Sinne schöne Weiihnachten und "gut Fund" im Jahr 2013....

Der Conny


Offline Bergmeister

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Re: Topas Schneeberg
« Antwort #18 am: 23 Dec 12, 11:02 »
S.100: Gottesberger Topase

Hallo Conny,

bei den im Buch erwähnten "Gottesberger Topasen" handelt es sich um ein Synonym für die dort vorkommenden Citrine, welche früher in geschliffener Form tatsächlich in betrügerischer Absicht als Topase in den Handel gelangten.

In der Tat gibt es in Gottesberg aber auch echte Topase. Diese sitzen in Hohlräumen im Topasgreisen bei Größen um maximal 1 mm.

Glück auf!

Bergmeister

Offline Stänlsucher

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Re: Topas Schneeberg
« Antwort #19 am: 23 Dec 12, 15:45 »
Glück Auf miteinander,
will ich meinen Senf,b.z.w. meine Erfahrung dazu geben!Literatur wurde ja zitiert und da gibt es nichts mehr hin zu zu fügen!
Beim Hochwasserschutz nach 2002,wurde auch im Bereich der "Baumannseifen" - "Seifenbächel" arbeiten durchgeführt!
Beim seifen konnte neben Zinnstein,bis 0,5cm,Turmalin, bis 1cm auch Topas in Bruchstücken,farblos (mit viel Fantasie bläulich)bis ca 1cm gewonnen werden!Im Haufwerk,der angeschnittenen Seifenhalden konnte Granit geborgen werden,welche eingewachsen,sehr zertrümmerten Topas bis ca 1cm x 2cm große Putzen enthielt!(nur wenige Stücke)
Werde wenn ich die Zeit finde,werde ich mal das Eine oder Andere Foto dazu machen,sind aber eben nur Belegstücke,welche aber meiner Meinung nach schon die Literatur,welche zitiert wird untermauert!

Glück Auf
Lutz

Offline Stänlsucher

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Re: Topas Schneeberg
« Antwort #20 am: 26 Dec 12, 23:10 »
Glück Auf,
wie versprochen,habe ich auf die Schnelle mal versucht etwas ab zu lichten!Hoffe Ihr könnt es wenigstens so weit erkennen um Euch ein "Bild" machen zu können!Im wahrsten Sinne des Wortes ;)!
Bild 1 - Granit mit Topas (im Rahmen,ca 2 x 1 cm)
Bild 2 - abgerollte Topasstücke bis ca 1 cm
Bild 3 - Topas ca 5mm verschliefen

Gesamtes Material stammt von den "Baumannseifen" Zschorlau - Burkhardtsgrün!Hat also nichts mit dem "Sandberg" - Lindenau zu tun!!!(Ursprüngliche Frage)
Glück Auf
Lutz

Offline Jochen1Knochen

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Re: Topas Schneeberg
« Antwort #21 am: 27 Dec 12, 17:19 »
Hallo!
Immer super,wenn was bildlich unterlegt werden kann! :)
Gruss Jens

Offline Fritzi

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Re: Topas Schneeberg
« Antwort #22 am: 27 Dec 12, 21:06 »
Hallo Lutz,

danke für die Bilder und Erläuterungen dazu.

Und an alle:

war und bleibt ein interessanter Thread.

VG
Fritzi

Offline docedelsachs

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Re: Topas Schneeberg
« Antwort #23 am: 02 Jan 13, 13:26 »
Danke erst mal an alle, für die Beteiligung an diesem Thread, ich ordne mal das anfänglich in Frage gestellte Gestein dem Bereich Neustädel bei Schneeberg  zu und werde meine Augen dort offen halten in der Hoffnung selber mal solches Material untersuchenzu können - Ergebnisse werde ich wenn sie vorliegen hier posten - Kann daueren man muss es ja erst mal finden ;D.

Zu den Baumannseifen: Vor den besagten Arbeiten in diesem Gebiet haben meine Sammelfreunde und ich dort regelmäßig Proben genommen aber eher auf der Suche nach Zinn und Gold und dabei festgestellt, das Topas an mehreren Stellen im besagten Seifengebiet in kleinen Körnchen im Schlich eher häufig anzutreffen ist, bis 4mm. Größer nicht. Oder derb körnig im Gestein als absolute Ausnahme, was die sedimentierten teils noch scharfkanntigen Bruchstücke auch belegen.

Alle anderen Geschichten um die Baumannseifen sind tatsächlich in Zusammenhang mit dem Hochwasserschutz und Arbeiten im Forst zu bringen. Es gab da vor ein par Jahren auch mal einen Sammler aus dem Schneeberger Gebiet der dort ständig schleifwürdige Topase angeschleppt hat und Goldnuggets aus dem Filzbach. Der größte Topas soll dann so um die 10 cm gewesen sein, das wurde dann auch noch mal in irgendeinem Schatzsucherforum gepostet - finde aber den Link nicht mehr. Als wir selbst dort angerückt sind stellte sich dann heraus, dass der Bach tatsächlich plötzlich Topase nur an einer Stelle in cm - Größen lieferte nur waren diese vom Schneckenstein und von Namibia. >:D Das Gold vom Filzbach hat dann der Analyse auch nicht standgehalten.  >:(
Am Ende ist es sehr schade wenn Sammler aus reinem Geltungsbedürfnis den Bach präperieren oder allgemein Fundstellen aus kommerziellen Gründen versauen. Soviel zu den Baumannseifen.

G.A. docedelsachs

Offline Bergmeister

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Re: Topas Schneeberg
« Antwort #24 am: 02 Jan 13, 15:54 »
Es gab da vor ein par Jahren auch mal einen Sammler aus dem Schneeberger Gebiet der dort ständig schleifwürdige Topase angeschleppt hat und Goldnuggets aus dem Filzbach. Der größte Topas soll dann so um die 10 cm gewesen sein, das wurde dann auch noch mal in irgendeinem Schatzsucherforum gepostet - finde aber den Link nicht mehr. Als wir selbst dort angerückt sind stellte sich dann heraus, dass der Bach tatsächlich plötzlich Topase nur an einer Stelle in cm - Größen lieferte nur waren diese vom Schneckenstein und von Namibia. >:D Das Gold vom Filzbach hat dann der Analyse auch nicht standgehalten.  >:(

so, so, sehr interessant ...

Bergmeister

Offline smoeller

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Re: Topas Schneeberg
« Antwort #25 am: 04 Jan 13, 14:24 »
Hallo,

Im Bereich Neustädtel gab es Pegmatitschlieren, ich hatte 2000/01 von einem damaligen Kommilitonen in Freiberg eine Stufe mit einem fast 1 cm großen graugrünen Fluorapatit bekommen (das Stück ist mittlerweile nicht mehr in meinem Besitz, so dass ich keine Fotos mehr machen kann), das er während seines Wehrdienstes auf dem BW-Gelände bei Neustädtel fand. Genaueres zum FO ist mir leider nicht (mehr) bekannt.

Glück Auf!
Smoeller