Natürlich verfälschen "Mischungen" diese Milchmädchenrechnungen. Trotzdem gibt es diese dominierenden Nuklide wie Co-60, die Rückschlüsse zulassen. In der Uni hatte ich mal reine Proben mit den bekannten Isotopen von Cs, Sr, Co, Am und I, die Anfang der 90er "gebaut" wurden. Bei diesen konnte nach diesen 20 Jahren kaum noch Zerfälle gemessen werden. Das waren insgesamt rund 25 Proben, von denen vielleicht 3-4 für eine Gammaspektroskopie getaugt haben.
Auch wurde dort Silber mit Neutronen beschossen. Die Aktivität war anfangs sehr hoch, nach 5 Minuten war Ruhe. Sicherlich sind die Mengen im Endlagerungsbereich einige Größenordnungen höher. Doch ob dieses "Verseucht für alle Ewigkeit" passt, wage ich zu bezweifeln.
Das driftet vom ursprünglichen Thema aber ab. Dazu denke ich, ist das Gestein zweitrangig. Überlegungen, welches Gestein geeigneter wäre, sind meiner Ansicht nach einfach in dem Sparwillen der Politik zu suchen. Ich bezweifle, dass es technisch nicht möglich ist, den ganzen Kram sicher in dichte, unterirdische Kammern zu bringen. Wenn eine solche Kammer dicht ist, interessiert das den Bims obendrüber nicht. Nur bezahlen will für Müll natürlich niemand. Genauso wenig wie für Hochschulbildung oder Aufklärung über Radioaktivität, die über den 5-Minuten Tschernobyl-Kurzfilm hinausgeht.