Hallo,
Es gibt durchaus unterschiedliche Anwendungen, die sowohl von der Festigkeit und Bearbeitbarkeit des Gesteins als auch von Zweck und Zeitpunkt abhängen.
In Deutschland war und ist die Verwendung rhyolithischer Gesteine (Quarzporphyre) und insbesondere deren Tuffen (Tuffe sind vom Vulkan oberflächlich ausgestoßene, feinkörnige Gesteine, die später meist verfestigt sind) recht üblich. Diese bildeten sich insbesondere vor ca. 300 Mio. Jahren infolge der variszischen Gebirgsbildung. Solche Vorkommen gibt es u.a. in Sachsen (von Zwickau und Chemnitz bis rüber nach Dresden und Leipzig (sog. Erzgebirgisches Becken und Nordsachsen), dem sich anschließenden Sachsen Anhalt (bis rüber Richtung Bernburg und Halle) und Thüringen (Altenburg). Daneben im Thüringer Wald, Südharz (Ilfeld), Schwarzwald und in der Pfalz (Gegend um Kaiserslautern, der Donnersberg).
Verwendet wurde Porphyrtuff in Sachsen u.a. als Baumaterial mancher Schlösser und Kirchen, insbesondere zwischen Leipzig und Chemnitz. Große Brüche sind heute noch bei Rochlitz zu sehen. Vorteil von Tuffen ist ihr Tonanteil, weswegen sie sich in frischem, feuchtem Zustand leichter bearbeiten lassen. An der Luft werden sie härter und fester.
Neben Bausteinen dient Porphyr auch als Schottermaterial, heute eine der Hauptverwendungszwecke, für den Wege- und Straßenbau. Verkieselte, harte und schönfarbig gebänderte Porphyrtuffe wie der Gnandsteiner Bandjaspis aus der Gegend von Halle oder bestimmte Arten aus dem Schwarzwald (Hünersedel, Geisberg) wurden für ornamentale Zwecke (Innenausbau von Schlössern etc. und Schmuck) verschliffen.
Glück Auf!
Smoeller