Wer liest sie nicht gerne, die wunderschön bebilderten Fundortberichte in den Mineralienmagazinen? Ich zähle mich ja auch dazu, und ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, ich hätte nie aufgrund eines solchen Artikels bestimmte Gebiete aufgesucht.
Etwas erstaunt bin ich aber schon, als ich die Jahresbewilligung für das Mineraliensammeln bestellt habe: Letztes Jahr hatte ich das allererste Jahrespatent am 31. Januar erhalten. Dieses Jahr wurden noch vor Mitte Januar bereits 15 Jahrespatente ausgestellt. Ob das wohl mit dem Bericht im Lapis Nr. 9/2012 über die prächtigen Funde aus dem Val Cristallina zusammenhängt? Ich bin jedenfalls überzeugt davon.
Lustig finde ich nur, dass nachdem selbst das Tal nach den Kristallen benannt ist, schon vor hunderten von Jahren da Kristalle gefunden wurden und in jedem Buch über die Fundmöglichkeiten in der Schweiz das Tal erwähnt ist, nun plötzlich bereits am Jahresanfang ein sprunghafter Anstieg der Jahrespatente zu verzeichnen ist.
Nun, mir soll es Egal sein, denn es ist, wie es schon immer war, jeder muss sich zuerst in ein neues Gebiet einarbeiten, auch hier liegen die Kristalle nicht herum und mehrere Jahrhunderte Stralerei in dem Gebiet haben auch nur wenig offensichtliches übrig gelassen. So wünsche ich all jenen, die aufgrund des Lapisartikels ihre Jahresplanung gemacht haben viel Glück. (Allen anderen natürlich auch)
Ganz allgemein erlaube ich mir noch den Hinweis, dass die Fundstellen in der Schweiz in der Literatur (z.B. im "Parker") viel detaillierter beschrieben sind als im Lapis, Ausnahmen bestätigen selbstverständlich die Regel.
Grüsse
Christian