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Autor Thema: hubschrauber suchen bei geyer in sachsen nach bodenschätzen  (Gelesen 7735 mal)

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Offline efda1

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hallo habe heut in der morgenpost gelesen das hubschrauber in geyer nach bodenschätzen suchen und bis zu 300m unter die erde schauen können. ist das nur in geyer der fall oder wird das auf ganz sachsen ausgelegt??

glück auf mario

Offline Reinhold

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  • Reinholdo
Hallo Mario,
so ist es nicht ganz. Das mit den 300 m in die Höhe bezieht sich wohl auf die Höhe in der der Hubschrauber fliegt. Das wäre auch viel zu schön wenns so einfach wäre, aber interessant ist es auf jeden Fall. Guckst du:
http://www.archaeologie.sachsen.de/532.htm

Glück Auf
Reinhold

Offline Walpurgin

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Es wird in ganz Sachsen geschaut.
z.B in Gottesberg (Zinn und Buntmetalle), Geyer (Zinn und Buntmetalle, Delitzsch (Uran und Wolfram) , Zinnwald (Lithium), Pöhla (Uran, Eisen und Buntmetalle).
Momentan wird vorgerichtet Bärenstein-Niederschlag (Baryt und Fluorit).


Offline fassi

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  • Hamitland Arzgebirg
Also in den Regionalnachrichten wurde eindeutig gesagt  es wird mit Hubschrauber Überflogen und  die könnten damit den Boden bis in 300m Tiefe erkunden  :o

Die Luftbildauswertungen sind natürlich auch Hochinteressant dienen aber doch größtenteils zum auffinden alter Bauwerke oder Römerstraßen etc. mit Negativen, bzw. Positiven Bewuchsmerkmalen , auch kann man je nach Aufnahmezeit und Stellung der Sonne Bodenerhebungen oder Gräben ,Löcher erkennen am Schatten .

hat aber mit der Rohstofferkundung unter der Erde nicht wirklich zu tun .


Offline ger steinn

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Ausführliche und seriöse Informationen gibt's hier (der Absatz zur Hubschraubererkundung mittels elektromagnetischer Messtechnik ist der Drittletzte):

http://www.hzdr.de/db/Cms?pNid=473&pOid=38442

Offline Blackminer

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Hallo fassi und alle anderen.
so neu ist die Rohstoffsuche aus der Luft gar nicht.
Aus der Luft kann man nach diversen Anomalien suchen, das geht bei Gas-, Schwere- und magnetischen Anomalien los, bis zur Erkundung von U-Lagerstätten. Das soll die Wismut, in späteren Suchprogrammen, auch schon mitm Heli gemacht haben.

Genaueres zu dem Thema kann ich nicht sagen, das ist Geophysik "und da war ich immer Kreide holen". ;)
VG

 

Offline Kluftknacker

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Hallo,
stimmt.
Vor einiger Zeit wurde am Harzer Rammelsberg ganz Ähnliches durchgeführt. Das lief unter "Helikoptorgetragene TEM-Untersuchung" -
guckst Du hier (Seite 3): http://www.scandinavian-highlands.com/media/1809/harz_minerals_gmbh_-_matinee_january_2010_-_deutsch.pdf

GA
Kluftknacker


Offline kks

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so neu ist die Rohstoffsuche aus der Luft gar nicht.


Z.B. hat man schon vor 40 Jahren, als sich das Ende von Hagendorf abzeichnete, per Flugzeug mittels Gammaspektroskopie in der Oberpfalz nach im Untergrund verborgenen Feldspatpegmatiten gesucht. Die Suche war zwar m.W. erfolgreich, hat aber aus welchen Gründen auch immer bisher nicht zu Aufschlussarbeiten geführt.

Gruß,
Klaus

Offline Alcest

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so neu ist die Rohstoffsuche aus der Luft gar nicht.


Z.B. hat man schon vor 40 Jahren, als sich das Ende von Hagendorf abzeichnete, per Flugzeug mittels Gammaspektroskopie in der Oberpfalz nach im Untergrund verborgenen Feldspatpegmatiten gesucht. Die Suche war zwar m.W. erfolgreich, hat aber aus welchen Gründen auch immer bisher nicht zu Aufschlussarbeiten geführt.

Gruß,
Klaus

Hallo Klaus,

bist du dir sicher, was eine "Gammaspektroskopie" angeht? Es wäre mir neu, dass nach Feldspäten mit einer Methode gesucht wird, die auf dem Radioaktiven Zerfall beruht.

Offline kks

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Hallo Jan,

in der Oberpfalz wurde nach Kalifeldspat für die Porzellanherstellung gesucht, und nat. Kalium enthält geringe Mengen des radioaktiven Isotops 40K. Genau danach hat man gesucht.

Gruß,
Klaus

Offline Alcest

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Die Sache mit dem Kalium habe ich mir schon fast gedacht. Dass die Messung mit Helikoptern erfolgen kann hätte ich wirklich nicht erwartet.

Offline berthold

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Hallo,

die mir bekannten Helikopter-Prospektionsarbeiten im Raum Hagendorf-Pleystein zielten auf Uran, nicht auf Feldspat ab. Die Resultate sind auch veröffentlicht worden 1). Es wurden einige Anomalien dann mit Schürfen und Bohrungen untersucht.

Zitat
Z.B. hat man schon vor 40 Jahren, als sich das Ende von Hagendorf abzeichnete, per Flugzeug mittels Gammaspektroskopie in der Oberpfalz nach im Untergrund verborgenen Feldspatpegmatiten gesucht.
@Klaus: Da würde mich die Quelle interessieren.

Es ist durchaus richtig, dass man Kalifeldspat gammaspektroskopisch suchen kann. Nur im Hagendorfer Gebiet, wo ja feldspathaltige Gneise, Granite und Aplite den geologischen Rahmen bilden zeichnen sich Pegmatite nur in ihrer Zonierung (eben die Feldspatzonen) in den Messwerten ab. Da habe ich meine Zweifel ob man die Auflösung via Heli bekommt. Ich spreche aus Erfahrung, da ich erst letztes Jahr ein Gamma-Profil über den Restpegmatitkörper von Hagendorf-Nord (50 cm über Boden) aufgenommen habe (die entsprechende Publikation ist in Begutachtung).

Gruß
Berthold

1) ZIEHR, H.: (1966)  Uran-Thorium-führende Gesteinsgänge bei Pleystein und Flossenbürg im Oberpfälzer Wald. Acta Albertina 26:, S. 139-156.

Offline kks

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@Klaus: Da würde mich die Quelle interessieren.


Gerne. Persönliche Mitteilung von Herrn Kummer (Betriebsleiter Hagendorf-Süd) anlässlich einer Befahrung am 18.09.1973.

Die Prospektion erfolgte übrigens nicht per Hubschrauber, sondern per Flugzeug.

Gruß,
Klaus

Offline berthold

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Hallo,

Zitat
Gerne. Persönliche Mitteilung von Herrn Kummer (Betriebsleiter Hagendorf-Süd) anlässlich einer Befahrung am 18.09.1973.

Danke, das war dann später als die Ziehr-Sache. Aber Flugzeug und nicht Heli macht mich noch skeptischer. Der Herr Kummer ist aber eine durchaus glaubwürdige Referenz. Ich werde mal beim Keck Erich nachfragen, der müsste da eigentlich Bescheid wissen.

Ach ja, so in diese Zeit (Sommer 1973) fällt meine erste Hagendorf-Befahrung. War da Strunz, Vierling und Sperber dabei? Wenn ja könnte es sein, dass wir uns damals über den Weg gelaufen sind  :D

Gruß
Berthold

Offline kks

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War da Strunz, Vierling und Sperber dabei?

Nein, Forster. Das war auch sozusagen eine geschlossene Gesellschaft im Rahmen einer Exkursion der Mineralogie Aachen (Schachner), bei der wir Ostbayern von Kropfmühl bis Wurlitz heimgesucht haben.

Gruß,
Klaus

 

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