Bergbau und Verhüttung / Mining and Smelting / Minería y Fundición > Zeugen des Bergbaus / evidence of mining
Gedichte vom Bergbau
Steini LDK:
Hallo wer Gedichte vom Bergbau ??????????????
Steini LDK:
Hier ein erstes von mir!
***GLÜCK AUF***
Glück auf! So heißt des Bergmanns Wort.
Das schallt zu allen Zeiten fort.
Er schpricht´s ,wenn er zum tiefen Schacht
hinunterfährt in schwarzer Tracht,
und wenn er steigt zu Tage auf,
so ruft sein Mund das Wort Glück auf!
Glück auf! Darum zu aller Zeit
in Trauer und in Freudigkeit,
in Gottes heller Sonnenpracht,
im rabenschwarzen Felsenschacht.
Ob´s nun hinab, ob´s nun hinauf,
des Bergmanns Wort, es heißt
***GLÜCK AUF***
(Vogel)
rheinkiesel:
Hallo Steini LDK,
mit Gedichten kann ich zwar nicht dienen,
aber es gibt doch auch normale Texte, die geradezu poetisch sind,
z.B.:
"Was sind Minerale?
... Diese relativ seltenen Erscheinungen besitzen genug an
Schönheit, Reinheit und Perfektion des Außernatürlichen,
um sie als göttliche Gabe zu verehren.
Dennoch gehören Minerale zu unserer Welt...
In den heißen Gluten des Erdinnern,
unter der unvorstellbaren Auflast der Gebirge
und in der Stille des Tropfsteins einer dunklen Höhle
stehen ihre Wiegen."
oder:
"Kristalle...
...sind der sichtbare Ausdruck einer inneren Welt aus räumlichen Symmetrien...
Man kann an ihnen außen feststellen, nach welchen Prizipien sie innen gebaut sind.
Sie werden dadurch zu Fenstern in die Gitterwelt der Atome und Moleküle."
Beschreibt das nicht wunderschön, warum Mineraliensammeln so faszinierend ist ?
Entnommen wurden die Texte übrigend aus einer Schrift des Naturkundemuseums Reutlingen:
"Mineralien - Aufbau und Entstehung".
Viele Grüße vom
Rheinkiesel
der Sauerländer:
Hallo
Erst mal, aus einem märkischen Kirchengebet des 17.Jhdts.
Segne die löblichen Bergwerke und sprich,
daß die Steine dieses Landes Eisen werden,
laß uns Erz aus den Bergen hauen
und gib Deinen Segen zu allerhand
Eisen-und Strahlendraht-Hantierung,
damit wir durch dieses Mittel,
daß Du uns gegeben hast, auf diesen
unfruchtbaren Steinklippen
unser tägliches Brot haben können.
der Sauerländer:
BERGMANNSLEBEN
In das ew`ge Dunkel nieder
Steigt der Knappe, der Gebieter
Einer unterird`schen Welt.
Er, der stillen Nacht Gefährte
athmet tief im Schooß der Erde,
den kein Himmelslicht erhellt.
Neu verjüngt mit jedem Morgen
geht die Sonne ihren Lauf,
ungestört ertönt der Berge
uralt Zauberwort...Glück Auf!
Da umschwebt uns heil`ges Schweigen,
und aus blauen Flammen steigen
Geister in die grause Nacht.
Doch ihr eignes Thun verschwindet,
fester sind sie uns verbündet
bauen uns den düstern Schacht.
Nimmer können sie uns zwingen
und sie hält ein ew`ger Bann:
Wir bekämpfen alle Mächte
mit der Mutter Talisman.
Durch der Stollen weite Länge,
durch das Labyrinth der Gänge
wandern wir den sichern Weg.
Über nie erforschte Gründe,
über dunkle Höllenschlünde,
leitet schwankend uns der Steg:
Ohne Grauen, ohne Zaudern
dringen wir ins düstre Reich,
führen auf metall`ne Wände
jauchzend den gewalt`gen Streich.
Unter unsers Fäustels Schlägen
quillt der Erde reicher Segen
aus der Felsenkluft hervor.
Was wir in dem Schacht gewonnen,
steigt zum reinen Glanz der Sonnen,
zu des Tages Licht empor.
Herrlich lohnt sich unser Streben,
bringet eine gold`ne Welt
und des Demant Pracht zu Tage,
die in finst`rer Tiefe schwellt.
In der Erde dunklem Schooße
blühen uns die schönsten Loose,
strahlet uns ein göttlich Licht.
Einst durch düstre Felsenspalten
wird es seinen Sitz entfalten,
aber wir erblinden nicht.
Wie wir treu der Mutter bleiben,
lebend in dem düstern Schacht,
hüllt uns in der Mutter Schleier
einst die ewig lange Nacht.
(von Theodor Körner, "Grubenklänge", Mühlheim a. d. Ruhr, 1838)
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