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Autor Thema: Meißel - Erfahrungen?  (Gelesen 15504 mal)

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Offline Nathan

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Re: Meißel - Erfahrungen?
« Antwort #30 am: 23 Apr 17, 15:51 »
Hier habe ich einen günstigen Anbieter gefunden (Versandkosten sind da schon im Preis enthalten):
https://www.dynacem.pl/de/quellsprengstoff-kaufen.html
Vielleicht klappt es damit ja auch  ;)
Grüße
Philipp

Offline Axinit

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Re: Meißel - Erfahrungen?
« Antwort #31 am: 23 Apr 17, 20:09 »
Servus,

es klappt damit  ;D !

GA

Harald

Offline cmd.powell

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Re: Meißel - Erfahrungen?
« Antwort #32 am: 24 Apr 17, 03:54 »
Moin

Tsss, "Nichtexplosives Sprengmittel" - - - wie LANGWEILIG  ;D

Scherz beseite, gibt es auch bei Mikon: https://www.mikon-online.com/shop/index.php/mikon_de/werkzeug-zubehor/quellsprengstoff.html, allerdings ist der "Pole" billiger.

Und zum Thema Bohrer und entsprechende Maschiene: Ich schwöre auf eine relativ unbekannte lichtensteiner Marke, baut so rote Bohrhammer, mit denen hatte ich auch noch nie (und bei nix) Probleme, fängt mit "H" an...  >:D

Offline HBreuer

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Quellsprengstoff - Erfahrungen?
« Antwort #33 am: 24 Apr 17, 21:12 »
Na ja, hab da so meine Zweifel.  Arbeite schließlich am Berg an einer Kluft. Wo dort ein Rührwerk und Wasser hernehmen und anschließend in die Bohrlöcher eingießen? Muß die Bohrlöcher in der Kluft seitlich und oben wie unten einbringen. Eingießen ist da nicht.  Werde es wohl doch mit Treibkeilen versuchen. Aber danke für den Tip.
Gruß, Herbert

Offline Brodi69

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Re: Meißel - Erfahrungen?
« Antwort #34 am: 25 Apr 17, 06:29 »
Lieber Herbert
Mit Treibkeilen bist du an einer Kluft ganz gut beraten. Im Grimsel-Granit hatte ich es mal mit Quellsprengstoff versucht. Ich hatte 3 Löcher mit je 4 Stangen Quellsprengstoff versehen (mit lauwarmem Wasser nach Vorschrift vorbereitet)...nichts, kein Riss nichts... im Jahr darauf habe ich mit Spaltkeilen gestartet, Bohrlöcher 22 mm .... erster Versuch an der Stelle mit dem Quellsprengstoff... knack ein Loch genügte. Mit einem Loch habe ich dann jeweils Risse bis 1m Breite und 70 cm in die Kluft hinein abspalten können... und das ohne darauf zu warten bis der Sprengstoff gequollen war....
Viel Glück bei deiner Arbeit und viele schöne Stufen wünsche ich dir.
Beste Grüsse
Christian
« Letzte Änderung: 25 Apr 17, 10:12 von Brodi69 »

Offline Brodi69

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Re: Meißel - Erfahrungen?
« Antwort #35 am: 25 Apr 17, 08:27 »

Belegfoto:

Offline helgesteen

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Re: Meißel - Erfahrungen?
« Antwort #36 am: 25 Apr 17, 17:58 »
Hallo Christian,

klasse Foto! Da warst Du ja mit wenigen Schlägen praktisch fertig: Stufe nur noch in den Rucksack packen und ab gehts nach Hause zur Brotzeit ;)

SCNR,
Helge

Offline HBreuer

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Re: Meißel - Erfahrungen?
« Antwort #37 am: 26 Apr 17, 13:16 »
Hallo, liebe Kollegen,

mit Treibkeilen habe ich schon gearbeitet. Allerdings ist es mir schon passiert, daß die Keile dann festsaßen und ich den Fels noch mit schwerem Hammer bearbeiten musste, um die Keile freizubekommen.
Mit diesem Quellbeton / Sprengbeton in pastöser Form (formt in lange Röllchen etwas kürzer und schmäler  als das Bohrloch, stopft es in das Bohrloch mit z.B. einem Stock) werde ich es auch mal versuchen. Why not. It's learning by doing.
Grüßle, Herbert

Offline ger steinn

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Re: Meißel - Erfahrungen?
« Antwort #38 am: 26 Apr 17, 14:18 »
Hallo, liebe Kollegen,

mit Treibkeilen habe ich schon gearbeitet. Allerdings ist es mir schon passiert, daß die Keile dann festsaßen und ich den Fels noch mit schwerem Hammer bearbeiten musste, um die Keile freizubekommen.
Mit diesem Quellbeton / Sprengbeton in pastöser Form (formt in lange Röllchen etwas kürzer und schmäler  als das Bohrloch, stopft es in das Bohrloch mit z.B. einem Stock) werde ich es auch mal versuchen. Why not. It's learning by doing.
Grüßle, Herbert

Hallo Herbert,

diese Erfahrung hab ich mit Treibkeilen auch schon machen müssen. Besonders bei Granit/Pegmatit mit großem Glimmeranteil, oder ähnlichem Gestein mit "quetschbaren" Bestandteil, dass dann wie Schaumstoff wirkt. Manchmal hilft es noch einen zweiten oder gar dritten Treibmeisel (also das Mittelstück der Garnitur) nachzulegen. Generell die Bohrlöcher so groß wie nötig, aber so klein wie möglich halten. Die Seitenfedern der Garnitur sollten schon fest sitzen, also beim einführen nicht einfach ins Loch fallen, sondern ein paar leichte Hammerschläge brauchen. Bei meiner Garnitur d=18mm, L=150mm bohre ich die Löcher nur 14 oder 16mm weit auf. 
Apropos Bohrer. Anfangs hatte ich billige Bohrer aus der eBucht, der Unterschied zu Markenmaterial ist durchaus merkbar. Von der Bauart hab ich bessere Ergebnisse mit denen mit Schneidspitzen als denen mit Kreuzspitze.

Mit Quellbeton/Sprengbeton hab ich keine persönliche Erfahrung. Allerdings hab ich bislang wenig gutes darüber gehört/gelesen. Z.B haben die Betreiber der Rogerly Mine in ihrem letzten Jahr damit experimentiert und wenig Erfolg gehabt. Wenn, dann müssen die Bohrlöcher wohl immens groß sein (mind. 30mm), um eine Wirkung zu erzielen.
 

Offline Axinit

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Re: Meißel - Erfahrungen?
« Antwort #39 am: 26 Apr 17, 14:46 »
Servus,


ohne hier jemandem zu nahe treten zu wollen, lassen fuer mich "festsitzende Treibkeile" auf  unsachgemaessen Gebrauch der Treibkeile schliessen (nix fuer ungut  - wir lernen alle jeden Tag etwas dazu  ;D bzw.  haben alle unser Lehrgeld bezahlt). Ich arbeite damit meist in Amphiboliten, oder Quarz und nur gelegentlich in Granit.

Bohrungen muessen immer parallel zu einer Freiflaeche gesetzt werden: z. b. bei Loechern mit 18 mm Durchmesser sollte der Abstand zur Freiflaeche bzw. zwischen den Bohrloechern nicht mehr als 10 cm betragen. Die Bohrloecher muessen etwas tiefer sein, als die Gesamtlaenge der Garnitur.

Je nach Gestein & Abbauerfolg kann man auch etwas groessere Abstaende waehlen (dies muss man ausprobieren). Falls sich die (gefetteten) Keile (fuer 18 mm Bohrungen) nicht mit einem Geologenhammer  oder einem kleinen Faeustel muehelos (jeweils ein Schlag pro Garnitur, dann wieder von vorne) mit einem hochfrequenten "Singen") einschlagen  lassen, hat man etwas falsch gemacht.

An Steinbohrern gibt es im deutschen Werkzeugfachhandel ein relativ gutes Angebot, Bohrer der Fa. Hawera (fertigt z.B. die Speed-X Bohrer fuer Bosch) oder Heller sind bei ordnungsgemaessem Gebrauch (kein Ueberhitzen !) relativ standfest. Hochwertige  Bohrer (18 mm Durchmesser) koennen im Fachhandel durchaus zwischen 20 und 35 €/St kosten. Kuehlen lassen sich Bohrer im Gelaende z. b. mit Hilfe einer wassergefuellten Plastikflasche (einfach eintauchen).

Fuer den Einsatz von Quellzement gilt aehnliches wie fuer die Benutzung der Treibkeilgarnituren beschrieben: (eine) Freiflaeche(n) mu(e)ss(en) vorhanden sein, die Abstaende der Bohrloecher duerfen nicht zu gross sein etc ... .

Im direkten Vergleich ermoeglicht meiner Erfahrung nach der Einsatz von Quellsprengstoff (22 mm Bohrungen)  den Abbau von wesentlich groesseren Volumina als der Einsatz von Treibkeilen (18 mm). Ein Nachteil ist natuerlich die Wartezeit (optimal 72 h) und das zusaetzliche Gewicht/Packvolumen fuer Zement, Quirl, Wasser, Trichter etc.

GA

Harald
« Letzte Änderung: 26 Apr 17, 16:22 von Axinit »

 

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