Wäre interessant zu wissen welchen Algorithmus du in CZP verwendet hast. Das erste Bild sieht nämlich genauso aus wie wenn man in ZS den DMap Algorithmus verwendet.
Grunsätzlich kann man sich folgendes merken: Bei einförmigen Oberflächen (ohne Strukturen die sich überlappen) -> DMap
Bei sehr steilen Flächen und Stukturen die sich überlappen -> PMax.
Bei Auftreten von sehr hellen Spitzlichtern -> DMap
Oft ist es hilfreich beide Algorithmen durchlaufen zu lassen und dann das beste aus beiden zu kombinieren - kann man über die Retouchefunktion in ZS machen oder beide Bilder in Photoshop in Ebenen übereinanderlegen und mittels Ebenenmaske die optimalen Bildteile zusammenfügen. Ich bevorzuge zweiteres 1) weil Photoshop responsiver ist, 2) weil ich jeden Schritt rückgängig machen kann, egal wann ich ihn ausgeführt habe. Die neueste ZS-Version hat zwar mittlerweile ein Undo-Funktion beim Retouchieren, aber die nützt mir nichts wenn ich erst 10 Schritte später draufkomme, dass ich einen Fehler gemacht habe.
Das verstärkte Rauschen bei PMax tritt nur in Unschärfebereichen auf und speziell wenn diese dunkel sind. Man kann die kombinierte Methode auch dazuverwenden um die verrauschten PMax-Partien durch die nichtverrauschten DMap-Ergebnisse zu ersetzen. Aber gerade Unschärfe-Bereiche werden in DMap meist sehr unsauber gerendert. Ich helfe mir oft mit einem sehr guten Entrauschungsprogramm (Noiseware Pro), das ich, ebenfalls über eine Ebenenmaske, nur auf die verrauschten Teile anwende.
Bei sehr schwierigen Fällen, kommt es auch schon vor, dass ich das gleiche Stück mit anderer Beleuchtung nochmal fotografiere um einzelne Kristalle, die sonst scheuslich aussehen würden besser zur Geltung zu bringen.
Ein Beispiel eines Stückes mit enormem Kontrastumfang: hochglänzender Grafit, dunkelbrauner Phlogopit, einigermaßen durchsichtiger Heulandit und sehr helle Blätterkalzite (Loja, Niederösterreich). Das in einem Durchgang zu schaffen ist nahezu unmöglich, v.a. die Transparenz des Heulandits hat unter der diffusen Beleuchtung sehr gelitten, daher habe ich ihn nochmal fotografiert und die Beleuchtung für den Heulandit optimiert (ganz ist es mir eh nicht gelungen) und dann in Photoshop zusammengeführt. Manche mögen sagen, das sei unlautere Manipulation, aber es ist die einzige Möglichkeit das Stück einigermaßen so wiederzugeben wie es mein Auge sieht

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Bildbreite 2,9 mm, Stack aus 126 Aufnahmen, Nikon D4, Mitutoyo 10X Plan-Apo ELWD an Balgen, 160mm Auszug.