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Olivinknollen - woher kommen sie ?
kks:
Hallo,
vorweg erst mal: Ich weiß es auch nicht, aber ich könnte mir folgendes vorstellen
Basalt enthält normalerweise Amphibole, also letztlich Wasser, während der Mantel ziemlich trocken sein dürfte. Es könnte also sein, dass das Wasser als leicht bewegliche Phase auch in die Mantelxenolithe eindringt und dort das Wachstum großer Kristalle begünstigt.
Aber wie gesagt, alles Spekulation.
Gruß,
Klaus
smoeller:
Hallo,
@kks: Der Mantel ist nicht trocken! Neuere Studien zeigen in der IR-Spektroskopie nominell wasserfreier Minerale wie Olivin und Pyroxen deutliche Banden von OH-Gruppen. Das erstaunliche Fazit war, dass im Mantel mehr Wasser gebunden ist als in allen Ozeanen der Erde. Literatur kann ich leider nichts zu sagen, das war mal in einem Vortrag, den ich in Kiel als Student gehört hatte.
Glück Auf!
Sebastian
Erik:
--- Zitat ---Frage : Warum findet man solche sehr typischen Olivin - Kristallisate nicht als größere Gesteinsverbände in Ophiolit - Abfolgen oder anderen Tiefengesteinen, sondern eben nur als Auswürflinge ? Sollte man eigentlich - so häufig, wie Olivinknollen in Basalten vorkommen, finden können...tut man aber nicht ! Warum ?
--- Ende Zitat ---
Olivinknollen sind ja nichts anderes als Dunit; findet man schon als Bestandteil von Ophiolithkomplexen in Subduktionszonen (Zypern zB.), nur ist dieses Gestein an der Erdoberfläche in der Regel völlig serpentinisiert. Kleinere Brocken können als Auswürflinge schnell und somit ohne Alteration an die Erdoberfläche gelangen. Größere Brocken werden weniger leicht mitgerissen. Es gibt sie allerdings schon - auf der Ardnamurchan-Halbinsel in Schottland konnte ich vor ein paar Jahren im Rahmen einer Exkursion mehrere Meter große xenolithische Schollen aus kaum alteriertem Dunit (in Gabbro) bewundern
Gruß, Erik
giantcrystal:
@ Erik
Ohne Zweifel gibt es reichlich nicht serpentinisierte, also frische Dunite = Peridotite in verschiedenen Ophioliten zu finden, z.b. in Zypern, im Oman, in Südspanien oder eben auch in Schottland, wie Du richtig schreibst.
Nur liegen diese Dunite dann meist in massiver Form vor, gelegentlich auch als offene Brekzien mit mitunter schönen Olivinkristallen, z.b. auf der Insel Seberged im Roten Meer. Nie aber zeigen diese Dunite die typisch grobkristalline, körnige Struktur der Olivinknollen aus Basalten !
Glück Auf
Thomas
Jörg:
Hallo,
Olivinknollen sind grundsätzlich Erdmantelgesteins-Xenolithe, welche bevorzugt in Alkalibasalten vorkommen.
Wie bereits geschrieben, unterlagen die grobkörnien Varianten, durch einen sehr schnellen Aufstieg der Schmelze bedingt, keiner nennenswerten Alteration, wie es bei fayalitischem Olivin als Ganggestein (z. B. Apotroctolit), typisch ist.
Generell sind peridotitische Xenolithe in alkalibasaltischen Vulkaniten, die am wenigsten veränderten Xenolithe, welche aus dem Erdmantel stammen.
Die eher grobkörnigen Olivinbomben oder -knollen, werden das gleiche, zumindest das ähnliche Aussehen haben, wie bereits im Erdmantel.
Wird bei VINX R 2005 Gesteinsbestimmung im Gelände, S. 419 so beschrieben.
Glück Auf!
Jörg
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