Hallo,
beim Bild 1469 denke ich in Richtung Ganggestein aus einer Mischung von basaltischer und einer helleren, feldspatreichen Schmelze, ähnlich der Entstehung der Kullaite.
Vergleichbare Gesteine wie Dein Fund stehen im Umfeld der NW-Dolerite, in Schonen flächenhaft an.
Mal ist bei denen der mafische, manchmal der helle feldspatreiche Anteil höher.
In manchen Varianten erinnern sie an Kullaite, bei denen die Genese die gleiche ist.
1201 ist vom Foto her eigentlich nicht zu bestimmen.
Selbst ein frischer Bruch würde nur Gewissheit über die hellen Bestandteile (Kalifeldspat oder Plagioklas) geben.
Als Leitgeschiebe gänzlich unbekannt, obwohl vergleichbare Gesteine als Geschiebefunde in der W Vigsø-Bucht (Nord DK) durchaus nicht selten sind.
Aufgrund der Häufung in Geschiebegesellschaften, käme das Oslo-Rift, Süd- und Ostschweden als Herkunftsgebiete in Betracht.
Bei Geschieben, bei denen ich einen frischen Bruch erzeugte, zeigten sich die weißen Minerale als Kalifeldspäte.
Die Matrix lässt sich mit der Lupe nicht weiter deuten. Da kann ich durchaus verstehen, dass Du keine ANgaben zum Quarzgehalt o.ä. machen kannst.
Aufgrund von bestimmten Graniten aus der Nähe Stockholm, könnte über eine hydrothermale Phase des Vulkanismus in dem Gebiet spekuliert werden, doch mehr als eine Spekulation bleibt es leider nicht.
Bekannte Anstehende sind nicht bekannt (vermutlich abgetragen).
Eine monomikte Impaktbrekzie kann auf jeden Fall ausgeschlossen werden.
Könnte allerdings auch in Richtung Sala-Granit gehen:
http://www.kristallin.de/s1/f_sala.htm#Anker1; ebenfalls in der späten fluiden Phase entstanden.
Beste Grüße
Jörg