Bergbau und Verhüttung / Mining and Smelting / Minería y Fundición > Themen zu Schlackenmineralien und -fundstellen, Verhüttungsprozesse etc.

Wer kennt sich aus mit Eisen-Schlacken?

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titanomagnetit:
Guten Tag,
ich habe ein Schlacken-Fundstück vom Acker, Harzvorland 4 x 3 x 3 cm groß, 70 gr. schwer. Diesen habe ich bearbeitet. Er hat einige Auffälligkeiten. Hohlräume (charakteristisch für Schlacken) aber auch gefüllte Hohlräume. Gibt es kugelligen Fayalit in Eisenschlacke?

Oder:

         - Was sind diese Einschlüsse (rot umrandet),                           
Ich habe dann die etwas raus stehenden Füllungen abgeschliffen um zu sehen was passiert (ich bin sehr neugierig).  Ich habe also eine große Seite geschliffen und noch zwei Seiten angeschliffen.  Jetzt erkennt man unterschiedliche Abschnitte.
Erst dachte ich es wäre Bitumen hab es ins Feuer gehalten es ist nichts passiert. Auch ist es beim Schleifen nicht abgefallen.  Ich hoffe jemand kann mir weiterhelfen. Die Bilder sind nicht in korrekter Reihenfolge.
Vielen Dank fürs lesen
titanomagnetit

titanomagnetit:
Entschuldigung Fotos vergessen. Ich hoffe ihr könnt erkennen was ich meine.

Schlacke:
Hallo,

zur Beurteilung von Schlacken-Stücken unbekannter Herkunft sollten vor weiteren Diskussionen u. a. folgende Punkte geklärt werden:

Georgr. Herkunft bzw. ehem. Hüttenstandort oder hist. Rennfeuerstelle

Welche Erze wurden verhüttet ?

Welcher Hüttenprozess kam zum Einsatz ?

Wurden die Erze aufbereitet/geröstet/evtl. chlorierende Röstung

Zuschlage bei der Verhüttung

Alle Faktoren wirken sich auf eine spätere Sekundärbildung an Mineralien aus

Im Harzvorland sind Hüttenplätze bekannt, die aufgrund Holzkohlenmangel in waldreichere Regionen verlagert worden sind.

Glückauf!

Schlacke

Kupperdroll:
Hallo!

Im Prinzip möchte ich Schlacke recht geben.Nenn doch mal bitte den Fundort,so genau wie möglich.Dann könnte man schonmal Rückschlüsse auf das verwendete bzw. zu gewonnene Material schliessen.
Kannst Du vielleicht noch die Härte der Einschlüsse feststellen?Ob Magnetismus vorhanden ist,wäre auch interessant.
Die silbrige Farbe von diesem Einschluss(DSCN1112.JPG)könnte auch auf eine Kupfererzeugung(Rohstein mit Cu<30%) hinweisen,wobei jeder im ersten Moment sicher an Eisen denkt.
Sicher kann Fayalit in runden Aggregaten sich bilden,wenn zuviel Material für den kleinen Hohlraum vorhanden ist.Denn Kristalle brauchen ja Raum zu wachsen.
Versuch es mal mit mehr Info's oder eben eine prof. Analyse.

titanomagnetit:
Guten Tag,
ich habe gar nicht mehr mit Antworten gerechnet. Also das Stück habe ich auf einem Acker im Erzabbau und Verhüttungsbereich Goslar/Salzgitter gefunden. Es ist sehr magnetisch beim Abschleifen habe ich schwarzen Staub, auch magnetisch. Habe versucht etwas herauszufinden und bin auf Roheisen mit Kohlenstoff/Graphit gestossen. Kann sowohl natürlich bzw. Hüttenprodukt sein. Beim Bearbeiten ist mir der typische Metallgeruch aufgefallen wie in einer metallverarbeitenden Fabrik. Beide Materialien kann ich mit einem Messer ritzen.
Vielen dank für eure Antworten
titanomagnetit


Der Fundort liegt aber von beiden Gebieten ca 10 bis 15 km weg und ist reines Ackerland (zumindest jetzt). Erzabbau wurde Ende 1960 beendet.

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