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Autor Thema: Radioaktive mineralien  (Gelesen 5206 mal)

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Offline Nathan

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Radioaktive mineralien
« am: 05 Nov 13, 18:05 »
Hallo zusammen!
Ich sammle u.a. radioaktive Mineralien ( Uranocircit und Torbernit ).
Nun habe ich mal die Strahlung gemessen und fest gestellt:
Der Uranocircit weist eine Strahlung von 6,3 mR/h auf.
Der Torbernit 3 mR/h.
Deshalb habe ich sie in eine Metallkiste gelegt und verstaut.
Welche Werte messt ihr?
Was habt ihr für Schutzmaßnahmen?
MfG
Philipp
« Letzte Änderung: 05 Nov 13, 20:47 von Nathan »

Offline Bart0815

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Re: Radioaktive mineralien
« Antwort #1 am: 05 Nov 13, 21:00 »
Hallo Philipp,

ok, 6,3 mR/h hört sich schon anders an, in einem anderen Thread schreibst Du noch etwas von 6000 mR/h, das kam mir dann doch etwas komisch vor.
Ich sammle ausschließlich radioaktive Mineralien, hauptsächlich Menzenschwand, Sachsen und Kongo. Mein am stärksten strahlendes Stück bringt es auf 2,5 mSv/h, ist ein 900 gr. Uraninit aus Shinkolobwe. Gerade Shinko Uraninit knallt heftig, wurde nicht umsonst beim Manhatten Projekt eingesetzt.
Als Messgerät habe ich ein SV500 mit der Standard Beta-, Gammasonde. Das wäre auch schon eins meiner Vorsichtsmaßnahmen, kenne die ungefähre Strahlungsintensität deiner Stufen.
Gerade bei den Uranglimmern wie Uranocircit ist es wichtig diese in kleinen Döschen unterzubringen, da die Stufen sehr gerne krümmeln. Nach dem Hantieren Hände waschen, und am besten draußen auspacken. Gerade von den kleinen Flittern geht die Gefahr aus diese in den Körper aufzunehmen, wo die Alpha Strahlung richtig gut wirken kann. Ansonsten nicht unters Kopfkissen legen, ich habe meine in einem gut belüfteten Kellerraum (Radon).

Offline Nathan

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Re: Radioaktive mineralien
« Antwort #2 am: 05 Nov 13, 21:17 »
Hallo Christian,
Ich habe zum messen den radiation Alert Inspector benutzt, der soweit ich weiß alle Strahlungsarten misst.
In deinen Aussagen stimme ich dir voll und ganz zu.

Offline vandendrieschen

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Re: Radioaktive mineralien
« Antwort #3 am: 01 Jul 21, 14:52 »
Dazu müsste man klären, ob die 3 mR/h oder 6000 mR/h milli oder mikro (oder, sehr unwahrscheinlicher in mega Röntgen) abgelesen worden.
Viele nutzen die Einheit m für alles, obwohl µ nicht m und auch nicht mega sind.
Ich vermute, die Skala ist in µR angegeben und nicht in milli Röntgen.
6000 µR/h sind eben was anderes als 6000 mR/h.

Mein Röntgen Zähler schlägt bei meiner Kasolit/Torbernit Stufe mit Faktor 1 (0-100) über 100 µR/h aus.
Bei Faktor 10 (10-1000) auf 750 µR/h
Bei Faktor 100 (100 uR/h - 10 mR/h) zwischen 2,5 und 5 mR/h bzw. 0,050 µR/h

Daher erscheinen mir 3 mR/h oder umgerechnet 0,030 µR/h doch nicht viel. ???

Schutzmaßnahmen habe ich außer Acrylkästchen keine sonderlichen.
« Letzte Änderung: 01 Jul 21, 15:21 von vandendrieschen »

Offline etalon

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Re: Radioaktive mineralien
« Antwort #4 am: 01 Jul 21, 17:27 »
Hallo Jule,

Zitat
Bei Faktor 100 (100 uR/h - 10 mR/h) zwischen 2,5 und 5 mR/h bzw. 0,050 µR/h

Daher erscheinen mir 3 mR/h oder umgerechnet 0,030 µR/h doch nicht viel.

Kann es sein, dass du bei deiner Umrechnerei etwas mit der Position des Kommas in Konflikt gekommen bist?  ;)

Grüße Markus

Offline Gattorantolo

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Re: Radioaktive mineralien
« Antwort #5 am: 01 Jul 21, 19:17 »
Warum benutzt ihr die Röntgen Skala? Die ist alt und die neuesten Werte werden alle in Sievert angegeben.
2.5 milli Sivert ist ne Mengen...ich komme gerade auf 180 micro Sievert ;-)

Offline Josef 84,55

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Re: Radioaktive mineralien
« Antwort #6 am: 01 Jul 21, 19:37 »
Hallo Philipp,

der Inspector ist sehr empfindlich auf Betastrahlung, was sehr gut ist zum detektieren schwacher Strahler, die auch kontaminierend sein können. Die Dosisleistungseinstellung ist aber bei offenen Fenster sehr überhöht.

Zum Beispiel eine dünne Pechblende 15x15x2 mm vom Kaisererbruch Rauris zeigt 20 mR/h in 3 mm Abstand zum offenen Fenster, ein spektrumkompensiertes Gamma-Dosisleistungsmessgerät (RAYSID <8,5%) zeigt 9,4 µSv/h, dass sind umgerechnet 0,94 mR/h.

Wenn man das Fenster mit einem 0,7 mm Stahlblech (Tortenheber) abdeckt misst der Inspector auch realistische 0,9 mR/h Gamma-Dosisleistung.

Ich denke Deine Messwerte sind auch durch die Betastrahlung um ca. das 20 fache zu hoch.

Grüße Josef

(X) ja, aber es ist mir nicht egal das es strahlt

Offline vandendrieschen

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Re: Radioaktive mineralien
« Antwort #7 am: 01 Jul 21, 22:44 »
Warum benutzt ihr die Röntgen Skala? Die ist alt und die neuesten Werte werden alle in Sievert angegeben.
Weil ich noch ein Messgerät aus der Ostzone habe.

Offline vandendrieschen

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Re: Radioaktive mineralien
« Antwort #8 am: 02 Jul 21, 10:57 »
Ich denke Deine Messwerte sind auch durch die Betastrahlung um ca. das 20 fache zu hoch.
Röntgen misst doch nur γ, keine β Strahlung.

Kann es sein, dass du bei deiner Umrechnerei etwas mit der Position des Kommas in Konflikt gekommen bist?  ;)

Grüße Markus
Bei welcher Umrechnung?

Gruß,
jule


Offline etalon

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Re: Radioaktive mineralien
« Antwort #9 am: 02 Jul 21, 13:14 »
Hallo Jule,

hatte ich doch zitiert…

5mR/h sind 5000uR/h und 3mR/h sind 3000uR/h.

Oder falls du das in Sv/h umrechnen wolltest, dann wären 5mR/h = 0,05mSv/h = 50uSv/h…

Gruß Markus

Offline vandendrieschen

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Re: Radioaktive mineralien
« Antwort #10 am: 02 Jul 21, 13:46 »
Achso. Ich habe das Zitat anders verstanden.

Dann sind es mit Faktor 100 bei der Zahl 30 auf einer Skala von 1 bis 100 > 3000µR/h oder umgerechnet 3mR/h?

3000µR/h = 0.03 mSv/h

Dann sind wir ja eh schon mit 0,05 mSv/h pro Stufe über dem Grenzwert.  ::)
Zitat
Normal sind Werte um 0,03 und 0,08 Mikrosievert pro Stunde. Auf das Jahr hochgerechnet ergeben die jetzt gemessenen Werte eine Dosis von 0,44 bis 1,2 Millisievert

Zitat
Die Bevölkerung in Deutschland darf durch die Nutzung radioaktiver Stoffe mit maximal 1 Millisievert (mSv) pro Jahr belastet werden

Offline Fabian99

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Re: Radioaktive mineralien
« Antwort #11 am: 02 Jul 21, 14:13 »
Ich denke Deine Messwerte sind auch durch die Betastrahlung um ca. das 20 fache zu hoch.
Röntgen misst doch nur γ, keine β Strahlung.

Gruß,
jule

Lese dir Mal die Definition von Röntgen durch, und erklär mir dann wie du auf dieses schmale Brett kommst...

Lg

Online Sebastian

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Re: Radioaktive mineralien
« Antwort #12 am: 02 Jul 21, 14:44 »
Hatten wir sowas nicht vor allzu langer Zeit?
https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,53193.0.html

Gruß Sebastian

Offline vandendrieschen

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Re: Radioaktive mineralien
« Antwort #13 am: 02 Jul 21, 15:14 »
Lese dir Mal die Definition von Röntgen durch, und erklär mir dann wie du auf dieses schmale Brett kommst...

Lg
Zitat
höherenergetische elektromagnetische Strahlung wie Röntgen- und Gammastrahlung zur Teilchenstrahlung rechnen
Röntgenstrahlung wird im Gegensatz zur γ Strahlung, die aus der Kernteilung entsteht, künstlich erzeugt. γ Strahlung ist aber auch elektromagnetische. daher erkennt soviel ich weiß, ein Geigerzähler der Röntgen misst, kein α und β.

Offline Fabian99

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Re: Radioaktive mineralien
« Antwort #14 am: 02 Jul 21, 17:52 »
Also hast du die Definition nicht gelesen.

Röntgen ist als Einheit unabhängig von der Strahlungsart und Erzeugung. Ionisierende Strahlung erzeugt ionen. Daher kommt  der übergeordnete Begriff.

Was dein Zähler misst und dann als Zahlenwert mit der Einheit Röntgen ausgibt, ist was anderes.

Warum sollte Gamma Strahlung nur aus der Kernteilung kommen? K40 Ar als Gegenbeispiel.

Lg

 

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