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Autor Thema: Bestimmungshilfe...und Preisermittlung / Gips  (Gelesen 3447 mal)

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Offline Syro

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Hallo, nachdem meine alte Realschule damals geschlossen wurde, gab es eine Art Räumungsverkauf.Sämtliche Edelsteine wurden verkauft, die es bis dato im Naturwissenschaftstrakt gab. Darunter auch ein angeblicher Edelopal,so laut Zettel. Ich weiß nicht, ob es ein gemeiner Opal ist oder was ganz anderes. Auf jden Fall ist er sehr durchsichtig.Geschliffen und poliert und ich würde gerne Wissen, was es denn tatsächlich für ein Gestein ist und was er ca. an Wert hat. Gewicht:217 g,12*7 cm.



LG Fabian
« Letzte Änderung: 21 Aug 16, 20:53 von oliverOliver »

Offline Tobi

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Re: Bestimmungshilfe...und Preisermittlung
« Antwort #1 am: 09 Nov 13, 15:58 »
Hallo,

da hat jemand entweder schwer was verwechselt oder einen Streich gespielt - denn das ist DEFINITIV KEIN EDELOPAL :D

Es handelt sich ziemlich sicher um sog. Marienglas, also eine farblose und klare Form des Minerals Gipsspat. Der Wert, kurz und schmerzlos: Ohne Fundort zwischen 0 und 5 Euro.

Ich hoffe übrigens, dass es sich bei der Etikettierung um einen Scherz handelt, denn ansonsten wäre das schon echt bitter. Kannst ja "Edelopal" mal googeln, dann merkst du es selbst ... ;)

Tobi


Offline Roadrunner

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Re: Bestimmungshilfe...und Preisermittlung
« Antwort #2 am: 09 Nov 13, 17:10 »
Hallo,

ich denke hier ist "hoffentlich" einfach der Zettel vertauscht. Die Stufe soll geschliffen und poliert sein? Wenn ein Stein geschliffen und poliert wäre, wieso ist er dann noch so "Eckig"? Der Stein scheint mir in keiner Weise geschliffen zu sein. Kleiner Tipp noch, wenn es sich um "Marienglas", also eine Variante von Gips handelt, dann fässt sich dieser Stein im Vergleich zu Glas recht warm an. Gips ist im Gegensatz zu Glas ein schlechter Wärmeleiter und daher kommt einem der Stein wärmer vor. Calzit würde ich mal ausschließen denn dann würde eine Doppelbrechung auftreten im Durchlicht, Stichwort Doppelspat! Quarz passt nicht, da muscheliger Bruch und hier scheinen Spaltflächen erkennbar zu sein.
Wie gesagt, ich tippe auch auf Marienglas und in keiner Weise auf Edelopal, denn dieser sieht völlig anders aus.
Über den Wert dieser "Stufe" kann ich nur das gleiche sagen, ohne Fundort nahezu wertlos für uns Sammler. Ist aber evtl. ein schöner "Briefbeschwerer".
Bis dann
Roadrunner

Offline Manfred Früchtl

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Re: Bestimmungshilfe...und Preisermittlung
« Antwort #3 am: 09 Nov 13, 17:11 »
Hallo Fabian
Da wurde mit Sicherheit der Zettel vertauscht.
Das ist Gips , evtl. Marienglas, oder einfach nur ein dünnes Spaltstück, wie ich aus dem Bild sehen kann, unbearbeitet.
Wenn Du noch andere Mineralien und dazu Fragen hast, melde Dich, oder schau einfach öfters bei uns rein vielleicht wird Dein Interesse an den Mineralien wiedererweckt.
Gruß Manfred

Offline Syro

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Re: Bestimmungshilfe...und Preisermittlung
« Antwort #4 am: 09 Nov 13, 18:30 »
Ich hab es mir schon fast gedacht :D Aber trotzdem vielen lieben Dank. Damals haben die Steine Schüler verkauft zwischen 10-16 Jahren,die hatten wahrscheinlich genauso viel Ahnung von Mineralien, wie ich :P Immerhin war es für einen guten Zweck :) und teuer war der mit ein paar Euro ja eh nicht . Ich habe früher so ziemlich alles gesammelt. Muscheln,Steine,Münzen(2 Euro münzen noch immer) Feuerwerksbatterien -vulkane (teils noch immer) und vieles mehr. Bis dann das Abitur losging und im Studium ist für sowas gar keine Zeit und Geld noch am allerwenigsten :'D Ich habe noch n 550 millionen jahren alten Trilochit, oder wie die Dinger hießen, rumliegen und n paar Achate in Plattenform und als Aushöhlung. Also alles nichts besonderes, aber das macht ja nichts. Die Freude am Sammeln ist noch immer das Sammeln selbst. Wobei meine 60 2€-münzen über 200€ Wert haben *freu* ,wie auch immer. Danke für eure raschen Antworten und euch allen ein schönes Wochenende :)
Achja, im Vergleich zu Glas fühlt sich der stein warm an! ;)

LG Fabian

Offline Roadrunner

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Re: Bestimmungshilfe...und Preisermittlung
« Antwort #5 am: 09 Nov 13, 19:46 »
Zitat: Achja, im Vergleich zu Glas fühlt sich der stein warm an! ;)

Siehst Du, das und die äußere Erscheinung ist immer ein untrügliches Zeichen für Gips. Er sollte sich an den Rändern auch recht "weich", Härte 2 nach Mohs anfühlen. Das soll aber nicht bedeuten das Du dann den Stein gleich zerbrechen kannst, aber vergleich es mal mit einem zerbrochenen, also kantigem Kiesel oder einem Stück Granit oder ähnliches. Du wirst den Unterschied merken, da die meisten Kiesel und auch Granit zum größten Teil aus Quarz bestehen und der hat Härte 7 nach Mohs. So kann man mit etwas Übung auch schon ohne Hilfsmittel bestimmte Minerale und Gesteine unterscheiden. Genau das macht unser Hobby meiner Meinung aus. Man lernt immer dazu und niemals aus.
Bis dann
Roadrunner

 

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