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Autor Thema: Meine Erfahrungen mit Mehrschichtfotographie  (Gelesen 1706 mal)

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Offline uwe

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Hallo,

in letzter Zeit habe ich mich mal mit der Mehrschichtfotographie meiner Stufen befasst. Möglicherweise sind meine Erfahrungen für einige ganz interessant, zumal ich eine eher bescheidene Ausrüstung besitze. Also, Profis bitte zum nächsten Beitrag gehen.

Ich habe keine Kamera mit Spiegelvorauslösung (Spiegelverrieglung). Bei diesen Kameras sind nach meiner Erfahrung Auslösezeiten zwischen 1/30 und 1/15 sec. besonders kritisch, da hier die Erschütterung durch den Spiegelschlag die gesamte Auslösezeit bestreicht. Die besten Ergebnisse habe ich deshalb jetzt im Herbst bei bedeckten Himmel (ich fotographiere unter einem schrägen Dachfenster) und morgens bzw. abends wenn es bereits etwas düsterer ist. Bei einem guten Stativ und natürlich Fernauslösung sind Belichtungszeiten von 1 bis 3 sec. ideal. Da fällt der Spiegelschlag nicht mehr ins Gewicht. Da ich meine Stufen grundsätzlich vor reinweißem Hintergrund aufnehme (für nachträglichen Weißabgleich mit GIMP) hat sich eine Zusatzbeleuchtung nicht wirklich bewährt.

Obwohl ich einen Makroschlitten besitze benutze ich den bei Stufen größer als 3 - 4 cm nicht. Ich stelle zuerst den Fokus auf den hintersten sichtbaren Punkt der Stufe und nehme bei diesem Fokus die erste Ebene auf. Dann gehe ich mit dem Fokus schrittweise zurück bis ich bei dem der Kamera am nächsten liegenden Punkt angekommen bin. Das sind meist nur 4 bis 5 Ebenen. Zu empfehlen ist es, sich die Stufe in der Aufnahmeposition anzusehen und sich dabei die 4 oder 5 Ebenen einzuprägen. Sonst kann es passieren, daß man dann beim Ergebnis eine unscharfe Zone hat.

Ich fotographiere mit Blende 8, da dabei bei meinem Objektiv die beste Schärfe erreicht wird. Das kann aber bei anderen Objektiven anders sein.

Ich stacke mit Combine ZP, wobei ich die Erfahrung gemacht habe, daß die Ergebnisse besser sind, wenn ich zuerst die gewählten Ebenen mit "Align and Balance Used Frames (thourough)" ausrichte. Danach lasse ich "All Methods" laufen. Bei "All Methods" läuft nur "Align and Balance Used Frames (Quick)"

Eine Bildbearbeitung führe ich erst danach aus - Weißabgleich, Helligkeitsreglung, Farbbalance, Gammakorrektur.

Bei kleinen Stufen, also bei Stufenbreite von 3 bis 4 cm benutze ich einen 12 mm Zwischenring. Hier sind dann mitunter bis 6 Ebenen erforderlich.

Wer mit der Mehrschichtfotographie anfängt darf nicht verzweifeln, wenn die ersten Ergebnisse daneben gehen. Wenn man keine 1a Profi-Ausrüstung besitzt, muß zuerst viel Erfahrung mit seiner Ausrüstung sammeln.

Grundsätzlich empfehle ich, auch größere Stufen mit der Mehrschichtfotographie aufzunehmen. Ansonsten hat man oft unscharfe Bereiche an den Kanten.

Gruß
Uwe

Offline guefz

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Re: Meine Erfahrungen mit Mehrschichtfotographie
« Antwort #1 am: 07 Dec 13, 14:50 »
Hallo Uwe,

wenn die Ergebnisse so sind wie du sie letzthin hier schon mal gezeigt hast, ist der beschriebene Arbeitsablauf offensichtlich für diese Stufengröße funktionsfähig.

Bei "Align and balance" von Combine ZP sind meine Erfahrungen aber genau umgekehrt. Das mag aber auch an meinem Aufbau liegen.

bis denn

Günter

 

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