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Eisen/Arsen/Schwefel
uwe:
Angeregt durch die an anderer Stelle geführten Diskussion über den "Geyerit" wirft sich bei mir folgende Frage auf:
Gibt es zwischen Löllingit/Arsenopyrit/Pyrit eine Mischungsreihe, bei der "Geyerit" irgendwo zwischen Löllingit und Arsenopyrit liegt? Oder würde da Arsenopyrit auf Grund des anderen Kristallsystems nicht dazwischen passen?
Was sagen die studierten Mineralogen/Geologen dazu?
Gerhard:
Hallo Uwe
Ich weiß nur über Geyerrit(Geierrit)
,das der Mineraloge Breithaupt den in Geyer gefundenen Arsenkies den Namen Geyerit gab. Er gab in mit der
Härte 6,5 an. Der Geyerit besteht aus 58,94 As
32,92 Fe
1,37 Sb
6,07 S
und eine nachfolgende Auseinandersetzung unter Mineralogen führte zu der Erkenntnis ,das das sogenannte
einfache Arseneisen mit der Härte 5 Löllingit heißt und das aus zwei dritteln gestehende Arseneisen den Namen
Leukopyrit .
also verstehe ich darunter Geyerit liegt in der Mitte und ist ein Mineral der Klasse -Sulfide und Sulfosalze.
Doch Du nanntest den Namen Arsenopyrit auch Thalheimit genannt. Er wurde doch in Thalheim endeckt und nicht in Geyer?? Willst Du damit geklärt haben ,ob dieses Mineral in die oben genannte Reihe eingegliedert werden kann??
Bin auch gespannt auf die Aufkärung
Gruß Gerhard
uwe:
Von den Namen der Minerale mal abgesehen, gehe ich von den Summenformeln aus. Also
FeAs2 -> FeAsS -> FeS2 (Löllingit -> Arsenopyrit -> Pyrit).
Nun ist meine Frage, ob sich die 3 Minerale in einem natürlichen Aggregat zu Mischkristallen zusammenschließen können. Da könnte dann Löllingit mit etwas Arsenopyrit der schwefelhaltige Löllingit = Geyerit sein. Wenn dem so ist, müßte es dann auch arsenhaltigen Pyrit geben - also ein Mischkristall aus Pyrit und Arsenopyrit?
Abgesehen davon bin ich der Meinung, daß es in der Natur ohnehin nur selten "reine" Minerale gibt.
Gruß und Frohe Weihnachten
Uwe
Emil Box:
% As in Pyrit bei Doelter:
2,77 Arnsberg, Rheinisches Schiefergebirge (1853)
1,73 Hüttenberg, Kärnten (1911)
andere weniger
0,67 Schneeberg, Sachsen
Frohe Weihnachten
Milo
smoeller:
Hallo,
Markasit (nicht Pyrit!) und Löllingit kristallisieren beide in derselben Raumgruppe Pnnm. Allerdings sind die Gitterparameter a und b beim Löllingit größer, der c-Parameter kleiner.
Es gibt keine durchgehende Mischbarkeit, denn bei der Zusammensetzung FeAsS (Arsenopyrit) findet eine andere (monokline) Anordnung der Atome statt.
In Sulfiden/Arseniden sind zumindest beschränkte Mischbarkeiten nichts ungewöhnliches, man denke nur an Safflorit/Rammelsbergit/Löllingit oder Skutterudit/Ni-Skutterudit.
Glück Auf!
Sebastian
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