Guten Morgen,
vielen vielen Dank für die Hinweise, ich werde allem nachgehen.
Ich habe mal versucht, mich in die Keuper Muschelkalk Buntsandstein Problematik reinzulesen. Also der oberste Steinbruch ist wohl Keuper. In der untersten Schicht des Steinbruchs ist er regelrecht blättrig und zwischen dem "Blättern" ist grünliches krümeliges Zeug was sich so ählich wie Ton anfühlt oder irgenwie seifig, ich weiß nicht, wie ich das beschreiben soll und aufs Foto kriege ich es auch nicht. Und ganz viele Glitzerkrümel, die größer sind als der normale Glimmer. (Es ist offiziel erlaubt, sich über meine laienhaften Beschreibungen lustig zu machen.

) Dann geht es steil den Berg runter. Weiter unten stoße in auf Kalkstein und roten Sandstein. Da. wo ich die Schichtung sehen kann, liegt alles quer, ich denke mal durch die Vulkantätigkeit von Meißner, Hirschberg und Steinberg. Ich komme also, je nachdem, wo ich mich befinde, an alle drei Schichten dran.
Der "Stollen" geht nicht waagerecht in den Berg, sondern senkrecht runter, und zwar so tief, dass ich wackelige Knie bekomme, wenn ich runtersehe und er ist rund, ca. 1,2 m Durchmesser. Wie es unten weitergeht, weiß ich noch nicht. Ich werde mal ein paar Fotos machen. Es wird angenommen, dass es ein Eiskeller für eine nahegelegene Wirtschaft war, aber das kann ich mir wirklich nicht vorstellen. Dann hätte der Wirt erst überm Haus einen Steilhang hochklettern müssen, dann die Leiter runter und bis er mit dem Sack Eis die Leiter wieder hoch und den Steilhang wieder runter ist, ist es geschmolzen. Dafür hätte man sinnvollerweise hinterm Haus waagerecht in den Berg gehen können.
Im Bach unterhalb des Geländes findet sich jede Menge Schlacke, die ich aber leider nur als Indiz, nicht als wirklichen Anhaltspunkt nehmen kann, da das Gelände dazwischen komplett überbaut ist mit Bahndamm und Straße und für den Straßenbau sind ja auch Verhüttungsschlacken hergenommen worden. Allerdings meine ich, dass die zumindest grob zerkleinert und nicht in ganzen Schollen verbaut wurde. Eine genaue Untersuchung wäre vielleicht angebracht, ist aber zu teuer.
Ich gehe davon aus, dass wenn dort Erzabbau und Verhüttung stattgefunden haben, das so früh passiert ist, dass es noch keine schriftlichen Urkunden darüber gibt. Sonst hätte die schon mal jemand gefunden, in den Archiven waren schon viele vor mir, im Gelände noch keiner.
Liebe Grüße
Konni